Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gutachten bescheinigt keine Aussicht auf Besserung Kündigung von Langzeitkranken ist zulässig

Ist ein Arbeitnehmer lange Zeit ununterbrochen krank und besteht keine Aussicht auf Genesung, dann darf ihm gekündigt werden.

HB FRANKFURT/M. Dieses grundsätzliche Urteil fällte das Arbeitsgericht Frankfurt/Main. Die Richter wiesen damit die Klage einer Altenpflegerin gegen einen Wohlfahrtsverband ab und bestätigten die Kündigung der Frau (AZ 9 Ca 3506 02).

Die Arbeitnehmerin hatte in Folge massiver psychischer Beschwerden seit Mai 2001 ununterbrochen an ihrer Arbeitsstelle gefehlt. Ein ärztliches Gutachten ergab, dass auch in den kommenden zwei Jahren nicht mit einer Genesung gerechnet werden könne.

Laut Urteil ist die Kündigung eines Langzeitkranken zwar nicht grundsätzlich zulässig. In diesem Fall sei es aber dem beklagten Verband nicht zumutbar, die Stelle der Arbeitnehmerin länger als zwei Jahre mit befristeten Aushilfen besetzen zu müssen. Die Gerichtsvorsitzende erinnerte an den Charakter des Arbeitsverhältnisses als "Austauschverhältnis", das durch eine derart lange Krankheit ohne Aussicht auf Besserung erheblich gestört sei.

Startseite
Serviceangebote