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Kooperationen Unternehmen und Unis Hand in Hand

Die Kooperationen zwischen Universitäten und Unternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden, beide Seiten wollen gegenseitig von Forschung und Entwicklung profitieren, Lehre und Weiterbildung stärken. Und doch müssen beide Seiten noch dazulernen, denn bei allen Projekten stellt sich immer die Frage nach der Qualität der Zusammenarbeit.
  • Kerstin Schneider und Monica V. Wysocki
Die Luxusmarke Rolls Royce hat weltweit 29 universitäre Technologiezentren gegründet, sie ist der Vorreiter unter den Unternehmen, wenn es um die Kooperation mit Hochschulen geht. Quelle: Reuters

Die Luxusmarke Rolls Royce hat weltweit 29 universitäre Technologiezentren gegründet, sie ist der Vorreiter unter den Unternehmen, wenn es um die Kooperation mit Hochschulen geht.

(Foto: Reuters)

BERLIN/DÜSSELDORF. Rolls-Royce ist einer der Vorreiter unter den Unternehmen, wenn es um die Kooperationen mit Hochschulen geht. Der Triebwerkshersteller hat weltweit sage und schreibe 29 universitäre Technologiezentren (UTC) gegründet – vier davon in Deutschland. „Wir bringen in den UTCs das Beste aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen“, sagt Norbert Arndt, Geschäftsführer Engineering von Rolls-Royce Deutschland. Sein Unternehmen wolle mit Hilfe der Forschungspartner die eigene Forschung vorantreiben“, sagt Arndt und benennt damit einen Grund für das Engagement von Rolls-Royce.

Auf der anderen Seite hat Hans-Jörg Bauer, Leiter des Instituts für Thermische Strömungsmaschinen am UTC Karlsruhe, ebenfalls gute Erfahrungen mit Rolls-Royce gesammelt. Über die Finanzierung mit öffentlichen Forschungsprogrammen und die Förderung des Triebwerksherstellers werden dort unter anderem 15 Doktorandenstellen finanziert. „Das Technologiezentrum verknüpft die Entwicklung von marktfähigen Produkten und die Grundlagenforschung besser als vorher“, sagt Bauer. Zudem habe sich der internationale Austausch durch die Zusammenarbeit mit den britischen Zentren von Rolls-Royce intensiviert. Nicht einmal die Wirtschaftskrise habe Spuren hinterlassen. Bislang gebe es keine Ausgabenkürzungen, abgesehen von den Reisebudgets.

Rolls-Royce und UTC Karlsruhe sind keine Einzelfälle. Ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren sind die Projekte, bei denen Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand gehen, wie Pilze aus dem Boden geschossen. Gleich ob es um die Medizin- oder Pharmabranche, Energieunternehmen oder Autohersteller geht: Beide Seiten wollen gegenseitig von Forschung und Entwicklung profitieren, Lehre und Weiterbildung stärken. Nicht zu vergessen: Durch die Projektarbeit haben schon viele hochqualifizierte Studenten einen guten Job bei einer der Firmen gefunden.

Doch bei all diesen Projekten stellt sich immer auch die Frage nach der Qualität der Zusammenarbeit. Für Rolls-Royce-Mann Arndt ist klar: „Merkmal erfolgreicher Initiativen ist die langfristige Bindung von Unternehmen und Hochschule“. Die Entscheidung dafür hänge immer davon ab, welche Kernkompetenz die Universität anbieten könne; jede Universität habe andere Forschungsschwerpunkte, sagt Arndt.

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