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Rolemodel Sandra von Möller „Das deutsche System ist nicht darauf ausgelegt, dass Mütter berufstätig sind“

Sie wollte als Kind zur Müllabfuhr. Heute ist Sandra von Möller Geschäftsführerin beim Tech-Unternehmen Bäro. Wie es dazu kam, berichtet sie im Interview.
03.07.2020 - 11:28 Uhr Kommentieren
Die Unternehmerin gründete 2003 den Verein KIDsmiling, der Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen unterstützt und Ihnen Perspektiven für die Zukunft aufzeigt. Heute ist die dreifache Mutter ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins, Vizepräsidentin der IHK Köln und Geschäftsführerin des mittelständischen Technologieunternehmens Bäro. Quelle: Maria Schulz
Sandra von Möller

Die Unternehmerin gründete 2003 den Verein KIDsmiling, der Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen unterstützt und Ihnen Perspektiven für die Zukunft aufzeigt. Heute ist die dreifache Mutter ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins, Vizepräsidentin der IHK Köln und Geschäftsführerin des mittelständischen Technologieunternehmens Bäro.

(Foto: Maria Schulz)

Köln Sandra von Möller ist seit über zehn Jahren Geschäftsführerin des Tech-Unternehmens Bäro, das auf Lichttechnik und die Reinigung von Luft und Oberflächen spezialisiert ist. Ob in Supermärkten, Tankstellen, Autohäusern oder Juwelierläden – gemeinsam mit ihrem Mann J. Manuel von Möller setzt sie vom Wiener Würstchen bis zum Diamantcollier weltweit Waren ins rechte Licht. Mit UV-C Licht sagt sie Viren und Bakterien den Kampf an.

Dabei ist sie eigentlich promovierte Juristin. „Unternehmertum und der Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette hat mich immer schon sehr fasziniert“, erzählt sie im Gespräch. „Als sich mir die Chance bot, Geschäftsführerin zu werden, habe ich sie sofort ergriffen.“

Das mittelständische Unternehmen Bäro mit Hauptsitz in Leichlingen bei Köln hat 150 Mitarbeiter sowie Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Vertragspartner in knapp 40 Ländern weltweit. In 2019 machte der Weltmarktführer rund 30 Millionen Euro Umsatz.

Daneben engagiert sich die 50-Jährige seit vielen Jahren wirtschaftspolitisch – zunächst als Ratsmitglied der Stadt Köln, dann als eine der acht Vize-Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK) wo sie dem Rechtsausschuss vorsitzt und den Arbeitskreis „Diversity“ leitet.

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    2003 hat sie den Verein „KIDsmiling“ gegründet, der niederschwellige kostenlose Fußballtrainings, Workshops und Berufsorientierungskurse in sozialen Brennpunkten in der Region anbietet.

    „In meinem Referendariat am Jugendstrafgericht erlebte ich mit 24 Jahren erstmals, mit welchen Schwierigkeiten junge Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen aufwachsen. Das hat mir die Augen geöffnet. Sicherlich gibt es keine Chancengleichheit, aber es muss eine Chancengerechtigkeit geben“, sagt von Möller. Für ihr soziales Engagement überreichte ihr die damalige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles 2017 in Berlin den Bundesverdienstorden.

    Neben ihrer Arbeit bei Bäro, der IHK und KIDsmiling engagiert sich Sandra von Möller als Mentorin der Initiative „Women into Leadership“. „Das Thema Frauenförderung ist mir sehr wichtig“, sagt sie. Auch bei der IHK bildet es einen ihrer Schwerpunkte – sie hat dort unter anderem eine Kita-Initiative angestoßen. „Das deutsche System ist nicht darauf ausgelegt, dass Mütter berufstätig sind.“ Von Möller selbst hat drei Kinder im Alter von zehn, 14 und 17 Jahren.

    Vor einem Jahr wurde sie mit dem „25 Frauen Award“ ausgezeichnet, der an Frauen verliehen wird, die die Wirtschaft in besonderer Weise prägen. Im Interview erzählt sie, wieso sie am Ende doch nicht bei der Müllabfuhr angefangen hat, wieso Familienunternehmen so wenige Frauen als Chefinnen haben und was sie bei der Arbeit so richtig frustriert und auf die Palme bringt.

    Frau von Möller, Sie sind promovierte Rechtsanwältin, Geschäftsführerin, IHK-Vizepräsidentin, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Wer das liest, vermutet sie auf der Sonnenseite des Lebens. Wieso schauen Sie dennoch über den Tellerrand?
    Tatsächlich habe ich großes Glück im Leben und empfinde es als selbstverständlich, davon etwas weiterzugeben. Ich bin in einem behüteten und liebevollen Umfeld in Freiburg groß geworden und wurde von meinen Eltern sehr gefördert und gefordert. Nach Studium und Examen in München und Promotion begann ich mit 24 Jahren mein Referendariat in Düsseldorf mit Stammdienststelle Duisburg. Am dortigen Amtsgericht und am Jugendstrafgericht erlebte ich erstmals, mit welchen Schwierigkeiten junge Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen aufwachsen. Das hat mir die Augen geöffnet. Sicherlich gibt es keine Chancengleichheit, aber es muss eine Chancengerechtigkeit geben. Dafür setze ich mich bis heute ein.

    Erklären Sie uns das: Wie kommt man als Juristin in ein Tech-Unternehmen, das Lebensmittel ins rechte Licht rückt?
    Mit 27 Jahren war ich promovierte Rechtsanwältin und habe zunächst viele Jahre als Fachanwältin für Steuerrecht gearbeitet, für KPMG, Linklaters und die Internationale Steuerabteilung der Deutsche Post AG. Zusätzlich habe ich Fachartikel geschrieben, Vorträge gehalten und Vorlesungen als Dozentin für Steuerlehre. Gleichzeitig hat mich Unternehmertum immer schon fasziniert und der Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette sehr interessiert. Als sich mir die Chance bot, Geschäftsführerin bei Bäro zu werden, habe ich sie sofort ergriffen. Dazu ist Licht ein wunderbares Produkt – es vereint Emotion, Design und Technologie.

    Nicht nur Äpfel und Salat, auch Frauen brauchen Rampenlicht, um erfolgreich Karriere machen zu können. Was raten Sie jungen Talenten?
    Aus meiner Sicht ist die Kombination wichtig: hervorragende Leistung erbringen und diese sichtbar machen über Netzwerke im eigenen Unternehmen und außerhalb, über Vorträge und Veröffentlichungen und natürlich auch über Social Media.

    Die Allbright-Stiftung hat vor kurzem verheerende Zahlen präsentiert: In den 100 größten deutschen Familienunternehmen sind nicht einmal sieben Prozent der Geschäftsführer weiblich. Wieso gelingt es gerade den Familienunternehmen mit ihrer vorgetragenen gesellschaftlichen Verantwortung nicht, weibliche Chefs zuzulassen?
    Über die Zahlen bin ich selbst sehr überrascht oder besser gesagt erschrocken. Erfolgreiche Familienunternehmen sind möglicherweise eher wertkonservativ und dazu gehört bis heute ein traditionelles Frauenbild. Obwohl Studien belegen, dass Diversität ein Erfolgsfaktor ist, dass divers geführte Unternehmen für eine höhere Innovationskraft, eine stärkere Kundenorientierung und auch ein besseres Arbeitsklima stehen, scheinen Unternehmerfamilien einer Frau die oberste Führung in aller Regel nicht zuzutrauen.

    Leider gilt das nicht nur für den alten Patriarchen, sondern auch für die jüngere Generation. Ein großes Hindernis für Frauen ist sicherlich auch das deutsche Schulsystem, das auf die maximal in Teilzeit arbeitende Mutter – am besten vom Homeoffice aus und jederzeit für die Kinder verfügbar – ausgerichtet ist. Hier muss ein Umdenken erfolgen, denn aus meiner Sicht kann schon heute nicht mehr von einer sozialen Marktwirtschaft gesprochen werden, wenn 50 Prozent der Bevölkerung vom wirtschaftlichen Erfolg so gut wie ausgeschlossen sind.

    Wissen Sie noch, was Sie werden wollten, als Sie klein waren?
    Zunächst wollte ich für die Müllabfuhr arbeiten, da ich die Vorstellung schön fand, hinten auf einem Müllwagen zu stehen. Das änderte sich aber, als ich an einem Wahlkampfstand Fähnchen und Kugelschreiber geschenkt bekam. Von da ab wollte ich Politikerin und wie mein Vater Rechtsanwältin werden.

    Welche Hobbys hatten Sie in Ihrer Jugend? Worin waren Sie richtig gut?
    Sport war meine große Leidenschaft. Vom Schwimmen über Kunstturnen und Ballett bis zu Tennis, Handball und Skifahren. Meine ganze Familie war sehr sportlich. Von klein auf gingen wir – oft zusammen mit meinen Großeltern – im Schwarzwald oder in der Schweiz Ski fahren, und ich bin wettkampfmäßig Skirennen gefahren. Zum Abitur hin habe ich mich aber lieber mit Freunden getroffen und bin ausgegangen als weiter zu trainieren.

    Welche Hobbys haben Sie heute? Was begeistert Sie daran?
    Skifahren ist nach wie vor meine große Leidenschaft – möglichst schnell über Pisten zu rasen oder noch lieber mit einem Bergführer auf Skitouren zu gehen. Die Ausblicke sind fantastisch, man hört keine Geräusche, beim Aufsteigen mit Fellen und anschließenden Tiefschneeabfahrten wird der Kopf frei, und das Leben ist ein Traum. Kunst ist auch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Schon als junge Anwältin habe ich angefangen zu sammeln. Kunst begeistert mich, weil sie gesellschaftliche Fragen aufgreift, oft politisch ist und den Horizont erweitert.

    Was tun Sie für Ihre Gesundheit?
    Ich bemühe mich um eine gute Balance zwischen Beruf, Familie, Freunden und Hobbys. Daraus schöpfe ich Kraft, das versetzt mich in die Lage, bei allem was ich tue, möglichst effektiv und effizient zu sein, und es gibt mir Lebensfreude. Das sind aus meiner Sicht wichtige Voraussetzungen, um gesund zu bleiben.

    Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie aus Angst gemieden haben, und es nun bereuen?
    Nein.

    Wer ist Ihr persönliches Rolemodel und warum?
    Mich inspirieren Frauen, die zu Zeiten, in denen Frauen alles andere als gleichberechtigt waren, für ihre Rechte und Träume eingestanden sind. Dazu gehören die Suffragetten genauso wie Alice Schwarzer und Marie Curie. Als Jugendliche habe ich sämtliche Bücher von Simone de Beauvoir gelesen, und seit einer Reise als Studentin durch Mexiko bewundere ich Frida Kahlo.

    Haben Sie ein persönliches Motto, das Sie antreibt und motiviert?
    Kein wirkliches Motto, aber ich bin überzeugt, dass es keine Ziele gibt, die zu hoch gesteckt sind und keine Träume, die nicht erreicht werden könnten. Manchmal ergeben sich auf dem Weg dorthin neue Ziele oder Chancen, die es zu ergreifen lohnt und die man vorher nicht erkannt hat. Das macht das Leben spannend.

    Was würden Ihre alten Kollegen/Ihr alter Chef sagen auf die Frage...
    ... was Sie auszeichnet?
    Wissen, Neugierde, Spaß daran, mich in möglichst komplexe Sachverhalte einzuarbeiten, keine Angst vor neuen Aufgaben, extreme Belastbarkeit und Ehrgeiz.

    ... was Sie besser können als alle anderen im Team?
    Auf den Punkt kommen, klar und strukturiert denken und handeln.

    ... was Ihnen schwer fällt?
    Etwas zweimal erklären zu müssen.

    Beschreiben Sie eine Arbeitssituation, in der Sie komplett im Flow und erfüllt sind? Was gibt Ihnen Energie im Arbeitsleben?
    Das Leben als Unternehmerin ist extrem herausfordernd, mit einer hohen Verantwortung und alles andere als einfach, wie die aktuelle Situation zeigt. Auf der anderen Seite ist es sehr erfüllend, gestalten und entscheiden zu können. Unser Unternehmen ist über 50 Jahre alt und es spornt mich täglich an, dass wir uns als extrem innovatives Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und durch hohe Flexibilität gegen große Konzerne behaupten können.

    Was frustriert Sie und ist Ihr persönlicher Produktivitätskiller?
    Es fällt mir schwer, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich nicht für ihre Aufgaben begeistern können oder ständig schlechte Stimmung verbreiten. Schwierig finde ich auch, wenn Menschen Fehler nicht zugeben können. Insofern bin ich froh, dass wir bei uns im Unternehmen mittlerweile ein motiviertes und ganz wichtig – zukunftsorientiertes – Team haben. Das gilt auch für KIDsmiling.

    Wenn ich mich bei Ihren Freunden erkundigen würde: Für welche alternativen Karriereoptionen wären Sie geeignet?
    Die meisten meiner Freunde würden wahrscheinlich an eine politische Laufbahn denken.

    Welches Tool ist bei der Arbeit für Sie unverzichtbar und welche Apps haben Sie im täglichen Einsatz?
    Eigentlich brauche ich nur Handy und Laptop. Nachrichten-Apps und Apps für Social Media nutze ich täglich, leider keine Fitness-App.

    Inspirierende Newsletter, Podcasts oder Webseiten?
    Tatsächlich beginnt mein Tag in aller Regel mit den Morning Briefings vom Handelsblatt und von Gabor Steingart. Zudem finde ich „Plan W“, „The School of Life“ und „Ted-Talks“ spannend.

    Was macht Sie stolz?
    Meine drei Kinder sind mein größtes Glück und mein ganzer Stolz. Sie sind selbstbewusst, interessiert und freigeistig. Wir haben eine sehr enge Beziehung und diskutieren viel. Dabei freut es mich, dass meine Kinder auch auf mich und das, was ich erreicht habe, stolz sind, vor allem auf mein Engagement mit KIDsmiling.

    Was waren Ihre wichtigsten drei (Arbeits-)Ergebnisse der letzten drei Jahre?
    Zum einen war es der Gewinn mehrerer herausragender Talente für unser Top-Management bei Bäro. Zum anderen war es die gelungene Digitalisierung des Unternehmens, sowohl nach innen als auch nach außen. Dadurch konnten wir unsere internen Prozesse deutlich verbessern und unsere Produkte auf ein neues Level heben. Zum Dritten war es die Ausweitung der KIDsmiling-Projekte auf weitere Städte in NRW und auf Stuttgart als erste Stadt außerhalb der Landesgrenze.

    Auf welche Fehlentscheidung hätten Sie rückblickend gerne verzichtet?
    Darüber mache ich mir keine Gedanken, da ich Entscheidungen nur auf Basis des zu dem jeweiligen Zeitpunkt bestehenden Wissens treffen kann. Insofern finde ich es auch schwierig, von einer Fehlentscheidung zu sprechen. Vielmehr ist es doch so, dass sich erst im Rückblick sagen lässt, ob eine Entscheidung gut oder schlecht war. Glücklicherweise habe ich bisher keine Entscheidung getroffen, die mich heute belastet. Im Gegenteil: Die wichtigen Entscheidungen haben sich als gut herausgestellt.

    Bitte ergänzen Sie den Satz: Ich unterstütze meine Mitarbeiter (Nachwuchskräfte, Kolleginnen und Kollegen) in schwierigen Situationen, indem…
    …ich jederzeit ansprechbar bin und sie dabei begleite, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln – auch unter Inkaufnahme von Fehlern.

    Angenommen, eine Kollegin oder Kollege oder Mitarbeiter denkt oft: „Ich verdiene den Erfolg gar nicht“, „Ich bin gar nicht gut genug“, „Das schaffe ich nie“, „Andere sind um Welten besser als ich…“ – Was raten Sie?
    Zu klären, was hinter diesem negativen Selbstbild steht. Möglicherweise ist es Unsicherheit, vielleicht aber auch Überforderung oder schlicht der falsche Job. Vielleicht ist es aber auch nur Koketterie...

    Sie merken, dass Sie unglücklich sind in Ihrem Job. Was tun Sie?
    Ich ändere die Situation. Aus meiner Sicht ist das Leben viel zu kurz, um im Job unglücklich zu sein. Wichtig und manchmal gar nicht so einfach herauszufinden ist der wirkliche Grund für das Unglücklichsein – das Umfeld oder die Aufgaben an sich. Nachdem mir klar war, dass ich mich nicht für den Rest meines Berufslebens ausschließlich mit Steuerrecht beschäftigen möchte, bin ich mit meinem Start bei Bäro ins kalte Wasser gesprungen. Das hat damals viel Mut erfordert hat, zumal ich mit dem dritten Kind schwanger war. Aber es war die richtige Entscheidung.

    Ein Satz, den eine gute Führungskraft niemals sagen würde?
    Ich wusste von vornherein, dass Sie das nicht können.

    Anderen Chefs würde ich gerne sagen, …
    ... dass sie genauer auf die Frauen in ihrem Umfeld achten sollen. Diese investieren häufig weniger in Eigenwerbung als ihre männlichen Kollegen, sind aber möglicherweise fachlich deutlich besser und zudem loyaler.

    Her mit dem Geld: Ihr Ratschlag an andere Frauen für Gehaltsverhandlungen?
    Ich selbst bin immer sehr selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen gegangen und habe mich auch nicht von meinen Vorstellungen abbringen lassen. Wichtig dabei sind der richtige Zeitpunkt und eine gute Vorbereitung.

    In den nächsten drei Jahren: Was wollen Sie lernen, was Sie heute noch nicht können?
    Meine Kinder würden sich wünschen, es wäre Kochen. So kommentierte meine jüngste Tochter unsere Abende zu Beginn der Coronakrise: „Mami kocht viel, wir essen wenig.“

    Wie schalten Sie abends ab, und wann gehen Sie ins Bett?
    Bei einem gemütlichen Abendessen mit meiner Familie oder Freunden, bei einem Konzert oder einer diskussionsintensiven Veranstaltung. Ich diskutiere für mein Leben gern! Das führt allerdings dazu, dass ich meist erst nach Mitternacht ins Bett gehe…. Das Schlafen verschiebe ich einfach auf das nächste Leben.

    Frau von Möller, vielen Dank für das Interview.

    Mehr: Dossier – Edition 2020. Rolemodels – Wie erfolgreiche Frauen denken und handeln. Vordenkerinnen und Visionärinnen mit starker Persönlichkeit und klarer Haltung: 40 starke Frauen geben inspirierende Einblicke in ihr Berufs- und Innenleben.

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