Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zurückgezahltes Geld bleibt beim Arbeitgeber Bei Verdacht auf Diebstahl darf der Arbeitgeber mit Kündigung drohen

Ein Arbeitgeber darf mit Kündigung und Strafanzeige drohen, um einen Mitarbeiter zum Geständnis eines Diebstahls zu bringen.

HB MAINZ. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil (Az.: 4 Sa 1161/03). Eine solche Drohung sei nicht widerrechtlich und ein Geständnis daher nachträglich auch nicht anfechtbar.

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage des Ehemannes einer Verkäuferin ab. Die Frau hatte ihrem Arbeitgeber gestanden, 5 000 Euro in Teilsummen aus der Kasse entnommen zu haben. Zuvor hatte ihr der Arbeitgeber mit Strafanzeige und Kündigung gedroht. Die Frau zahlte den Schaden zurück. Das Geld dafür hatte sie von ihrem Ehemann erhalten

.

Dieser forderte nun das Geld mit der Begründung zurück, der Arbeitgeber habe das Geständnis widerrechtlich erpresst. Daher sei es anfechtbar. Das LAG teilte diese Auffassung jedoch nicht. Denn der Arbeitgeber habe nicht „ins Blaue hinein“, sondern auf Grund eines begründeten Verdachts die Verkäuferin unter Druck gesetzt.

Startseite
Serviceangebote