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Hilfe nach Entlassung So gelingt es, eine Kündigung als Chance zu begreifen

Ein gutes Coaching unterstützt Entlassene dabei, neue Jobpfade für sich zu entdecken. Ein Berater erklärt, wie Outplacement funktioniert. Kerngedanke: Eine Kündigung kann auch eine Chance sein.
29.11.2020 - 08:25 Uhr Kommentieren
Eine Outplacement-Beratung unterstützt Entlassene gezielt für den Neustart: Im Gespräch werden Schwächen verarbeitet und Stärken herausgestellt. Quelle: Toa Heftiba /Unsplash
Coaching für den neuen Job

Eine Outplacement-Beratung unterstützt Entlassene gezielt für den Neustart: Im Gespräch werden Schwächen verarbeitet und Stärken herausgestellt.

(Foto: Toa Heftiba /Unsplash)

Düsseldorf Eine Kündigung als Chance verstehen – dieser Gedanke ist der Kern von Outplacement. Unter dem Begriff wird ein Coaching-Prozess verstanden, der Arbeitnehmern den Übergang aus der alten in eine neue Stelle erleichtert. Oft in ganz neuen Jobfeldern.

Wie oft Outplacement zum Einsatz kommt, sei schwer zu sagen, sagt Stephan Dahrendorf, Geschäftsführer bei der Hamburger Outplacementgesellschaft Inplace. „Meine Schätzung: in einem von zehn Trennungsfällen, überwiegend dort, wo eine neue Stelle für die ausscheidenden Mitarbeiter schwer zu finden ist.“

Oft setzen Firmen Outplacement als Instrument ein, um Rechtsstreitigkeiten nach Kündigungen zu vermeiden. Doch auch Privatpersonen können sich an Outplacement-Gesellschaften wenden, um neue Perspektiven auf ihre eigenen Kenntnisse zu gewinnen und nach Jobmöglichkeiten abseits des bisherigen Karrierepfads zu suchen.

Worauf also müssen sich Menschen, die im Outplacement beraten werden, einstellen – und was kann jeder andere Betroffene daraus lernen, dem selbst in der Krise eine Kündigung ins Haus steht?

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    1. Aus dem Rückblick für die Zukunft lernen

    „Die Beratung beinhaltet einen Rückblick auf den bisherigen beruflichen Werdegang“, sagt Inplace-Chef Dahrendorf.

    Outplacement-Beratung: Stephan Dahrendorf, Geschäftsführer der Inplace Personalmanagement GmbH, hat Tipps für den Karrierewechsel nach einer Entlassung. Quelle:  privat
    Outplacement-Beratung

    Stephan Dahrendorf, Geschäftsführer der Inplace Personalmanagement GmbH, hat Tipps für den Karrierewechsel nach einer Entlassung.

    (Foto:  privat)

    Wichtig dabei: Da die Teilnehmer in ihrer besonderen Position oft nur ihre Schwächen im Blick haben, geht es im Coaching darum, persönliche Stärken, Kompetenzen und Erfolgserlebnisse zu spiegeln.

    Wichtige Fragen sind:

    • Welche besonderen Projekte hat man Ihnen in der Vergangenheit übertragen und warum?
    • Mit welchen Fragen sind Kollegen zu Ihnen gekommen, wenn sie nicht mehr weiterwussten?
    • Welche Aufgaben sind Ihnen so leicht von der Hand gegangen, dass Sie sie immer zuerst erledigt haben?
    • Auf welche beruflichen Erfolge sind Sie stolz?

    Daraus entsteht ein „Flipchart voller Ideen“, wie Dahrendorf es nennt – „eine gute Basis, um herauszufinden, für welche Berufsbilder diese Kompetenzen relevant sind“.

    2. Auf die richtige Bewerbungsstrategie kommt es an

    In einem nächsten Schritt geht es um eine Bewerbungsstrategie, einen Lebenslauf, der das berufliche Wachstum darstellt, und ein Anschreiben, das die Perspektive des Recruiters unbedingt berücksichtigt. „Selbstverständlich ist es auch wichtig, das Xing- und LinkedIn-Profil zu aktualisieren“, sagt Dahrendorf.

    Worauf es hier ankommt:

    • Erfolge zeigen und einen roten Faden in den Lebenslauf bringen
    • den beruflichen Werdegang lückenlos mit jeweiliger Position darstellen
    • aktuelles Profil- und Bewerbungsfoto einstellen

    Bei Misserfolgen sollten Bewerber dem neuen Arbeitgeber stets klarmachen, was sie aus der jeweiligen Situation gelernt haben – etwa wenn es im Team mal gehakt hat oder ein Projekt nicht gut gelaufen ist. „Der neue Arbeitgeber braucht Offenheit, Transparenz und Ehrlichkeit, um so eine Prognose des Kandidaten für sein Unternehmen abgeben zu können“, sagt Experte Dahrendorf.

    3. Ein Karrierewechsel braucht Zeit

    Wer die Outplacement-Beratung in Anspruch nimmt, sollte Geduld mitbringen. Ziel ist es, dass die Teilnehmer am Ende mindestens zwischen zwei Stellen entscheiden können. Das hat den Vorteil, dass sie sich wirklich davon überzeugt haben, welcher Weg der richtige für sie ist. Das kann – je nach Auftrag – dauern, sagt Dahrendorf. „Auf sechs bis neun Monate sollte man sich einrichten, bis die neue Stelle gefunden ist“, weiß der Experte.

    Auch bei den jeweiligen Stellenangeboten sollte man keine riesigen Karrieresprünge erwarten, so Dahrendorf. „Wir bieten keine Stellen, die woanders nicht verfügbar wären, wir sind auch keine Headhunting-Agentur.“ Wohl aber tauschen sich Outplacement-Berater mit Personalvermittlern aus und geben Empfehlungen.

    Doch die Eigeninitiative ist mindestens genauso wichtig: „Nicht scheu sein, auf Menschen und Unternehmen zugehen, mit Freunden und Geschäftspartnern reden, um herauszufinden, wo Optionen bestehen“ – das kann Dahrendorf jedem empfehlen, der gerade auf der Suche nach einer neuen Position ist.

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