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Vertrauen in der Wirtschaft Auf Betrügerjagd an der Börse

Sie bleiben diskret im Hintergrund - doch ihretwegen können sich die Börsenteilnehmer darauf vertrauen, dass alle Regeln eingehalten werden. Ein Besuch in der Handelsüberwachungsstelle der Frankfurter Börse.
25.05.2012 - 10:53 Uhr Kommentieren
Grafik: Birgit Jansen, bürgie Illustration & Grafik, www.buergie.de Quelle: Birgit Jansen

Grafik: Birgit Jansen, bürgie Illustration & Grafik, www.buergie.de

(Foto: Birgit Jansen)

Köln Eine blinkende orangefarbene Linie. Sie zeigt Andreas Mitschke, dass hier etwas faul sein könnte. Sie sticht heraus aus einem zackigen Diagramm. Aus Kurven, die hunderttausende Kauf- oder Verkaufsgebote bündeln. Und an einer Stelle in diesen zig Orders wird gerade im Handel betrogen - zumindest meldet das Programm dafür ein Anzeichen in Orange.

Mitschke, 38, kurzes blondes Haar, ist sogenannter Expert bei der Handelsüberwachungsstelle (HüSt) der Frankfurter Börse. Die überwacht den gesamten Handel, Andreas Mitschke nur einen winzigen Teil davon. Er schaut sich momentan den Future Dax an - und ob dort jemand crosst. Das bedeutet, dass ein Händler gegenseitige Kommissionswerte auf ein bestimmtes Wertpapier gleichzeitig abgibt, also etwa ein Kauf- und ein Verkaufsangebot. So etwas passiert innerhalb von Millisekunden und kann den Preis beeinflussen. Crossen darf nur, wer es vorher angezeigt hat - wer das unterlässt, fällt auf. Er macht sich verdächtig, den Handelspartner betrügen zu wollen.

Die Handelsüberwachungsstelle der Frankfurter Börse darf niemandem vertrauen. 20 Mitarbeiter haben den Börsenhandel auf allen Handelsplattformen im Visier. Sie überwachen Xetra, die Kassa-Plattform, auf der vor allem Dax-Werte gehandelt werden, sie überwachen den Parkettmarkt in Frankfurt und Eurex, den Terminhandel. Ihretwegen können die Händler an der Börse darauf vertrauen, dass beim Wettlauf um Geld und Kurse alle Regeln eingehalten werden.

35 Fälle seit drei Stunden zeigt das Programm auf einem der vier Bildschirme von Alexander Mitschke an. Der Kontrolleur kann sich nun jedes Detail des Deals anschauen: Wer mit wem, welches Produkt, wo lag der Preis? Er braucht dafür nur wenige Sekunden, in denen aber im Handel schon wieder viel passiert ist: Alleine im F-Dax laufen heute 251.000 Orders auf – pro Stunde. „Ein ruhiger Tag“, sagt Mitschke.

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Standort erkennen

    Mitschke gehört derzeit zu den acht Eurex-Kollegen. Zwölf Mitarbeiter überwachen die Frankfurter Wertpapierbörse, mit Xetra und dem Parketthandel. Festgezurrt ist diese Struktur nicht, die Mitarbeiter wechseln in Schichten. So bewegen sich auch immer drei Mitarbeiter in der Frankfurter Innenstadt auf dem Parkett - und nehmen dort täglich rund 50 Anrufe von Anlegern entgegen: mit Hinweisen, Regelnachfragen oder Beschwerden wegen anderer Handelsteilnehmer.

    Die Börsenpolizei hat sich gut abgeschottet
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