Tessa Thompson und Chris Hemsworth.

Für den neuen Film schneiderte Star-Designer Paul Smith die schwarzen Anzüge.

(Foto: Sony)

Klassiker des Kinos Paul Smith hüllte das neue „Men in Black“-Team ganz in schwarz

Am 13. Juni startet der vierte Teil des Kinoklassikers „Men in Black“ – mit neuem Team und neuen Anzügen, geschneidert von dem Designer Paul Smith.
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Sir Paul, wie kommt man als Modedesigner dazu, einen Kino-Blockbuster mit ausstaffieren zu dürfen?
Die Initialzündung dazu gab sicher ein Gespräch mit Penny Rose ...

... die Kostüm-Direktorin des Films ...
... mit der mich eine lange Geschichte verbindet. Sie war schon eine regelmäßige Besucherin meines ersten Londoner Shops in der Floral Street in Covent Garden.

Was muss man beachten, wenn man Mode für einen Film entwirft?
Im Fall der „Men in Black“ waren die Vorgaben natürlich ziemlich eng, begrenzt auf das Thema „schwarzer Anzug“. Der erste Film der Reihe stammt ja noch aus den Neunzigerjahren. Damals hatten die Anzüge betont kräftige Schulterpartien und fielen deutlich länger aus. Da haben wir sehr eng mit Penny zusammengearbeitet, um all die Männer – und Frauen – in Schwarz so anzuziehen, dass man ihnen auch heute abnimmt: In diesen Anzügen können sie ihren Job machen und Aliens bekämpfen.

Tatsächlich gibt’s nun auch „Women in Black“. Tessa Thompson kämpft als Agentin gegen den außerirdischen Wahnsinn. War sie die schwerere Aufgabe oder der neue Topagent Chris Hemsworth?
Chris ist ein großer Typ. Insofern mussten wir wirklich viel darüber nachdenken, dass ihm sein Outfit nicht nur passt, sondern dass es auch perfekt aussieht. Und der Anzug sollte ja zudem die Action überleben, das ganze Gespringe und Gerenne. Dank seines natürlichen Charismas klappte das sehr gut. Und Tessa ... das war einfach ... sie sieht wunderschön aus, hat eine tolle Figur – und liebte glücklicherweise unsere Entwürfe.

Was ist der größte Unterschied zwischen Film- und Fashiongeschäft?
Mit einer Schere und ein bisschen Stoff können wir Modeleute in relativ kurzer Zeit etwas völlig Neues schaffen. Da kann eine Stunde genügen. Die Arbeiten an einem großen Film wie „Men in Black“ sind etwas völlig anderes. Ich hatte ja einen kleinen Kurzauftritt und war total fasziniert, wie die Szene wieder und wieder gedreht wurde. Jedes Detail wurde von so vielen Leuten genauestens kontrolliert und immer weiter perfektioniert.

Welcher Promi hier auf Erden ist auf jeden Fall ein Außerirdischer?
Christopher Walken!

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°4/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 24. Mai 2019 am Kiosk erwerben.

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