Arbeiten im Ausland: Alkoholverbot und Smog: Wie Expats in Indien leben
Indiens Dynamik lockt auch deutsche Unternehmen ins Land. Das bringt auch Karrierechancen für Expats mit sich.
Foto: Getty ImagesDas Leben in Indien hinterlässt Spuren. Für Elias Marini Schäfer wurde das spätestens bei einem Arztbesuch in Deutschland deutlich. „Er hat meine Lungen untersucht und wollte wissen, ob ich Kettenraucher bin“, erinnert sich der 26-Jährige. „Dabei hatte ich noch nie im Leben eine Zigarette in der Hand.“ Nicht der Tabak war schuld, sondern sein Wohnort: Schäfer arbeitet seit 2021 in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, die mit ihrer hohen Feinstaubbelastung regelmäßig globale Luftverschmutzungs-Ranglisten anführt.
Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. In den dicht besiedelten Megacitys des Subkontinents gibt es mitunter die längsten Staus der Welt. Außerdem nehmen Hitzewellen mit Temperaturen bis über 50 Grad zu.
Doch natürlich gibt es auch die guten Seiten. Zwei Expats verraten im Gespräch mit dem Handelsblatt, was sie am Leben in Indien fasziniert, worauf es im gesellschaftlichen Leben ankommt und was für sie schwierig ist.
Blickt man auf die Rankings allein, wirkt Indien wenig einladend. Im Global Liveability Index des Beratungsunternehmens EIU landen Indiens Metropolen am Ende der Liste – er vergleicht unter anderem Infrastruktur, Bildungszugang und Gesundheitsversorgung. Von 173 untersuchten Standorten weltweit erreicht Delhi lediglich Platz 140.