Serie: Was Frauen in der Karriere nach vorne bringt: Diese fünf Karrierewege schlagen Managerinnen ein - doch nur zwei führen häufig zum Erfolg
Im „Global Woman Career Lab“ erforscht die Führungsexpertin, wie es Frauen international gelingt, ins Spitzenmanagement zu gelangen.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Förderprogramme für Führungsfrauen, Kontakte zu Mentoren, familienfreundliche Arbeitsbedingungen – deutsche Unternehmen bemühen sich, weiblichen Talenten den Weg in die Chefetage zu ebnen. „Doch es wäre ein Irrtum zu glauben, dass durch diese Initiativen der Aufstieg für qualifizierte Frauen vorprogrammiert ist“, sagt Bettina Al-Sadik-Lowinski.
Die Wissenschaftlerin hat mit ihrem Forschungsprojekt Global Women Career Lab zwischen 2014 und 2020 die Karriereverläufe von 110 Topmanagerinnen aus Russland, China, Frankreich, Japan und Deutschland analysiert. Zusammen waren diese Führungskräfte in über 500 Unternehmen tätig.
Eine einzigartige Auswertung, die auch mit gängigen Karrieremythen aufräumt. Al-Sadik-Lowinskis wichtigste Erkenntnis lautet: „Topmanagerinnen steuern ihren Aufstieg selbst und gehen ihn strategisch an.“ Darauf zu warten, dass der firmeneigene Karriereplan für weibliche Nachwuchstalente sie Level für Level befördere oder womöglich ein Chef nachhelfe, sei für vergleichsweise wenige der befragten Frauen erfolgreich gewesen.
Die Wissenschaftlerin hat insgesamt fünf Laufbahn-Modelle identifiziert. Doch davon funktionieren für Frauen tatsächlich nur zwei auf breiter Basis – international wie in Deutschland.