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Ingenieure im Automotive-Bereich Fahrzeugtechniker brauchen Soft-Skills

Die Aussichten für Ingenieure im Fahrzeugbereich sind gut, denn Autokonzerne stellen wieder ein. Doch Hochschulabsolventen dürfen sich nicht auf ihrem Fachwissen ausruhen. Praktische Erfahrung ist gefragt.
  • Miguel Zamorano
01.10.2013 - 06:55 Uhr 3 Kommentare
Fahrzeugtechniker sind gefragt. Bei ihnen sind praktische Erfahrungen und Teamfähigkeit besonders wichtig. Foto: reuters

Fahrzeugtechniker sind gefragt. Bei ihnen sind praktische Erfahrungen und Teamfähigkeit besonders wichtig. Foto: reuters

Köln Der Automobilhersteller Opel stellt Mitarbeiter ein. Bis Ende dieses Jahres will er 350 Ingenieure in seinen Entwicklungszentren in Rüsselsheim und Turin einsetzen. Der angeschlagene Autobauer möchte den Turnaround mit einer Modelloffensive forcieren. Auch BMW hat angekündigt, 2013 bis zu 1500 neue Mitarbeiter einzustellen. Das lässt voraussehen: Investition in Entwicklung und neues Autodesign sind der Trend. Oder anders gesagt: Es sind rosige Zeiten für Ingenieure im Fahrzeugbereich. Sie brauchen sich derzeit keine Sorgen auf dem Arbeitsmarkt zu machen. Hersteller, Zulieferer, Unternehmensberater – alle suchen nach neuen Mitarbeitern.

Der neueste Ingenieurmonitor des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI) rechnet vor, dass im Juli 2013 im Schnitt in den Ingenieurberufen 2,4 offene Stellen auf einen Arbeitslosen kamen. Von den derzeit 63.900 unbesetzten Ingenieursstellen entfielen ungefähr 18.100 auf Ingenieurberufe im Maschinenbau- und Fahrzeugbereich.

Rosige Zeiten für Ingenieure im Fahrzeugbereich. Laut VDI kamen im Juni 2,4 offene Stellen auf einen Arbeitslosen. Grafik: karriere.de

Rosige Zeiten für Ingenieure im Fahrzeugbereich. Laut VDI kamen im Juni 2,4 offene Stellen auf einen Arbeitslosen. Grafik: karriere.de

Auch der Handelsblatt Jobturbo weist eine hohe Anzahl von Stellenangeboten in diesem Bereich auf. Seit Juli 2012 haben Unternehmen aus der Automotive-Branche kontinuierlich Anzeigen für offene Ingenieursstellen geschaltet. Der Wert lag im Mai 2013 am höchsten. Für die vergangenen beiden Monate Juni und Juli gab es zwar einen leichten Rückgang, dennoch ist nicht davon auszugehen, dass sich die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt für Fahrzeugingenieure in absehbarer Zeit auflösen werden. Ein Blick auf den Ingenieurmonitor des VDI verrät auch warum: „Allen voran in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik übertraf das Stellenangebot im Monat Juli das Arbeitskräfteangebot um den Faktor 4,7“, schreibt der VDI. Und die Arbeitsagentur aus Nürnberg teilt mit, dass es vor allem in Westdeutschland einen Mangel an Mitarbeitern mit Hochschulqualifikation in der Fahrzeugtechnik gibt - die Besetzung gemeldeter Arbeitsstellen dauere überdurchschnittlich lange.

Aus Sicht des Autobauer-Experten Stefan Bratzel vom Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach ist das nicht verwunderlich. Laut einer Studie, die in Kürze veröffentlicht wird, werden die großen Hersteller weiterhin verstärkt nach Nachwuchskräften suchen müssen. „Vor allem für die Premiumhersteller bleibt das Thema neue Mitarbeiter eine konstante Herausforderung“, sagt Bratzel.

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    Die Arbeitsmarktlage für Einsteiger im Fahrzeugtechnikbereich ist also gut. Was nicht bedeutet, dass Hochschulabsolventen sofort genommen werden. „Bewerber sollten ein tiefes Fachwissen und praktische Erfahrung mitbringen“, sagt Personalberater Christian Richter von der Personalberatung select if aus Düsseldorf.

    Team- und Kommunikationsfähigkeit sind wichtig
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    3 Kommentare zu "Ingenieure im Automotive-Bereich: Fahrzeugtechniker brauchen Soft-Skills"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • .. mit Medien studiert.

    • Der Artikel suggeriert ein völlig falsches Bild der Situation.
      Die allermeisten Stellenausschreibungen sind Dummy-Ausschreibung hinten denen sich kein realer Arbeitsplatz verbirgt. Sie dienen nur dazu die Daten von Bewerben zu abzuernten.
      Daher sagt das Verhältnis Stellenausschreibungen/Anzahl arbeitsloser Ingenieure nichts aus.

      Jedem Bewerber sollte klar sein, daß es derzeit eine riesige Ingenieursschwemme gibt.
      Meines Erachtens gibt es derzeit zwei Wege als junger Mensch einen unbefristeten Vertrag beim eigentlichen Arbeitgeber (nix Verleihbude, nix Werkvertrag) zu erlangen:
      1. Duales Studium in einem Unternehmen. Wenn man sich nicht völlig dumm anstellt bekommt man das Studium finanziert und einen - wenn auch wohl zuhächst nur moderat vergüteten - unbefristeten Arbeitsvertrag ohne Verleihbude dazwischen im Anschluß.
      2. Vitamin B. Da reicht es nicht mal eben jemanden auf der Arbeitsebene oder ein- zwei- Ebenen darüber lose zu kennen um "reinzukommen". Zumindest nicht bei den größeren Unternehmen der Automobilbranche, die ich so kenne.
      Frühzeitig Kontakte über den Lehrstuhl zu knüpfen kann auch Gold wert sein. Da kennt man dann die Leute in den Fachabteilungen direkt und wenn's geht auch direkt einen Hauptabteilungleiter.
      Eine Bewerbung über die Personalabteilung direkt hat eine Filterquote nahe 100% - egal wie der Lebenslauf aussieht bzw. was für tolle Kompetenzen man mitbringt. Personaler wissen eigentlich nie welche Leute in einem Unternehmen wirklich gebraucht werden.

      Da ich keinen der beiden aufgezeigten Wege gegangen bin/gehen konnte würde ich in der heutigen Situation wohl auch auswandern müssen. Zielländer sind da meist das europäische nicht-EU Ausland, OZ, Canada, evtl. auch USA.

      Hier war neulich mal ein Artikel verlinkt in dem es hieß, daß sich die Anzahl der Hochschulabsolventen in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt hat - von etwa 200k/Jahr auf 400k/Jahr. Der Trend wird in den MINT-Fächern ähnlich gewesen sein - die haben ja nicht alle irgendwas

    • Weit über 90 Prozent der Stellenangebote werden von Dienstleistern angeboten, viele dabei sind nur Werbung für diese Sklaventreiber!
      Der VDI ist ein Schnarchnasen-Verband ohne Rückgrat...

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