Hybrides Arbeiten: „Gewaltiges Thema für die Arbeitgeber“ – Start-ups entwickeln Möbel für das Homeoffice
Niao Wu und Jens Wöhrle bieten „Homeoffice as a Service“.
Foto: PRKöln. Die Hassliebe der Deutschen zum Homeoffice brachte Katharina Hamma auf eine Idee. „Der Trend ist unumkehrbar, alle definieren gerade ihren optimalen Arbeitsmix – doch die Möbel am Heimarbeitsplatz spotten oft noch jeder Beschreibung“, sagt die Kölnerin. „Hier rollt ein gewaltiges Thema auf die Arbeitgeber zu.“ Der Küchentisch mit Funzelleuchte könnte zum teuren Bumerang des New Work werden – über erhöhte Krankenstände.
So entdeckte Hamma mit 55 Jahren ihr Gründerinnen-Gen. Neun Jahre hatte sie die Geschäfte der Koelnmesse geführt. Seit Jahresbeginn betreibt sie Myhomice, eine Handelsplattform für ergonomische Möbel für den Heimarbeitsplatz. „Als ich sah, dass erste namhafte Hersteller anfingen, ihre Stühle im Einstiegssegment bei Amazon zu verkaufen, wurde mir der Bedarf klar. Und Branchenkontakte zu Herstellern und Händlern habe ich ja alle“, sagt Hamma. Leitmessen der Möbelbranche wie die IMM, Interzum oder Orgatec fielen in ihren Beritt.
Mit einem Gutscheinsystem will Hamma Firmen ermöglichen, ihren dezentral arbeitenden Kräften einen anständigen Heimarbeitsplatz einzurichten. Myhomice listet nur solche Möbel, Schallschutzlösungen und Lampen, die den Arbeitsschutzverordnungen entsprechen. Ein Ergonomieindex, angelehnt an Kriterien der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, kategorisiert alles in minimal, funktional oder optimal. Gut 20 Anbieter wie Living Chairs, Standsome oder Leuwico listen bereits rund 1.000 Produkte.