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Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts Bei Krankheit kann Arbeitsplatz wegrationalisiert werden

Ist ein Mitareiter über längere Zeit krank, dann muss das Unternehmen nicht auf Umstrukturierungen verzichten. Fällt in diesem Rahmen sein Arbeitsplatz weg, so ist eine betriebsbedingte Kündigung zulässig.

HB FRANKFURT/MAIN. Das hat das hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt in einem am Dienstag bekannt gewordenen Grundsatzurteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage eines Niederlassungsleiters gegen ein Verlagsunternehmen zurück und erklärten dessen Kündigung für zulässig.

Der Arbeitnehmer war rund ein Jahr krankgeschrieben. Als er nach seiner Genesung an seinen Arbeitsplatz zurückkehren wollte, erhielt er stattdessen die betriebsbedingte Kündigung. Die Firma hatte die lange Abwesenheit des Mannes zum Anlass für eine größere Umorganisation genommen, bei der sein Abteilungsleiter-Posten weg gefallen war. Laut Urteil war diese Umorganisation im Rahmen der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit nachvollziehbar und zulässig. Weil es auch keinen gleichwertigen Ersatzarbeitsplatz gegeben habe, sei die betriebsbedingte Kündigung, die sich auf Grund der Krankheit des Arbeitnehmers ergeben habe, zulässig, urteilten die Richter.

Az.: 14 Sa 981/04

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