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Arbeitsunfall Versicherung muss nicht alles zahlen

Die gesetzliche Unfallversicherung kann Leistungen versagen, wenn sich ein Autofahrer grob verkehrswidrig verhalten hat.

Ein Frankfurter versuchte morgens auf dem Weg zur Arbeit, vor einer Bergkuppe eine Fahrzeugkolonne zu überholen. Das Vorhaben endete katastrophal, sein Auto kollidierte mit einem entgegenkommenden Wagen. Dessen Fahrerin und er selbst wurden schwer verletzt. Obwohl sich der Unfall auf dem Weg zur Arbeit ereignete, sah sich die gesetzliche Unfallversicherung aus der Pflicht. Bei "grob verkehrswidriger und rücksichtsloser Fahrweise" entfalle der Unfallschutz.

Das Bundessozialgericht sah das anders und stellte klar, der Crash sei als Arbeitsunfall zu werten. Die Versicherung zahlte daraufhin die Arztkosten, verweigerte dem Raser aber weiter die Verletztenrente. Zu Recht, entschied das Hessische Landessozialgericht (L 3 U 99/05). Die Versicherung dürfe Leistungen teilweise versagen, wenn es durch gefährliche Raserei zu dem Unfall kam.

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