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Arbeitsmarkt 2012 Bewerber verzweifelt gesucht

Nicht nur mehr Verantwortung, sondern auch mehr Geld: Das kommende Jahr bietet Akademikern gute Jobchancen. Naturwissenschaftler und Techniker werden von Personalchefs regelrecht hofiert.
14.12.2011 - 09:42 Uhr 14 Kommentare
Der Flugzeugbauer Airbus will zusätzlich 4000 Mitarbeiter einstellen. Quelle: dapd

Der Flugzeugbauer Airbus will zusätzlich 4000 Mitarbeiter einstellen.

(Foto: dapd)

Köln Joachim Sauer hat sich einiges vorgenommen. Der Arbeitsdirektor des Flugzeugbauers Airbus plant, die Beschäftigtenzahl nächstes Jahr kräftig aufzustocken. 4000 Mitarbeiter will Airbus zusätzlich einstellen – rund 60 Prozent davon Akademiker. „Die Nachfrage nach unseren Flugzeugen ist enorm“, sagt Sauer, der auch Präsident des Bundesverbands der Personalmanager ist. „Um die Produktpalette weiterzuentwickeln, benötigen wir eine Vielzahl hochspezialisierter Ingenieure.“

Nicht nur bei Airbus sorgt die gute Geschäftsentwicklung für hervorragende Jobaussichten. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen sind trotz der europäischen Schuldenkrise gut gefüllt. Um den Andrang zu bewältigen, suchen sie händeringend nach neuen Mitarbeitern. „In vielen Branchen gibt es deutlich mehr offene Stellen als Jobsuchende“, sagt Bernd Kraft, Deutschland-Chef des Stellenportals Monster. „Vor allem im Bereich von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften erwarten wir im kommenden Jahr deshalb einen ganz klaren Bewerbermarkt.“

Besonders gefragt sind Akademiker mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund. Hier ist die Nachfrage mit knapp 240.000 offenen Stellen derzeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren, ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Dadurch ergeben sich „exzellente Einkommensperspektiven“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. Auch die Karrieremöglichkeiten sind überdurchschnittlich gut: Über 40 Prozent der Naturwissenschaftler und Techniker mit Hochschulabschluss arbeiten der Untersuchung zufolge in leitender Position.

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    14 Kommentare zu "Arbeitsmarkt 2012: Bewerber verzweifelt gesucht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das wäre aber was erfreulich Neues.
      Vor gut einem Jahr konnte man als Bachelor sich von den Personalchefs noch anhören:
      Ein Bachelor ist ja eigentlich kein richtiger Ing. und kann als solcher nur merklich geringer bezahlt werden.

      Also macht der Bachelor noch seinen Master.

      Was hier bemängelt wird, ist ein selbst erzeugtes Problem, ohne ein bischen Plan und Weitsicht.

      Schönen Abend noch.

    • Das Problem ist, dass die Betriebe die 45 jährige Fachkraft suchen, die mindestens 10 Jahre "relevante Berufserfahrung" hat.

      Gerade Absolventen im MINT Bereich gibt es noch und nöcher, auf jede Stelle bewerben sich zweistellige Bewerberzahlen.

      Das Angebot für Hochschulabgänger (FH/TH) ist überaus knapp. Selbst bei den größten, deutschen Technikkonzernen (DAX) gibt es nur wenige offene Stellen für "Einsteiger" (was ich bisher gesehen habe fast immer unter 100 offene Stellen, bei in der Regel mehr als 50.000 Beschäftigten in ganz Deutschland).

      Was den "erfahrenen" Bewerbermangel an geht, sehe ich auch keine Entspannung, denn die gefragten Spezialisten verlassen eher das Land, weil die Arbeits- und Lebensbedingungen im Ausland oftmals besser sind. Die einzige Chance (und letzte Chance) der Betriebe ist jetzt, mit den Abgängern zu arbeiten, die da sind. Sonst stehen Sie in 5 Jahren ohne Personal an der "Wirtschaftsfront".

      Und eines sollte man auch bedenken: Die Einsteiger von heute werden erst in ein paar Jahren wirkliche Spezialisten sein. Wenn bis dahin aber die alten Mitarbeiter in Rente sind, kann es keinen Wissenstransfer mehr geben ("fliegender Wechsel"). Alt und jung müssen also JETZT zusammenarbeiten, wenn man größere Probleme umgehen möchte.

    • Wie hoch ist denn das gute Gehalt. Nicht antworten kann es mir schon denken, wahrscheinlich um 3k Euro.

      Hier mal die Kennziffern meines AGs (10 Mann Bude) beim Kyotoaussteiger. 90k CAD plus Benefits (Versicherungen (Haft-,Unfall-,Berufsunfähigkeit), zusätzliche Pension (gibt auch staatliche Rente), PKV zur Ergänzung der staatlichen GKV, vermög Leistungen 2.5k annum, Kleidergeld, alle Ü-Stunden werden innerhalb 8 Wo. in Freizeit abgegolten, Gewinnbeteiligung, halbjährliche Gehaltsanpassungen). Abgaben sind übrigens fast wie in Deutschland. Und die Firma macht immer noch ordentlichen Gewinn

      Jetzt wissen sie warum sie keine Leute finden, bevor sich das Gehaltsgefüge besonders für MINTis in D-land nicht ändert, wird es noch ein böses Ende nehmen.

      @Thema
      Kann nur jedem raten verlasst das Land, woanders wird eure Ausbildung wertgeschätzt und ihr seit nicht der letzte Kuli meist noch nach dem Hausmeister.

      Hatte Letztens ein nettes Gespräch mit einem Ing. Consulter in Chemnitz international tätig der abwerben wollte. Gehaltspanne in seinem Unternehmen 1.8k - max. 2.4k Euro/monat brutto, alle Überstunden mit abgegolten und natürlich wurde aktive Aquise gefordert.

      Aber die Wertschätzung der MINTis wurde ja schon bei der Anwerbung ausländische Fachkräfte deutlich. Minimumgehalt 48k für MINTis 33k.

    • Wir haben keinen Fachkräfte Mangel! Wir bauchen keine BlueCard, es ist ein so bodenloser Unsinn, nicht auf die vorhandenen Fachkräfte zurückzugreifen und die Ausbildung hier zu fördern. Es gibt genügend ausbildungswillige auch mittleren Alters. Wenn der Arbeitsmarkt endlich mal so flexibel würde wie die Bewerber es sind...Man will nur die Löhne und Gehälter unten halten indem man die Menge der Fachkräfte durch ausländische Bewerber erhöht.

    • Der Preis für das Job-Wunder ist einen schlechte Bezahlung und eine hohe Unsicherheit:

      1) Man sollte sich einmal ansehen, wie schnell es 2008/2009 zurückgegangen ist: Abbestellungen: Kurzarbeit, Zeitpersonal „gekündigt“, Befristungen nicht verlängert, „sozialverträglicher Abbau“, Kündigungen (ohne Abfindungen bei „Stilllegungen“) etc….

      2) Man schaue nur auf die hohen Zahlen von Zeitarbeit, Befristungen, Solo-Selbständigen etc.

      3) Seit ca. 20 Jahren sind die effektiven Brutto Einstiegsgehälter für Ingenieure nicht Wesentlich gestiegen:

      Mein Brutto-Einstiegs-Gehalt 1997 (damals Tarif!): Ca. 75.000 DM (incl. voll vom Arbeitgeber bezahlte Betriebsrente und volle Überstunden-Bezahlung).

      Heute kommt ein Ingenieur (Anfänger): Ca. 43.000,-- Euro, Betriebsrente und Überstundenbezahlung: Fehlanzeige! Wenn er direkt im Konzern anfangen kann….

      An alles Optimisten:

      Man sollte sich einmal ansehen, wie schnell es 2008/2009 zurückgegangen ist:

      Abbestellungen: Kurzarbeit, Zeitpersonal „gekündigt“, Befristungen nicht verlängert, „sozialverträglicher Abbau“, Kündigungen (ohne Abfindungen bei „Stilllegungen“) etc….




    • Ich kann die Kommentare nicht nachvollziehen. Ich kenne Ingenieur-Bachelor (Arbeit 2,0 und besser), bei denen stehen die Unternehmen Schlange. Meistens wollen die jungen Leute dann aber noch den Master machen. Und selbst wenn die derzeitige Vollbeschäftigung leicht zurückgehen mag, die A/L-Quote bei Akademikern ist immer extrem niedrig. An den Wettbewerb mit Indien, China und so, müssen wir uns eh gewöhnen.

    • Das Problem liegt doch vielmehr darin, das junge Absolventen auch die Chance bekommen müssen Berufserfahrung zu sammeln. Gerade Akademiker, die noch keine langjährige Berufserfahrung sammeln konnten fällt es zunehmend schwerer sich überhaupt auf vakante Stellen zu bewerben. Unternehmen die auf der Suche nach Arbeitskräften sind müssen sich also mit noch unerfahrenen Leuten arrangieren. Ich spreche damit insbesondere Großunternehmen an deren Aufgabe es doch bitte sein sollte junge Menschen aufzunehmen und ihnen die Gelegenheit zu bieten Berufserfahrung sammeln zu können. In den Stellenanzeigen ist nur zu oft zu lesen, dass eine langjährige Beruferfahrung notwendig sei. Von den ganzen anderen zusätzliche Qualifikationen die ein Absolvent heut zu Tage mitbringen muss ist ganz zu schweigen. Eins ist jedenfalls klar ein frisch gebackener Absolvent muss es einfacher haben sich am Arbeitsmarkt positionieren zu können.

    • Als ich mich vor zwanzig Jahren entschieden hatte, Maschinenbau zu studieren, rief man auch den Fachkräftemangel aus. Zwei Jahre später kam es zur großen Krise im Maschinebau. Mitte der neunziger Jahre beendete ich mein Studium. Während der Bewerbungsgespräche (ich wurde tatsächlich eingeladen...) wurde sogar mein Geisteszustand angezweifelt oder musste mir andere Schmähungen von Personalern und Managern anhören, weil ich Ingenieurwissenschaften studierte. Die gleichen Leute erzählen nun in einer Weltwirtschaftskrise wieder die Mär des Fachkräftemangels. Da kann man doch nur noch den Kopf schütteln. Erzählt eure Lügen anderen... Es geht nur darum Überbedarf zu erzeugen, um dann wieder die Akademikergehälter - wie vor fünfzehn Jahren - auf Hilfsarbeiterniveau zu drücken, geschweige denn von den gönnerhaften Praktikantenstellen für mau...

    • Na, da habe ich wohl als Sozialpädagoge schlechte Chancen. Naja, dann eben weiter Hartz 4....

    • Wir suchen seit drei Monaten einen Meister/Techniker/Ingenieur als Produktionsleiter, dafür ist aber auch Berufserfahrung erforderlich. Das angebotene Gehalt ist sicherlich gut, aber wir haben bisher nur eine Handvoll Bewerbungen junger Absolventen, oder Kandidaten mit sehr wenig Berufserfahrung bekommen und das trotz großem Zeitungsinserat. Wo sind die qualifizierten Techniker (gerne auch 50+) denn? - Hier in unserer Region, wo der Maschinenbau boomt findet man derzeit auf jeden Fall keine!

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