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Gehalt in Coronazeiten Fast jeder Zweite verschiebt wegen Corona die Frage nach Gehaltserhöhung

In der Pandemie scheuen offenbar viele Angestellte davor zurück, nach mehr Geld zu fragen. Jobwechsler spüren die Coronakrise dagegen weniger.
15.01.2021 - 13:28 Uhr Kommentieren
In Corona-Zeiten werden die Gespräche noch schwieriger als sonst. Quelle: Unsplash
Gehaltsverhandlung

In Corona-Zeiten werden die Gespräche noch schwieriger als sonst.

(Foto: Unsplash)

Düsseldorf Gehaltsverhandlungen sind für die meisten schon in normalen Zeiten ein Graus. Pandemiebedingt scheuen aber offenbar noch mehr Angestellte vor der Frage nach einer Gehaltserhöhung als unter Normalbedingungen. Das legt eine Umfrage der Jobplattform Stepstone nahe, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Danach hat im Jahr 2020 zwar etwa ein Viertel der befragten Angestellten trotz Corona eine Gehaltserhöhung bekommen. 46 Prozent sagten jedoch, sie hätten aufgrund der besonderen Umstände gar nicht erst nach mehr Geld gefragt – obwohl sie es eigentlich vorhatten.

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Insgesamt hat Stepstone für die Studie 28.000 Menschen zu ihrem Gehalt befragt, darunter 2700 Führungskräfte und etwa 2000 Recruiter und Manager, die für die Personalakquise zuständig sind.

Das sind weitere Kernaussagen der Studie

  • Die Mehrheit der Deutschen (etwa 65 Prozent) ist zufrieden mit dem eigenen Gehalt. Ein Drittel ist jedoch unglücklich mit der Bezahlung seines Arbeitgebers.
  • Trotzdem hat nur etwa ein Viertel der Befragten vergangenes Jahr auch wirklich nach einer Gehaltserhöhung gefragt.
  • Betrachtet man den Zeitraum ab März, als der allererste Corona-Lockdown beschlossen wurde, sind es sogar nur zwölf Prozent der von Stepstone befragten Menschen.
  • Was interessant für all jene sein dürfte, die gerade auf Jobsuche sind: Fast 60 Prozent derjenigen, die im vergangenen Jahr einen neuen Job angefangen haben, sagen, dass die Corona-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf das Gehalt hatte.
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Tipps zur Gehaltsverhandlung in Corona-Zeiten

Wenn Mitarbeiter nach einer Gehaltserhöhung fragen, winken viele Firmen mit Verweis auf die aktuelle Lage ab. Verhandlungsexperten raten dazu, Transparenz einzufordern und zu fragen: Wie genau trifft die Krise unsere Firma? Und warum hat das Auswirkungen auf meine Gehaltsforderung? Was es sonst zu beachten gilt:

  • Angestellte sollten darlegen, welchen konkreten Nutzen sie im Unternehmen stiften. Das können neu gewonnene Kunden und Aufträge, gestiegene Kundeninteraktionen oder optimierte Prozesse sein. Je konkreter Sie Ihre Erfolge in Zahlen fassen können, desto besser.
  • Wenn alles nichts hilft, können Sie auch Alternativen zur Gehaltserhöhung erfragen. Gerade in kriselnden Branchen ist aktuell wirklich wenig Spielraum bei den Personalkosten vorhanden. Aber ein paar zusätzliche Urlaubstage, flexiblere Arbeitszeiten, eine bessere Homeoffice-Ausstattung oder ein Jobticket sind vielleicht doch drin.

Noch mehr Tipps zum Thema Gehalt finden Sie auch in unseren Handelsblatt-Dossiers „So steigern Sie Ihr Gehalt“ und „Wir müssen reden!“ mit konkreten Argumentationshilfen für Ihr nächstes Jahresgespräch.

Mehr: Lohnerhöhung trotz Corona? So kann es gelingen.

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