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Handelsblatt-Umfrage Bis zu 300 Euro: So unterstützen die Dax-Konzerne das Homeoffice ihrer Mitarbeiter

Einige Unternehmen unterstützen die zunehmende Heimarbeit ihrer Mitarbeit auch finanziell. Doch die meisten geizen. Ein Überblick.
24.06.2021 - 12:22 Uhr Kommentieren
Einige Mitarbeiter arbeiten noch mit provisorischen Lösungen – doch viele sind bereits technisch gut ausgestattet. Quelle: dpa
Arbeiten am Wohnzimmertisch

Einige Mitarbeiter arbeiten noch mit provisorischen Lösungen – doch viele sind bereits technisch gut ausgestattet.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Dax-Konzerne erarbeiten gerade zwar Pläne, um ihre Mitarbeiter in die Büros zurückzuholen. Doch die Arbeit aus dem Homeoffice gehört zur neuen Normalität dazu.

So groß die Offenheit vieler Arbeitgeber zu mehr Flexibilität ist, so gering ist ihre Bereitschaft, die Mitarbeiter dabei auch finanziell zu unterstützen, etwa bei der Anschaffung von Extra-Monitoren oder ergonomischen Büromöbeln. Dabei können die Firmen mit der zunehmenden Heimarbeit auch Geld sparen, indem sie Büroflächen abmieten oder die Strom-, Druck- und Internetkosten auf die Mitarbeiter im Homeoffice abwälzen.

Einen finanziellen Zuschuss zum Homeoffice zahlt allein die Allianz, wie eine Handelsblatt-Abfrage der 30 Dax-Konzerne zeigt. Zu Beginn ihrer mobilen Arbeit erhielten alle Mitarbeiter der Assekuranz eine Einmalzahlung von bis zu 300 Euro brutto, das Angebot gilt weiterhin für neu hinzukommende Kollegen. Die Allianz unterstützt auch den Kauf eines ergonomischen Bürostuhls mit 150 Euro. „Das Angebot kommt sehr gut an“, heißt es aus der Münchener Zentrale.

Die anderen Firmen sind mit Zuschüssen geiziger. Bei den sechs Konzernen Adidas, BASF, Continental, Deutsche Börse sowie den Gesundheitskonzernen Fresenius und Fresenius Medical Care hatten die Mitarbeiter immerhin die Möglichkeit, während der Pandemie etwa den Monitor oder die Tastatur mit ins Homeoffice zu nehmen. Bei Adidas konnten die Beschäftigten zudem ihren Bürostuhl einpacken.

Fresenius und Fresenius Medical Care haben ihre Mitarbeiter zudem „bei Bedarf“ individuell unterstützt, beispielsweise in Kooperation mit einem Einrichtungspartner. Auch die Telekom hat in Zusammenarbeit mit einem Möbellieferanten Schreibtische und Bürostühle zu Mitarbeiterkonditionen angeboten.

Die Deutsche Wohnen gewährt keinen finanziellen Homeoffice-Zuschuss, verweist aber darauf, im vergangenen Jahr eine Corona-Prämie in Höhe von 1500 Euro an jeden Mitarbeiter gezahlt zu haben. Firmen hatten die Möglichkeit, ihre Beschäftigten bis zu einer solchen Summe steuerfrei für die Belastungen der Pandemie zu entschädigen.

Dauer-Homeoffice als „pandemiebedingte Ausnahmesituation“

MTU teilt mit, dass man zu Beginn der Krise „erheblich in die betriebliche Ausstattung zum mobilen Arbeiten investiert“ habe. „Eine finanzielle Unterstützung mit dem ausdrücklichen Fokus auf den Kreis der mobil arbeitenden Kollegen“ erfolge deshalb nicht.

Fünf weitere Dax-Konzerne, darunter BMW oder Heidelberg Cement, haben keinerlei Zusatzunterstützung gewährt. Das Dauer-Homeoffice war eine „pandemiebedingte Ausnahmesituation“, begründet etwa der Baustoffhersteller. Und Siemens Energy lässt mitteilen, dass ja die Möglichkeit bestünde, die Arbeitsgeräte auch außerhalb des Büros zu nutzen.

Neun weitere Firmen, etwa Daimler, Eon oder Vonovia, ließen die Frage nach Zuschüssen unbeantwortet. Auch in diesen Fällen ist nicht von einer finanziellen Unterstützung auszugehen, hätten sich die Firmen doch ansonsten damit gebrüstet.

Bayer, Covestro und die Deutsche Bank haben das Thema noch nicht abschließend entschieden oder befinden sich noch in Gesprächen mit Mitarbeitervertretungen. Für den Arbeitspsychologen Hannes Zacher hat ein Homeoffice-Zuschuss vor allem einen symbolischen Wert. „Unternehmen drücken damit aus, dass sie die neue Form des Arbeitens unterstützen.“

Falls Firmen diesen Zuschuss nicht zahlen, würden das Mitarbeiter allerdings nicht allzu negativ auslegen, meint der Experte der Universität Leipzig. „Die meisten Mitarbeiter sind schon technisch ausgestattet und auch bereit, einen Teil der heimischen Stromkosten für die Arbeit zu investieren.“

Mehr: Das ist der Fahrplan der Dax-Firmen zurück ins Büro.

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