Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum The Shift! Special von Handelsblatt Online

Investmentbank Morgan-Stanley-Veteranin verklagt die Bank wegen Rassismus

Im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste gerät auch die New Yorker Investmentbank in die Kritik. Die entlassene Diversity-Managerin Marilyn Booker erhebt schwere Vorwürfe.
16.06.2020 - 23:51 Uhr Kommentieren
Gegen die Bank laufen bereits mehrere Klagen wegen Diskriminierung. Quelle: Reuters
Morgan-Stanley-Gebäude in New York

Gegen die Bank laufen bereits mehrere Klagen wegen Diskriminierung.

(Foto: Reuters)

New York Der New Yorker Investmentbank Morgan Stanley droht Ärger vor Gericht. Die langjährige Mitarbeiterin Marilyn Booker hat die Bank wegen rassistisch motivierter Diskriminierung und Vergeltung verklagt.

Booker war viele Jahre als erste globale Diversity-Chefin tätig und zuletzt in der Vermögensberatung zuständig. Im Dezember wurde sie ohne Nennung von Gründen entlassen, weil ihre Position aufgelöst wurde. In ihrer Klage wirft sie der Bank vor, Initiativen blockiert zu haben, die die Zahl und die Chancen von Schwarzen innerhalb der Bank verbessern sollten.

Im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus verurteilen zwar auch immer mehr Unternehmen und Banken die Diskriminierung von schwarzen Amerikanern. Doch wenn man sich die Chefetagen der meisten US-Unternehmen anschaut, sind die weiterhin überwiegend weiß und männlich.

Gerade einmal vier schwarze CEOs gibt es derzeit unter den S&P-500-Unternehmen. Dazu gehören der Pharmakonzern Merck mit Kenneth Frazier, die Baumarktkette Lowe's mit Marvin Ellison, der Finanzdienstleister TIAA mit Roger Fergueson und die Coach-Mutter Tapestry mit Jide Zeitlin.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Gegen die Bank laufen bereits mehrere Klagen wegen Diskriminierung. Aber Marilyn Booker, die 26 Jahre bei Morgan Stanley war, ist eine hochrangige Vertreterin der Finanzbranche, die gegen eine Bank klagt.

    In ihrer Klage wirft sie dem Morgan-Stanley-CEO James Gorman vor, nach der Tötung von George Floyd die Inklusion von Schwarzen versprochen, aber zuvor genau diese blockiert zu haben.

    „Was noch besorgniserregender ist: Morgan Stanley hat, in wahrer Scheinheiligkeit, aktiv versucht, jene zum Schweigen zu bringen, die sich für Wandel stark gemacht haben, wenn es um das Thema Diversität und Inklusion ging“, heißt es in dem Schriftstück. „Marilyn Booker war eines dieser Morgan-Stanley-Opfer.“ Weil sie sich für die Rechte der Schwarzen in der Bank eingesetzt habe, habe sie ihren Job verloren.

    Die Bank weist die Vorwürfe zurück: „Wir werden uns in den zuständigen Foren mit aller Kraft verteidigen“, heißt es in einer Mitteilung der Bank. Man habe bereits Fortschritte gemacht, die Diversität der Mitarbeiter zu verbessern, auch wenn man realisiere, dass weitere Fortschritte nötig seien.

    Mehr: Trump beschließt begrenzte Polizeireformen – und verlangt „Recht und Ordnung“.

    Startseite
    Mehr zu: Investmentbank - Morgan-Stanley-Veteranin verklagt die Bank wegen Rassismus
    0 Kommentare zu "Investmentbank: Morgan-Stanley-Veteranin verklagt die Bank wegen Rassismus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%