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Puzzle-Frage Wie schwer ist Manhattan?

Mit so genannten Puzzle-Frage wollen Personaler Ihre Kreativität testen. Nicht allein die Lösung zählt - sondern auch der Weg dorthin. Wie Bewerber mit solchen Fragen umgehen sollten. Ein Beispiel.
10.10.2011 - 15:16 Uhr Kommentieren
New Yorker Skyline: Wie schwer Manhattan wirklich ist, vermag niemand zu sagen. Quelle: dapd

New Yorker Skyline: Wie schwer Manhattan wirklich ist, vermag niemand zu sagen.

(Foto: dapd)

Wann haben Sie sich das letzte Mal gewogen? Das eigene Körpergewicht zu messen ist einfach. Sie stellen sich auf eine Waage und schon wird das Gewicht angezeigt. Wie aber kann man das Gewicht von großen Denkmälern, Inseln oder einer gesamten Stadt messen oder besser gesagt schätzen? Sehen Sie selbst, es ist leichter als gedacht.

Zuerst scheint es unmöglich, ein Gewicht zu bestimmen. Bei diesem Brainteaser kommt es mehr darauf an, einen kreativen Lösungsansatz zu finden, als ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen. Überlegen Sie sich zunächst, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen und im wahrsten Sinne des Wortes ins Gewicht fallen. Sie denken bestimmt an die Menschen, die in Manhattan leben und arbeiten, an die Gebäude und Verkehrsmittel wie Autos, Subway, Busse, die Eisenbahn etc. Der schwerwiegendste Faktor ist jedoch ein anderer: Das Gewicht des Untergrundes.

Vielleicht waren Sie schon einmal dort und wissen, dass Manhattan von Norden nach Süden aus ca. 200 Streets besteht. Angenommen zwischen jeder Street befindet sich ein Häuserblock, der etwa 75 Meter lang ist, so erhält man für die Länge von Manhattan einen Wert von 15 Kilometern. Von Osten nach Westen teilt sich Manhattan in zwölf Avenues auf, zwischen denen sich jeweils 330 Meter lange Häuser befinden. Manhattan ist also vier Kilometer breit.

Multipliziert man die Länge mit der Breite, ergibt sich für die Grundfläche von Manhattan ein Wert von 60 km². Im zweiten Schritt müssen Sie noch die Tiefe berücksichtigen. Sie könnten zum Beispiel annehmen, dass Manhattan genau einen Kilometer tief ist. Natürlich ist dies eine willkürliche Annahme. Das Volumen Manhattans beliefe sich nach dieser Schätzung auf 60 km³.

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    Das Gewicht wird im dritten Schritt errechnet. Da man weiß, dass Manhattan aus Granit besteht, multipliziert man das Gewicht von 1 m³ Granit mit dem errechneten Volumen und erhält als Ergebnis das Gewicht von Manhattan. Zu diesem Ergebnis muss man schließlich noch das Gewicht der Menschen, der Bebauung und der Verkehrsmittel hinzufügen und schon weiß man, was Manhattan wiegt.

    Sie sehen, dass in dieser Aufgabe so viele Unsicherheitsfaktoren enthalten sind, dass Sie mit ihren Schätzungen mit Sicherheit ziemlich daneben liegen werden. Allenfalls ein angehender Architekt wird einigermaßen einschätzen können, wie viel ein Wolkenkratzer wiegt. Und wie viel der Untergrund von Manhattan wiegt, kann ohnehin niemand schätzen.

    Eine richtige Antwort gibt es bei dieser Frage auch gar nicht. Was zählt ist, wie gesagt, der Lösungsansatz. Versuchen Sie, möglichst plausible Annahmen zu treffen.

    Quelle:

    www.squeaker.net

    Das Insider-Dossier: Brainteaser im Bewerbungsgespräch

    140 Übungsaufgaben für den Einstellungstest

    4., erweiterte Auflage 2011

    ISBN: 978-3-940345-103

    • Anna Gielas
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