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Konzernführung Der Frauenanteil in Vorständen steigt weltweit nur langsam

Die Zahl von weiblichen Führungskräften bei den größten Konzernen der Welt stagniert. Am weitesten sind Neuseeland und Frankreich, zeigt eine Studie.
09.12.2020 - 10:01 Uhr 1 Kommentar
Die Zahl der Frauen im Vorstand von Großkonzernen nimmt nur langsam zu. Quelle: picture-alliance / beyond/Alessa
Frauen im Spitzenmanagement

Die Zahl der Frauen im Vorstand von Großkonzernen nimmt nur langsam zu.

(Foto: picture-alliance / beyond/Alessa)

Düsseldorf Noch immer sind die größten Unternehmen der Welt fest in Männerhand. Eine aktuelle Auswertung der Personalberatung Egon Zehnder zeigt, dass derzeit nicht mal ein Viertel der Vorstandspositionen von insgesamt 1685 börsennotierten Unternehmen wie Amazon, Deutsche Bank oder Samsung von Frauen besetzt ist.

Seit 2004 ermittelt der „Global Board Diversity Tracker“ alle zwei Jahre in insgesamt 44 Ländern den Status quo in Sachen Vorstandsvielfalt in den jeweils größten Konzernen. Die neunte Analyse ergab zwar eine leichte Steigerung von durchschnittlich 20,4 Prozent im Jahr 2018 auf aktuell 23,3 Prozent.

„Doch damit kann man nicht zufrieden sein“, sagt Hanns Goeldel, Deutschlandchef von Egon Zehnder. Denn in jedem zehnten der untersuchten Unternehmen finde sich noch immer keine einzige Vorständin. Den größten Erfolg auf dem Weg zur Geschlechterparität verzeichnen Neuseeland und Frankreich. Dort sind 45,5 beziehungsweise 43,8 Prozent der Vorstände inzwischen weiblich. Auf Platz drei folgt Norwegen mit 39,1 Prozent.

Schlusslicht im Ländervergleich ist kaum überraschend Saudi-Arabien mit 2,6 Prozent. Im erzkonservativen Königreich am Persischen Golf feierten Frauen es erst 2018 als Erfolg, erstmals selbst Auto fahren zu dürfen.

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    Deutschland liegt im weltweiten Vergleich mit leicht überdurchschnittlichen 27,3 Prozent auf Platz 19. Damit bleibt die Bundesrepublik aber in Westeuropa, wo insgesamt bereits ein knappes Drittel der Vorstände in den größten Unternehmen weiblich ist, unter dem Durchschnitt von 32 Prozent – allen gesetzlichen Auflagen, einzelnen Initiativen von Arbeitgebern und der großen öffentlichen Aufmerksamkeit zum Trotz.

    Warum es trotz allem weltweit nur so schleppend vorangeht bei Sachen Geschlechtergerechtigkeit an der Firmenspitze, begründet Headhunter Goeldel mit den ausgeprägten Beharrungskräften in großen Organisationen. Ob Änderungen von Einstellungs- oder Beförderungsprozessen oder die bewusste Öffnung für neue Perspektiven und Einflüsse durch weibliche Kandidatinnen: Der Wandel falle Managern schwer, die oft „in einer anderen Zeit groß geworden sind“ und an Gewohntem festhielten. Da sei ein staatlicher Impuls notwendig.

    Ohne gesetzliche Frauenquote geht es nicht

    Mit Blick auf Deutschland sagt der Manager: „Ich hätte mir gewünscht, dass es ohne gesetzliche Frauenquote für Vorstandsgremien geht, aber nun muss es wohl sein.“ Die neuen Regelungen für das sogenannte Zweite Führungspositionen-Gesetz (FüPoG), auf das sich die Regierungsparteien jüngst verständigt haben, sehen erstmals verbindliche Vorgaben für mehr Frauen in Vorständen vor.

    In der Geschäftsleitung börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern soll mindestens eines davon künftig eine Frau sein. Auch wenn von dieser Vorschrift höchstens 100 Unternehmen im Dax und MDax betroffen sind, „dürfte von dieser Gesetzesnovelle eine starke Signalwirkung ausgehen“, ist Goeldel überzeugt. Ähnliche Wirkung habe schon die gesetzliche Quote für Aufsichtsrätinnen gezeigt.  

    Mehr: Gesetzliche Frauenquote bringt Konzerne in Bedrängnis.

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