Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum The Shift! Special von Handelsblatt Online

Gesundheit So will Britta Fünfstück die Medizinproduktfirma Hartmann wieder profitabler machen

Der Gewinn des Unternehmens ist das dritte Jahr in Folge gesunken. Für ihre Strategie erhält Vorstandschefin Fünfstück Rückendeckung von Mitarbeitern und Aufsichtsrat.
24.03.2020 - 11:45 Uhr Kommentieren
Die Vorstandschefin des Medizinprodukteunternehmens Hartmann will in Forschung und Entwicklung sowie neue Produktionsanlagen investieren. Quelle: Hartmann
Britta Fünfstück

Die Vorstandschefin des Medizinprodukteunternehmens Hartmann will in Forschung und Entwicklung sowie neue Produktionsanlagen investieren.

(Foto: Hartmann)

Frankfurt Britta Fünfstück hat die Herausforderung angenommen: Sie will das 200 Jahre alte Medizinproduktunternehmen Hartmann, das zuletzt einen Umsatz von zwei Milliarden Euro gemacht hat, wieder auf einen profitablen Wachstumskurs bringen.

Knapp eineinhalb Jahre ist die 47-Jährige mittlerweile beim Hersteller von Wundauflagen, Desinfektionsmitteln und Inkontinenzprodukten und stellt an diesem Dienstag die Zahlen des ersten Geschäftsjahres vor, das von ihr allein verantwortet wurde.

Die Bilanz zeigt jedoch noch keine Wende: Während der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro stieg, sank das operative Ergebnis (EBIT) im dritten Jahr in Folge: diesmal sogar um mehr als 15 Prozent auf 104,4 Millionen Euro.

Hartmann kämpft mit dem steigenden Preisdruck in seinen unterschiedlichen Märkten, in denen das Unternehmen Kunden wie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bei knappen öffentlichen Budgets immer neue finanzielle Zugeständnisse machen muss. Zudem schlagen Kosten für die Umsetzung der EU-Medizinprodukterichtlinie zu Buche.

Zuspruch der Belegschaft

Fünfstück hatte bereits im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass der von ihr geplante Transformationsprozess keine schnellen Ergebnisse bringen würde, sondern erst einmal Mittel kostet. „Wir wollen in neue Produkte und digitale Geschäftsmodelle investieren und unsere Produktion wettbewerbsfähiger aufstellen“, sagt die Hartmann-Chefin im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Wegen ihrer klaren Worte kommt sie in der Belegschaft gut an, beobachtet Ralf Willeck von der Gewerkschaft IG Metall Heidenheim. „Sie hat klar kommuniziert, dass Hartmann angesichts des Kostendrucks in einer schwierigen Situation ist. Aber ihre Strategie ist, nicht zu sparen, sondern zu investieren. Hartmann muss angesichts des Kostendrucks nicht billiger, sondern effizienter werden und Produkte mit guter Qualität zu auskömmlichen Preisen auf den Markt zu bringen“, sagt er.

Bei ihrer Strategie habe die Managerin die Rückendeckung des Hauptaktionärs, bestätigt Willeck, der auch im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt. Die Paul Hartmann gehört mehrheitlich der UImer Schwenk Zement KG, ein Unternehmen der Fabrikanten-Familie Schleicher.

Auch wenn Hartmann seit drei Jahren weniger Gewinn macht, steht das Unternehmen wirtschaftlich keineswegs schlecht da. Die Eigenkapitalquote liegt – auch wenn sie etwas geringer als im Vorjahr ausfällt –bei 57,9 Prozent, was einer Summe von mehr als 932 Millionen Euro entspricht.

Der Free-Cash-Flow betrug im vergangenen Jahr 69 Millionen Euro. Er verringerte sich unter anderem wegen eines Zukaufs um knapp 13 Prozent. „Wir haben eine starke und stabile finanzielle Basis. Das gibt uns Spielraum für unsere Investitionsentscheidungen“, sagt Fünfstück.

Hohe Motivation und starker Gestaltungswille
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
0 Kommentare zu "Gesundheit: So will Britta Fünfstück die Medizinproduktfirma Hartmann wieder profitabler machen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%