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Vermögensverwaltung Lieber Aktien als Schulden: Warum Geldmanagerin Richards die Corona-Rettungen kritisiert

Anne Richards wirbt für mehr Eigenkapital. Die Chefin von Fidelity International schlägt daher Steuervergünstigungen für die Aktienanlage vor.
08.06.2020 - 14:48 Uhr Kommentieren
Die Chefin von Fidelity International verwaltet Milliarden Euro. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Anne Richards

Die Chefin von Fidelity International verwaltet Milliarden Euro.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Frankfurt
Sie ist eine der auffälligsten weiblichen Stimmen in der Londoner Finanzwelt: Anne Richards. Seit mehr als einem Jahr leitet sie Fidelity International, den Vermögensverwalter mit 337 Milliarden Euro Kundenkapital. Auch dank dieses Kapitals im Rücken werden ihre Kommentare auf der Insel und darüber hinaus wahrgenommen. Der Markenname kommt dazu: Die Schwestergesellschaft Fidelity in den USA zählt mit mehr als zwei Billionen Dollar Kapital zu den weltgrößten Branchenvertretern.

Jetzt kritisiert Richards die gigantischen Programme zur Unternehmensrettung in Coronazeiten. Firmen würden enorme Schulden auftürmen. Das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital gerate aus den Fugen.

Schuldenerhöhung sei schon generell ein Problem für Unternehmen. Und Vermögensverwalter seien darüber hinaus vielleicht in Zukunft gezwungen, die entsprechende Aktie genau aus diesem Grund zu verkaufen: wegen Überschuldung. „Das Solvenzproblem der Unternehmen können die Asset-Manager nicht allein lösen“, unterstreicht Richards.

Der Managerin, die in Edinburgh aufwuchs, wäre es lieber, die Eigenkapitalbasis der Firmen würde gestärkt. Sie schlägt Steuervergünstigungen für die Aktienanlage oder auch einen Staatsfonds vor.

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    Damit würden Konzerne besser fahren und könnten auch leichter Aktienkapital einwerben – statt sich mit Schulden und im schlimmsten Fall einer Pleitegefahr zu plagen. In solchen Fällen könnten dann auch Geldverwalter, etwa über die Teilnahme an Kapitalerhöhungen, konstruktiver umgehen.

    Schon immer mischte sich die 55-Jährige gern in Fragen ein, die über den eigentlichen Tellerrand des Geldverwaltens hinausragen. Das tat sie bereits bei ihren früheren Arbeitgebern M&G Investments und Aberdeen Asset Management. Die Elektroingenieurin macht sich seit Langem für die Gleichstellung der Frau stark und setzt sich für nachhaltiges Wirtschaften ein. Sie verbringt die Wochentage in London. Doch ansonsten lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Schottland.

    Mehr: Am Mittwoch tagt die Fed und wird über ihren weiteren Kurs in der Krise beraten. Marktexperten rechnen jedoch nicht mir großen Ankündigungen.

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