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Singapur-Special Kasinos, iPads und neue Herzklappen

Ob die Besucher für einen Kongress kommen, ganz schlicht zum Urlaub, zum Glücksspiel, zum Einkaufen oder zum Einbau eines künstlichen Hüftgelenks: Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Singapur.
25.10.2011 - 11:41 Uhr Kommentieren
Konsum als Touristenattraktion: Singapur gilt unter internationalen Reisenden als Einkaufsparadies. Quelle: Urs Wälterlin

Konsum als Touristenattraktion: Singapur gilt unter internationalen Reisenden als Einkaufsparadies.

(Foto: Urs Wälterlin)

Singapur Was haben Gynäkologen, Trockenfrüchtehersteller, Finanzmarktexperten und Diamantenhändler gemeinsam? Auf den ersten Blick wenig. Und doch haben sie Singapur als Austragungsort für ihren Weltkongress gewählt. Die südsostasiatische Stadt ist eine der weltweit wichtigsten und beliebtesten Destinationen für Messen und Ausstellungen. In Asien sei Singapur sogar führend, sagt Martin Sirk, Vorsitzender der International Congress and Convention Association (ICCA).

Seit gut zehn Jahren stehe Singapur regelmäßig an der Spitze der Liste, wenn es um die Bewertung der Qualität von Kongressdestinationen gehe. Sirk: „Singapur ist wahrscheinlich die erste Destination der Welt, die den Kongresssektor in ihre Pläne für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der Nation eingebunden hat“.

Wenn es um wirtschaftliches Wachstum geht, überlässt Singapur nichts dem Zufall. Tourismus in jeder Form wird von der Regierung aktiv gefördert. Das Ergebnis lässt sich zeigen: Fremdenverkehr trägt immer mehr zum wirtschaftlichen Mix dieser kleinen Nation bei. Laut Sean Queck von Credit Suisse in Singapur war 2010 für die Tourismusindustrie ein Rekordjahr. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher des Stadtstaates ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 11,6 Millionen gestiegen. Die Einkünfte aus dem Tourismus kletterten im selben Zeitraum sogar um 49 Prozent auf 18,8 Milliarden Singapur-Dollar. Zuvor hatte es als Folge der Finanzkrise kurzzeitig einen Rückgang gegeben.

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    Ein wesentlicher Grund für den signifikanten Zuwachs 2010 sei die Eröffung von zwei neuen integrierten Urlaubsresorts gewesen, sagt Queck. Wie andere Länder der Region vermarktet sich Singapur als Kasino-Destination – allen voran an Glücksspieler aus China, wo „Gambling“ offiziell verboten ist. So stammt denn auch der Grossteil der Besucher – ganze 55 Prozent - aus den Nachbarländern: Indonesien, Malaysia, Indien und China. Dieser Trend dürfte anhalten, so die Singapurer Fremdenverkehrsbehörde.

    Einkaufsparadies

    Europäischen Besuchern ist Singapur allerdings in erster Linie als Einkaufsparadies bekannt. Tourismus sei eine sehr wichtige Einnahmequelle für den Einzelhandel, meint Tomas Hundt von Germany Trade and Invest (gti). Viele Reisende sind – wie die technikbegeisterten Singapurer selbst - an Unterhaltungselektronik interessiert. Der Umsatz mit Laptops und iPads soll laut Hundt in einem Vierjahreszeitraum von 3,7 Milliarden auf 4,6 Milliarden US-Dollar schnellen.

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