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Ratgeber Russisch Roulette im Vorstellungsgespräch

Unternehmen müssen die besten Leute treffsicher identifizieren. Die Auswahlstrategien können dabei reichlich schräg sein. „Brainteaser“ im Vorstellungsgespräch sind eine beliebte Taktik. Wie Sie sich darauf vorbereiten.
  • Anna Gielas
28.12.2011 - 10:26 Uhr 33 Kommentare
In der Rubrik „Karriere Tipp“ widmet sich Handelsblatt Online wöchentlich Themen rund um Beruf, Büro und Bewerbung. Quelle: CAEPSELE

In der Rubrik „Karriere Tipp“ widmet sich Handelsblatt Online wöchentlich Themen rund um Beruf, Büro und Bewerbung.

(Foto: CAEPSELE)

Düsseldorf Ab und zu spielen die Recruiter der Schweizer Bank UBS mit ihren Bewerbern eine Runde Russisch Roulette. Angehende Banker müssen sich auf makabere Gedankenspiele einstellen: Sie sollen sich vorstellen, sie seien an einen Stuhl gefesselt – und der Interviewer habe einen Revolver mit einer Sechs-Schuss-Trommel.

Die Anekdote erzählen ehemalige Bewerber, die das Verfahren durchlaufen haben. Der Interviewer schiebe als nächstes zwei imaginäre Kugeln in aufeinander folgende Kammern und ziehe den Abzug. Nichts passiert. Will der Kandidat, dass der Interviewer den Abzug gleich noch einmal zieht oder zuerst die Trommel dreht? Smarte Kandidaten wissen, dass es besser ist gleich noch einmal den Abzug zu ziehen – so stehen die theoretischen Überlebenschancen bei 75 anstatt bei 67 Prozent.

Die Personalabteilungen der UBS stehen ebenso wie andere Unternehmen vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits müssen sie in Zeiten des Fachkräftemangels eine Strategie zum Erkennen junger Talente vorweisen. Andererseits sollen sie mit ihren Selektionstaktiken dem „Employer Branding” in die Hände spielen: Kreative Rekrutierungsmechanismen gelten als Chance, sich abzuheben und bei begabten Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu erscheinen.

Eine Taktik, die potenziell beiden Anforderungen gerecht wird, ist der Einsatz von Brainteaser- und „Puzzle”-Fragen. Sie gehen auf sogenannte „Puzzle”-Interviews amerikanischer Unternehmen wie „Microsoft” und „Google” zurück.

Wie schwer ist Manhattan? Wieso sind Gully-Deckel rund? Wie viele Smarties passen in einen Golf? Diese Art der Bewerbungsfragen nennen die amerikanischen Personaler „Puzzle”-Fragen. „Ihr Einsatz ist ein unkonventioneller Ansatz, informelle Kompetenzen abzufragen, die für einen Arbeitgeber nicht weniger interessant als ein fundiertes Fachwissen sind”, sagt Rosmarie Schwartz-Jaroß, Leiterin des Career Centers der Humboldt-Universität zu Berlin. 

Was Unternehmen über ihre Bewerber wissen sollten
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33 Kommentare zu "Ratgeber: Russisch Roulette im Vorstellungsgespräch "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Aber bitte nicht legitim - sondern sie werden praktiziert. Ich kenne nämlich Chefredakteure, die der deutschen Sprache nur teilweise mächtig sind, und die trotzdem seit Jahren Chefredakteure sind. Wenn ich mich so durch die Zeitungen lese, fällt mir sprachliches Manko besonders bei den Österreichern auf. Schlimmer als bei Zeitungen ist es in Werbeagenturen, weil jeder Trottel eine solche eröffnen darf. Auch hier glänzen die Österreicher, sodass ich denke, dass das Neandertal doch nicht hier in Düsseldorf gelegen hat, sondern irgendwo in Austria!

  • Nö!

  • .
    Das geht noch viel weiter,
    kriegst einen Auftrag von deinem Vorgesetzten,
    kommst weiter oder auch nicht.
    Vorgessetzter hat im gegensatz zu dir von Tuten und Blasen keine Ahnung, stellt aber die Frage warum es so lange gedauert oder noch viel besser, warum haben sie das nicht gleich so gemacht, das weiss doch jeder Depp (außer ihm selbst natürlich).

    Ihr seid nur noch zu bedauern.
    .

  • Freelancer, das ist doch, so hoffe ich, ganz normal, dass die meisten Chefs Hohlköpfe sind. Oder glaubst du, dass jemand klüger wird, weil er eine Firma eröffnet? Heute Maurer, morgen Boss, das macht nicht automatisch klug! Oder ist dir noch nie aufgefallen, dass sehr oft solche Leute Firmen aufmachen, die vor Dummheit keinen Job bekommen? Menschen, die Fenster oder Türen einbauen, die Reinigungsunternehmen oder Personalleasinggesellschaften gründen und viele, viele mehr. Das Paradoxon daran ist, das genau diese oft dummen, aber mutigen Leute, Studierte einstellen oder Freelancer zu sich rufen. :-)

    PS: Überschätzt mir bloß die Unternehmer nicht!

  • Ersetzt solches Personalmanagement durch Scheiße und nichts passiert!

  • Bingo,

    Volltreffer!

    Stimmt!

  • Die Personalmanager sind schon immer die Dümmsten innerhalb einer Firma gewesen. Deswegen haben sie nichts Ordentliches studiert. Noch dazu behelfen sie sich solcher Methoden, weil sie aufgrund des Minderkönnens keine Chance haben, Bewerber nach fachlichen Kriterien zu prüfen, was ja zur Auswahl nach Zeugnissen oder eben nach solchen dubiosen Fragen statt nach Könnem führt: Wäre schließlich zu viel Aufwand!

  • .
    War ich wieder zu unangenehm genau?
    .

  • Wie kommt der Autor auf 75%?

  • .
    Und was mich angeht,
    wo hätte ich denn meine Muttersprache richtig lernen sollen ?
    .

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