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Nach dauerhafter Arbeit am PC Sehnenscheidenentzündung gilt als Berufskrankheit

Eine Sehnenscheidenentzündung wegen dauerhafter Arbeit am PC ist einem Urteil zufolge als Berufskrankheit einzustufen. Die Richter beriefen sich bei ihrem Urteil auf medizinische Studien.

HB GÖTTINGEN. Das Verwaltungsgericht Göttingen gab einer Beamtin Recht, die zuletzt 90 Prozent ihrer Dienstzeit am Computer gearbeitet hatte. Die dienstlichen Aufgaben der Beamtin seien mit einer "hohen Wahrscheinlichkeit für den Eintritt von Sehnenscheidenentzündungen der rechten Hand" verantwortlich gewesen, hieß es in dem am Montag bekannt gewordenen Urteil.

Die Göttinger Richter beriefen sich bei ihrer Entscheidung auf Studien, wonach bei an Computer-Bildschirmen Beschäftigten Störungen im Hand-Arm-Bereich wie Sehnenscheidenentzündungen sieben bis zwölf Mal häufiger vorkommen als bei der Gesamtbevölkerung. Besonders beim Doppelklick mit der Computermaus habe die Klägerin "kurzzyklische, repetitive, feinmotorische Handtätigkeiten mit hoher Bewegungsfrequenz" bei ungünstiger Stellung des Handgelenks ausführen müssen. Die Beamtin war erstmals Anfang 2003 an einer Sehnenscheidenentzündung erkrankt. Seit Mai 2005 kann sie wegen der Erkrankung ihren Beruf nicht mehr durchgängig ausüben.

Aktenzeichen: Verwaltungsgericht Göttingen 3 A 38/05

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