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JobTV 24 Karriere in TV-Häppchen

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Die Grundfinanzierung des Senders stammt von privaten Investoren und Risiko-Kapital-Firmen. Rainer Zugehör ist größter Einzelinvestor, 25 Prozent der Anteile hält eine Beteiligungsgesellschaft um Roland Metzger, den ehemaligen Chef der Internet-Jobbörse Jobpilot. Zugänglich ist „JobTV24“ zunächst vor allem über den Satelliten Astra, dort wird es von 9.30 bis 17.30 ausgestrahlt. Über das Internetportal sind alle einzelnen Videos abrufbar. Das attraktive Kabelnetz ist für den Sender vielfach noch nicht zugänglich. Vier Stunden werden täglich in das regionale Netz „bw family“ in Baden-Württemberg eingespeist. Kleine Zeitkontingente hat der Sender auch bei rheinmaintv in Hessen und in Teilen des Kabelnetzes in Hamburg.

Trotz begrenzter Senderreichweite sieht Rainer Zugehör die Entwicklung positiv. Verhandlungen mit anderen Kabelnetzbetreibern laufen, die Zahl der Stellenanzeigen nimmt zu, die Zahl der Anfragen auch. Der Sender hat interessante Kooperationen mit für den gehobenen Stellenmarkt wichtigen Blättern wie der „Zeit“ oder der „Süddeutschen Zeitung“. „JobTV24“ übernimmt von dort die Anzeigen.

Demnächst soll auch das fernsehspezifische Know-how des Senders ausgebaut werden. Zusätzlich zu den Gesprächen sollen dann auch kleine Reportagen eingespielt werden. Das entspricht einem allgemeinen Medientrend. Im Netz werden derzeit generell häufiger kurze Videos platziert. Mit Handy- TV finden sich dafür vielleicht auch Zuschauer.

Ohnehin ist der interessanteste Aspekt die Kombination des Fernsehens mit dem Internet. Wie andere vergleichbare kleine Spartensender gehört auch „JobTV24“ zu den Vorboten des digitalen Fernsehens. Sein Programm ist eine Art Probelauf für das volldigitale TV. Das wird ab etwa 2010 den Zuschauern eine radikale Vermehrung von Kanälen und den Fernsehmachern sehr billige Produktionskosten bescheren. Sender wie „JobTV24“ werden darauf vorbereitet sein. Sie werden schon passende Sendeformen auf ihrem speziellen Gebiet ausprobiert und optimiert haben – wenn sie finanziell so lange durchhalten.

Das geht freilich nur, wenn die Kosten niedrig bleiben. Deshalb greift „JobTV24“ speziell mit seinen Links im Internet auch ungeniert auf öffentliche Angebote im Netz zurück, wie etwa die Kulturserver der Länder oder die Webseiten der Arbeitsagenturen. Die kann jedermann auch so leicht finden. Aber vielleicht macht gerade die Bündelung des Zugangs das Besondere an „JobTV24“ aus. Den Arbeitssuchenden dürfte es ohnehin egal sein, wie und auf welchem Wege ihnen Zugänge zum Stellenmarkt eröffnet werden oder wie sie an relevante Informationen herankommen.

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