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Burn-Out-Experte „Blackberry auch mal nach 20 Uhr ausschalten“

Götz Mundle ist Chefarzt der Oberbergkliniken. Dort werden vor allem Manager mit Depression, Sucht, Burn-out und Angststörungen behandelt. Um den Stresspegel zu senken, fordert er Auszeiten der Unerreichbarkeit.
04.11.2011 - 10:35 Uhr 3 Kommentare
Götz Mundle, Chefarzt und Ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken, empfiehlt bei der Stressbewältigung im Beruf demonstrativ Grenzen zu setzen. Quelle: Pressebild

Götz Mundle, Chefarzt und Ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken, empfiehlt bei der Stressbewältigung im Beruf demonstrativ Grenzen zu setzen.

(Foto: Pressebild)

Düsseldorf Professor Mundle, ist die Erreichbarkeit durch Blackberry und Co. Fluch oder Segen?

Mit mobilen Kommunikationsmitteln lässt sich viel Stress vermeiden. Das Problem: Viele haben nicht gelernt, richtig damit umzugehen. Sie werden von der ständigen Erreichbarkeit aufgefressen.

Wie helfen Sie Managern, die buchstäblich nicht abschalten können?

Mit unseren Patienten vereinbaren wir eine Auszeit vom Handy und Internet. Viele sind dann regelrecht auf Entzug.

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    Nicht umsonst wird der Blackberry scherzhaft "Crackberry" genannt...

    Wir beobachten tatsächlich alle Symptome einer Sucht. Die Leute werden unruhig oder geraten regelrecht in Panik, wenn das Smartphone mal keinen Empfang hat oder der Akku leer ist.

    Inwieweit kann das richtig krank machen?

    Das vegetative Nervensystem steht unter chronischer Anspannung. Der Sympathikus versetzt alle Organe in Daueralarm. Ist der Spiegel des Stresshormons Cortisol langfristig erhöht, stellen sich die typischen Symptome ein: Tinnitus, Kreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Burn-out.

    Wer ist besonders gefährdet?

    Gerade Menschen mit Selbstwertproblemen sind durch die ständige Erreichbarkeit leicht verführbar. Sie schaffen sich die Illusion von Sicherheit und Stärke durch das Gefühl: Ich werde gebraucht, ich bin unersetzlich.

    „Auch die Festplatte des Hirns muss regelmäßig gesäubert werden“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    3 Kommentare zu "Burn-Out-Experte: „Blackberry auch mal nach 20 Uhr ausschalten“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auch auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel.
      Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
      Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.
      Psalm 146,8:
      Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

      Mit guten Segenswünschen
      Claus F. Dieterle Heilpraktiker / Psychotherapie

    • Meine schwarze Beere läuft immer nur zwischen 8 und 21 Uhr und am Wochenende gar nicht. Obwohl ich als Geschäftsführer in einem Konzern arbeite, hat es weder jemand gemerkt noch gelte ich als schwer erreichbar. Man muss es nur wollen! Aber ich kenne auch genug Führungskräfte, die durch die permanente Erreichbarkeit ein Gefühl der Unabkömmlichkeit haben wollen. Bringt der Firma aber nichts.

    • im Urlaub einen Tag der Erreichbarkeit festlegen ????

      wer ist so dumm, sich den Urlaub vermiesen zu lassen.
      wer mich anruft, dem antwortet eine freundliche Frauenstimme: "the person, you've called, is temporary not available"

      das "temporay" kann 1,2,3 Wochen sein.

      ach, ja . ich bin mehr der work-life-balance-Typ, ist doch jetzt jetzt der aktuelle Modetrend, der beim Cheffe gut ankommt, ein wahrer Karriereturbo

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