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JobTV 24 Karriere in TV-Häppchen

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Ästhetisch ist das nicht besonders glücklich gelöst. Ohnehin deutet die Anmutung des Senders noch sehr auf Anfang hin: backsteingemauertes Ambiente, helle Holzmöbel, die auch von Ikea sein könnten und dazwischen die blau schimmernden Flachbildschirme der Netzreporter. Dazu kommen die nicht leicht zugänglichen Themen. Fernsehen und Arbeitsmarkt sind keine natürlichen Verbündeten. Arbeitsmarkt ist eine spröde Materie. Die Macher werden selbst wissen, dass sie mit ihrem Programm das Fernsehen nicht grade neu erfunden haben. Stellenweise geraten die Gespräche und Moderationen auch nicht spannender als im Flur des Arbeitsamts zu warten.

Aufgeteilt hat „JobTV24“ sein Programm in vier Programmblöcke für vier Zielgruppen: Starters Club, Karriere-Lounge, Gründerwerkstatt, Jobfabrik. Auch die Internet-Webseite » www.jobtv24.de ist über diese vier Programmblöcke erschlossen und eröffnet den Zugang zu vielen spezifischen und praktischen Informationen. Tipps und Tricks, Hinweise auf Studien, Grundwissen über Mini-Jobs oder über Strategien zur Berufswahl werden hier zur Verfügung gestellt. Die meisten dieser Info-Angebote sind kostenlos. Wer sich aber etwa über Bewerbungsfragen von Psychologe und Coach Jürgen Hesse nicht nur in kleinen Vier-Minuten- Statements im TV beraten lassen möchte, sondern seine individuelle Bewerbung vom Berliner Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader gegen checken lassen möchte, muss dafür bezahlen. Auch Angebote in Rechts- oder Finanzberatung sind kostenpflichtig.

Vier Zielgruppen hat „JobTV24“ im Auge. Der „Starters Club“ wendet sich vor allem an Schüler und Berufseinsteiger, stellt Ausbildungsberufe vor, zeigt, wie man sich bewirbt oder welche Regeln beim Assessment Center gelten. Zum Beispiel informiert in einem Gespräch mit Katharina Höhn vom Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft über das neue Berufsbild „Kaufmann für Versicherung und Finanzen“, das ab August 2006 in Kraft tritt.

„Karriere-Lounge“ heißt der Sendeblock, der sich an Studenten sowie an Fach- und Führungskräfte richtet. Hier ist zum Beispiel zu erfahren, wie jemand aus einem technischen Beruf in der freien Wirtschaft sich in einen Fachkundelehrer verwandeln kann. Oder welche Wege Berufswechslern für eine Karriere in der Wellness- und Fitnessbranche möglich sind. Auch allgemeine Themen kommen zur Sprache, etwa wie man sich mit der Abschlussarbeit bewirbt oder was professionelles recruiting ist. Die „Gründerwerkstatt“ wiederum richtet sich an Leute, die mit einer Geschäftsidee auf den Markt und ein Unternehmen gründen wollen. Ihnen will „JobTV24“ das nötige Know-how liefern, bietet Unterstützung bei Business- und Finanzierungskonzepten. Über die Chancen als freier Handelsvertreter in der Versicherungsbranche wird hier ebenso geredet wie über den richtigen Gebrauch des Gründerfachvokabulars.

Zentraler Programmblock ist die „Jobfabrik“. Hier stellt „JobTV24“ Initiativen vor wie etwa jene Jobbörse aus Südthüringen, für die sich die Arbeitsverwaltung Suhl so sehr engagiert. Der Arbeitgeber Kirche hat sich hier schon ebenso präsentiert wie das Info- und Jobportal Ingenieurweb. de. Stellenangebote aus dem Ausland kann man hier ebenso finden wie Ratschlag zu Bewerbung und Vorstellungsgespräch. Wer sich auf die angebotenen Internetlinks einlässt, kann sich sogar von einer kleinen Typologie der Neurosen von Chefs, von narzisstisch bis depressiv, auf den nächsten Job vorbereiten lassen.

Insgesamt hört sich das Programm umfangreicher an, als es derzeit tatsächlich ist. „JobTV24“ hat klein angefangen, etwa 20 Mitarbeiter sind zurzeit beschäftigt. Schwarze Zahlen erwartet Rainer Zugehör Ende 2007. Täglich neu produziert wird ein Programm von einer Stunde, das in Schleifen ausgestrahlt wird. Finanziert wird das Programm mit Werbung und Stellenanzeigen. Demnächst soll auch ein kostenpflichtiger „Premium“-Teil hinzukommen, der Interessenten mit individuell ausgerichteten Informationen versorgt.

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