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Charmanter Plaudern Was beim Small Talk gar nicht geht

Reden Sie mit völlig fremden Menschen, üben Sie das seichte Gespräch – aber erzählen Sie niemals von Ihrer Darmspiegelung, dem IS-Terror oder diskutieren über die Homo-Ehe. Was im Gespräch mit anderen am meisten nervt.
01.08.2015 - 15:28 Uhr Kommentieren
Beim Small-Talk ist Fingerspitzengefühl gefragt: Mit Fremden sollten Sie nämlich nicht über jedes Thema sprechen. Quelle: Getty Images
Pssst!

Beim Small-Talk ist Fingerspitzengefühl gefragt: Mit Fremden sollten Sie nämlich nicht über jedes Thema sprechen.

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Sie haben sich schon mal über sich selbst geärgert, weil andere scheinbar mühelos mit anderen Menschen plaudern können? Ins Gespräch kommen, im Gespräch bleiben – das ist manchmal wirklich gar nicht so einfach. Aber Sie können das auch! Es ist sogar einfacher, als Sie vielleicht denken. Wie man es richtig anstellt und was man auf keinen Fall tun sollte, erklären die beiden Expertinnen Renate Birkenstock und Ilona Quick im Interview.

Liebe Frau Birkenstock, liebe Frau Quick, wie geht es Ihnen?
Ilona Quick: Danke, sehr gut. Vor allem, weil ich kurz vor meinem Urlaub stehe.
Renate Birkenstock: Ich komme gerade aus dem Urlaub und bin daher völlig entspannt und ausgeruht.

Wie ist denn das Wetter in Berlin? In Düsseldorf war es diese Woche furchtbar heiß!
Quick: Das war hier genauso. Ich habe versucht, meine Aktivitäten auf die frühen Morgenstunden zu legen und habe die lauen Sommerabende genossen.

Na, das war doch schon ein richtig vorzeigbarer Small Talk gerade, oder?
Quick: Definitiv – allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Im Idealfall sollten wir im Small Talk Themen positiv ansprechen. Die Formulierung „furchtbar heiß“ könnte dazu verleiten, über das Wetter zu lamentieren, wie zum Beispiel „Hier war es auch entsetzlich heiß, nachts hat es sich nicht abgekühlt, sodass ich nicht richtig schlafen konnte und am nächsten Morgen total gerädert war“.

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    Neun Tipps für perfekten Small Talk
    Schluss mit lustig!
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    Ihre Mitarbeiter haben Spaß und unterhalten sich prächtig – allerdings nicht mit Ihren Gästen? Dann besteht dringend Handlungsbedarf, wissen die Autorinnen Renate Birkenstock und Ilona Quick, deren Buch „Mit Small Talk zum Big Talk“ gerade im Business-Village-Verlag erschienen ist (ISBN:978-3-86980-275-6) Viel zu oft würden die Mitarbeiter gastgebender Unternehmen nicht ausreichend auf ihre Rolle als Co-Gastgeber vorbereitet. Und auch der Gastgeber selbst geht häufig davon aus, dass die Kommunikation schon irgendwie von selber läuft. Läuft? Nein, läuft leider häufig eben nicht. Birkenstock und Quick geben deshalb neun Tipps für Gastgeber, damit Tagungen, Firmenjubiläen, Netzwerkabende & Co. auch kommunikativ zu einem Erfolg werden. So gelingt der Small Talk mit Ihren Gästen.

    (Foto: Getty Images)
    1. Briefing
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    Los geht es mit der gründlichen Vorbereitung – das ist schon die halbe Miete. „Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Sie in Ihrer Rolle als Gastgeber zu unterstützen“, raten die Autorinnen. Denn Gastgeber ist schließlich nicht nur der Chef, sondern alle, die an der Veranstaltung teilnehmen. „Die Aufgabe ist es, aktiv Kontakt zu Gästen aufzunehmen, auf Gruppen zuzugehen und vor allem Gäste untereinander oder mit Kollegen ins Gespräch zu bringen. So sind alle während der Veranstaltung dafür sensibilisiert, offen zu sein, wenn beispielsweise ein Kollege einen Gast mit der Gesprächsgruppe eines anderen Kollegen bekannt machen möchte“, so Birkenstock und Quick.

    (Foto: )
    2. Gästeliste
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    Als nächstes sollten Unternehmer die Gästeliste mit den Mitarbeitern besprechen: Wer kennt wen? Wer weiß etwas über wen? „Markieren Sie in der Gästeliste VIPs sowie neue Gäste, die möglicherweise allein kommen, so dass diese Personen von Ihren Mitarbeitern betreut und mit anderen Gästen bekannt gemacht werden“, raten Birkenstock und Quick.

    (Foto: Getty Images)
    3. Namensschilder
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    Pssst, kennst du den Typen da drüben im blauen Anzug? Solche Fragen können Gastgeber ganz einfach vermeiden, wenn sie Namensschilder vorbereiten, damit sich die Gäste gegenseitig erkennen und finden können. Die Autorinnen nennen noch einen weiteren Vorteil: so müssen sich die Gäste am Empfang melden und wichtige oder neue Personen werden direkt erkannt. Für sich selber und die Mitarbeiter sollten andersfarbige Namensschilder verwendet werden, damit klar ist, dass sie zum gastgebenden Unternehmen gehören. Birkenstock und Quick dazu: „Das ist besonders wichtig, wenn Sie in einer Begrüßungsansprache erwähnen, dass Ihre Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung stehen.“

    (Foto: Getty Images)
    4. Kontakt aufnehmen
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    Zugegeben: Aktiv auf einzelne Personen oder Gruppen zuzugehen kostet zunächst Überwindung. Machen Sie sich aber bewusst, dass das für Sie als Gastgeber um ein Vielfaches einfacher ist, als umgekehrt. Keine Sorge vor Bedanken, aufdringlich zu wirken! Also Gastgeber wird die Kontaktaufnahme gerne gesehen. „Begrüßen Sie die Person, stellen Sie sich mit Namen und Funktion vor, dann wird sich auch ihr Gegenüber vorstellen“, raten Birkenstock und Quick. „Geben Sie anschließend etwas Information über den Ablauf der Veranstaltung, etwa, wann der Vortrag beginnt oder das Buffet eröffnet wird: Vielleicht hat der Gast auch eine konkrete Frage, beispielsweise ob Frau XY schon da ist. Dann können Sie ihn direkt weiterleiten oder mit anderen Personen bekannt machen.“

    (Foto: Getty Images)
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    ...und auf scheinbar geschlossene Gesprächsgruppen gehen Sie zu, indem Sie sich dazu stellen, zunächst zuhören, sich in einer Pause ins Gespräch einbringen und sich mit Namen und Funktion im Unternehmen vorstellen, andersfarbige Namensschilder erleichtern dieses zusätzlich. Aktive Kontaktaufnahme ist das Schlüsselwort! „Es ist daher nicht ausreichend, wenn beispielsweise an jedem Stehtisch einer Ihrer Mitarbeiter anwesend ist oder sich der Außendienstmitarbeiter nur mit seinen Kunden unterhält“, erklären Birkenstock und Quick.

    (Foto: Frank Beer für Handelsblatt)
    5. Small Talk – ja bitte
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    Das Wetter, das Buffet – wenn der erste Kontakt erstmal hergestellt ist, sprechen Sie über Themen, die Sie mit dem Gesprächspartner gemeinsam haben – und zwar in einer positiven Art und weise, raten die beiden Autorinnen in ihrem Buch. Schließlich ist Small Talk keine Diskussionsrunde für polarisierende Themen wie den IS-Terror oder die Homo-Ehe. Hören Sie statt dessen lieber zu, seien Sie ein angenehmer Gesprächspartner und bombardieren Sie Ihr Gegenüber nicht mit Fragen. Und nicht vergessen: „Denken Sie daran, sich namentlich vorzustellen, dann erfahren Sie auch den Namen Ihres Gesprächspartners. Dies ist wichtig, damit Sie den Gast mit weiteren Personen bekannt machen können“, erinnern Birkenstock und Quick.

    (Foto: Getty Images)

    Aha– ich habe natürlich noch mehr Fragen zum Thema mitgebracht. Beispielsweise betrachten Kritiker das sogenannte seichte Geschwätz als Zeitverschwendung. Sie aber sagen, dass Small Talk auch eine Bedeutung für unseren beruflichen Erfolg haben kann. Was ist es nun?
    Birkenstock: Letzteres: Small Talk soll ein erstes Kennenlernen ermöglichen und eine angenehme Gesprächsatmosphäre schaffen, bevor man beispielsweise in Fachthemen einsteigt. Small Talk als Teil von Kommunikationskompetenz zählt zu den sogenannten Soft Skills, den Fähigkeiten, die über die eigentliche berufliche Qualifikation hinausgehen. Er wird daher im Arbeitsleben nicht mehr als Zeitverschwendung angesehen.
    Quick: Auch unterscheiden sich in der heutigen Zeit Produkte oder Dienstleistungen verschiedener Anbieter teilweise nur noch geringfügig. Somit wird Kommunikationsstärke für den Erfolg eines Unternehmens und die persönliche Karriere immer wichtiger.

    Was am allermeistern nervt ...
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