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Krankenkasse warnt vor Missbrauch Doping im Job wird zur neuen Gefahr

Weiter, besser, mehr: Der Leistungsdruck in deutschen Büros steigt – und Berufstätige reagieren mit Doping. Die Krankenkasse DAK stellt den wachsenden Missbrauch von Medikamenten fest. Ein gefährlicher Trend.
17.03.2015 - 12:34 Uhr 2 Kommentare

Doping im Job? Aus Angst - nicht zur Selbstoptimierung

Berlin/Düsseldorf Doping betreiben nur Spitzensportler? Weit gefehlt. Der am Dienstag veröffentlichte Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK zeigt einen gefährlichen Trend im Büroalltag auf. Knapp drei Millionen Menschen nehmen in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente, um im Beruf mehr leisten zu können. Beunruhigend ist dabei nicht die absolute Zahl derjenigen, die sich für den Job dopen. Es ist der deutliche Anstieg, der alarmiert.

Innerhalb von nur sechs Jahren stieg der Anteil von Arbeitnehmern, die sich künstlich aufputschen, um zwei Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. „Auch wenn Doping im Job in Deutschland noch kein Massenphänomen ist, sind diese Ergebnisse ein Alarmsignal“, erklärte DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher bei der Vorstellung der Studie. Mittel der Wahl sind überwiegend leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Substanzen, die zur Behandlung von Demenz, Depressionen oder Aufmerksamkeits- und Schlafstörungen vorgesehen sind.

Laut Krankenkasse ist die Dunkelziffer noch deutlich höher, von bis zu zwölf Prozent ist die Rede. Mehr leisten, länger durchhalten, klarer denken – die Motivation für das „Hirndoping“ ist auf den ersten Blick gleich dem Effekt im Sport. Und auch die Motivation dahinter lässt sich auf ähnlich komplexe Wirkungsgefüge zurückführen.

Arzneimitteldaten von 2,6 Millionen Versicherten hat die DAK ausgewertet, dazu 5000 Berufstätige explizit befragt. Die Gründe für den Griff zum Medikament: Leistungsdruck, Stress, Überlastung. Vier von zehn Dopern gaben demnach an, bei konkreten Anlässen wie Präsentationen oder wichtigen Verhandlungen Medikamente zu schlucken.

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    2 Kommentare zu "Krankenkasse warnt vor Missbrauch: Doping im Job wird zur neuen Gefahr "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nichts geht mehr im so genannten Dienstleistungssektor. in den Büros herrscht Bürokratie. Die so genannten Führungskräfte sind nur mit sich selbst beschäftigt - und massiv überfordert.

      Leistungsdruck? Doch welche Leistung wird erbracht? Staat Mehrwert wird Minderwert geschaffen, die Lebensqualität geht nach unten.

      Viele so genannte Dienstleister würden besser dicht machen, wäre besser für die Gesellschaft und Wirtschaft.

    • Wundert mich nicht, bei den heutigen Führungskräften. Das Handelsblatt selbst hatte doch gestern erst einen entsprechenden Artikel veröffentlicht über schlechte Führungskräfte.
      Schlucke selbst seit geraumer Zeit Psychopharmaka um die blödsinningen Entscheidungen meiner Führungskraft überhaupt noch ertragen zu können. Gruppenleitung hat keine Ahnung von der Materie und ist beratungsresistent und die Abteilungsleitung will sich damit nicht beschäftigen.
      Also woher soll es kommen?!?!?!?

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