Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Umfrage Mehr Manager mit Erschöpfungssyndrom

Immer mehr Führungskräfte leiden nach einer neuen Untersuchung am so genannten Burn-out-Syndrom. Fast jeder zweite leitende Mitarbeiter ist davon betroffen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu Studien in den neunziger Jahren.
Stress: Immer mehr Manager weisen Zeichen von Erschöpfung auf. Foto: dpa Quelle: dpa

Stress: Immer mehr Manager weisen Zeichen von Erschöpfung auf. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB HAMBURG. 45 Prozent der Manager weisen nach eigenen Angaben Zeichen von Erschöpfung auf. Das geht aus 10 000 Interviews hervor, die die Freiburger Unternehmensberatung Saaman in den vergangenen fünf Jahren mit Managern durchgeführt hat. Einen derartig hohen Anteil habe man vor zehn oder zwanzig Jahren nicht beobachten können, erklärte Firmenchef Wolfgang Saaman.

Die Analyse zeige allerdings auch, dass die meisten betroffenen Führungskräfte sich in Anfangstadien befinden. Der Personal-Experte teilt das Burn-out-Syndrom in fünf Stufen ein.

Demnach bewegen sich 60 Prozent der Manager, die Symptome aufweisen, auf den Stufen 1 (Warnsymptome) und 2 (reduziertes Engagement) sowie 30 Prozent auf den Stufen 3 (Schuldzuweisung als emotionale Reaktion) und 4 (Abbau von Leistung). Nur bei einer geringen Anzahl von Führungskräften wird das Burn-out-Syndrom zum schweren seelischen Krisenfall (Stufe 5), aber auch diese sind laut Saaman immer häufiger zu beobachten.

Als Grund für die Entwicklung nennt Saaman unter anderem den höheren Leistungsdruck. Die meisten Manager seien sich des Burn-out-Syndroms nicht bewusst. „Die meisten handeln nach der Devise, was nicht sein darf, ist einfach nicht“, sagte Saaman.

Saaman rät betroffenen Managern, sich Ventile zu schaffen. „Manchmal muss man auch mal toben oder eine Zeitung zerreißen, bevor man innerlich implodiert“, sagte er. Viele Führungskräfte würden ihren beruflichen Stress auf das Privatleben übertragen, was aber falsch sei.

Startseite
Serviceangebote