Gehalt: Aktien, Urlaubsgeld, Boni: Womit Arbeitgeber am häufigsten ködern
Wer im Vertrieb gut arbeitet, verdient durch variable Boni auch oft mehr. In anderen Branchen sind deutsche Angestellte sicherheitsorientierter.
Foto: imago images/Westend61Düsseldorf. Viele Stellenanzeigen versprechen heute „Weihnachtsgeld“, „attraktive Bonusregelungen“ oder eine „Gewinnbeteiligung“. Denn immer öfter locken Arbeitgeber neue Mitarbeiter gezielt mit variablen Vergütungskomponenten. Das hat eine exklusive Auswertung der Jobbörse Indeed für das Handelsblatt ergeben.
Die Analyse von mehreren Millionen Jobangeboten aus den vergangenen drei Jahren zeigt, dass das 13. Gehalt dauerhaft am beliebtesten ist: In 16 Prozent aller Anzeigen bietet der künftige Chef neuen Mitarbeitern diese feste Zusatzzahlung, die häufig am Jahresende überwiesen wird.
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) holt als Zusatzleistung jedoch auf: Vor drei Jahren gab es die Zusatzrente nur in sechs Prozent der Stellenanzeigen, heute sind es mit 14 Prozent mehr als doppelt so viele.
Warum das so ist, erklärt Tim Verhoeven, Arbeitsmarktexperte bei Indeed: „Immer mehr Erwerbstätige rechnen nicht damit, ihren Ruhestand allein mit der gesetzlichen Rente bestreiten zu können. Arbeitgeber reagieren auf diesen Trend und bieten diese Leistung immer häufiger an und bewerben sie offensiv in Stellenanzeigen.“ Für den Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber übernimmt das Unternehmen die Beiträge. Beim Bezug im Alter muss der Arbeitnehmer die betriebliche Altersvorsorge dann versteuern.