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BDI Männer unter sich

Frauenquote in Eigenregie? Die vom Bundesverband der Deutschen Industrie proklamierte „freiwillige Selbstverpflichtung“ scheint in der eigenen Organisation eher unterzugehen, wie sich beim Tag der Deutschen Industrie offenbarte.
04.11.2015 - 11:21 Uhr Kommentieren
Beim Tag der Deutschen Industrie war die Bühne mit einer Ausnahme nur Männern vorbehalten. Quelle: dpa
Entscheider beim Austausch

Beim Tag der Deutschen Industrie war die Bühne mit einer Ausnahme nur Männern vorbehalten.

(Foto: dpa)

Wenn die Sprache auf das Thema Frauenquote kommt, plädiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stets für eine freiwillige Selbstverpflichtung.  Die Unternehmen hätten doch schon selbst ein großes Interesse daran, bei der Besetzung ihrer Führungsposten auch Frauen zu berücksichtigen. Die Politik soll die private Wirtschaft mal machen lassen, alles eine Frage der Zeit. 

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.

Wie gut das mit der freiwilligen Selbstverpflichtung klappt, zeigt der BDI am Dienstag beim großen Tag der Deutschen Industrie (TDI), einem Event, zu dem der Verband laut eigenen Angaben „rund 1.200 hochrangige Gäste aus Wirtschaft und Politik“ erwartet. Der TDI ist ohne Zweifel ein wichtiges Event für die Branche, von ihm können neue Impulse ausgehen. Das Leitthema in diesem Jahr: Deutschland 2030. 

Zum Thema äußern sollen sich aber mit einer Ausnahme nur Männer. Die Frauenquote beim TDI liegt bei acht Prozent, die einzige weibliche Rednerin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nur am Morgen tauschen sich immerhin zwei Frauen bei einem „Frühstück“ aus. Jedoch: Erst danach will BDI-Chef Ulrich Grillo das Publikum begrüßen. Für den Rest des Tages bleiben die Männer dann lieber wieder unter sich. Der BDI hat das schon mal besser hinbekommen mit der faireren Verteilung der Redezeit. Im Vorjahr war neben Merkel immerhin noch eine weitere Frau als Rednerin im Hauptteil der Veranstaltung. 2013 gab es insgesamt sogar drei weibliche Teilnehmer. Lieber BDI, es mangelt doch nicht an Frauen, die interessante Reden schwingen oder sich an Diskussionen beteiligen könnten.  Warum lädt man die nicht auch ein? 

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    Es wäre prima, wenn das mit der freiwilligen Selbstverpflichtung klappen würde. Keinem Unternehmen sollte aufgezwungen werden, wen er einstellen soll, vor allem nicht in der Chefetage. Dass es aber nicht immer klappt mit der Freiwilligkeit, zeigen Veranstaltungen wie diese. Denn die Organisatoren des TDI sind ja nicht die einzigen, auf deren Bühnen die Männer unter sich bleiben. 

    Große Wirtschaftsevents senden immer auch ein Signal in die Branche, das sollten die Veranstalter bei der Wahl der Redner berücksichtigen - auch wenn das oft mehr Arbeit bedeutet. 

    Die Autorin ist Korrespondentin in Berlin. Sie erreichen sie unter: [email protected] 

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