Umfrage unter 1000 Berufsanfängern: Wo ein Jobeinstieg aktuell schwierig ist – und wo nicht
Erst schwierig, dann läuft’s.
Foto: Mateus Campos Felipe on unsplashDüsseldorf. Wer in den vergangenen anderthalb Jahren ins Berufsleben gestartet ist, der wurde oft erst beglückwünscht und dann bemitleidet: Hart müsse das doch sein, so eine Einarbeitung ganz ohne persönlichen Kontakt.
Tatsächlich fällt vielen Berufsneulingen der Karrierestart in der Corona-Zeit besonders schwer. Eine Befragung der Karriereplattform LinkedIn, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, zeichnet jetzt jedoch ein differenzierteres Bild.
Danach ergaben sich für Berufsanfänger eher während der Jobsuche Probleme und weniger beim tatsächlichen Jobeinstieg. Für die LinkedIn-Umfrage hat das Marktforschungsinstitut Onepoll insgesamt 1000 Beschäftigte befragt, die zuletzt ein Praktikum absolviert oder ihren ersten Job gesucht haben. Die Ergebnisse sind in Teilen durchaus überraschend.
So sorgten Einstellungsstopps und ein damit verbundener größerer Ansturm auf ausgeschriebene Stellen einerseits dafür, dass 43 Prozent der Befragten die Suche anfangs als hoffnungslos beschrieben haben. Andererseits fanden laut Befragung die meisten einen Job innerhalb eines Monats.
Ein Viertel der Befragten (27 Prozent) gab an, deutlich mehr Bewerbungen verschickt zu haben als geplant. 23 Prozent weiteten ihre Stellensuche zudem auf für sie bislang unbekannte Branchen aus, da sie in ihrem angestrebten Bereich keine Arbeit finden konnten. Vor allem im Gesundheitssektor, aber auch im Handel und im Bildungsbereich ist laut LinkedIn die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich Bewerber außerhalb ihrer Profession umschauen, zeigen die Zahlen von LinkedIn.