Na Logo Wer sich hinter der Schweizer Uhrenmarke Frederique Constant verbirgt

Es gibt so viele Marken – aber wer und was steckt eigentlich hinter Frederique Constant, dieser noch recht jungen Uhrenmarke aus der Schweiz?
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Die Philosophie des Unternehmens: Luxus soll erschwinglich sein. Quelle: Frederique Constant
Uhr von Frederique Constant

Die Philosophie des Unternehmens: Luxus soll erschwinglich sein.

(Foto: Frederique Constant)

Name: Frederique Constant.

Gegründet: 1988 von Aletta und Peter Stas, zwei Niederländern. Sie arbeitete damals noch bei der Versicherung ING, er beim Elektronikkonzern Philips.

Sitz: Erst in Hongkong, wo das Ehepaar Stas sechs Jahre lang lebte, seit 1997 in Genf.

Besitzer: 2016 verkauften die Gründer die Marke an den japanischen Citizen-Konzern. Die Stas‘ sind aber weiterhin in der Geschäftsführung und entwickeln die Firma als Angestellte weiter.

Das Logo: Zeigt das Wappen der Stas-Familie, darunter den Firmennamen in Versalien. Auch der hat seinen Ursprung in der Familiengeschichte: Frédérique und Constant waren Vornamen der Urgroßeltern von Peter und Aletta.

Zahlen, bitte: 190 Mitarbeiter, darunter sechs Niederländer (inklusive der Gründer). 160.000 Uhren wurden 2018 produziert. Über Umsatz sprechen die Stas‘ nicht. 2018 habe das Wachstum aber im „einstelligen Prozentbereich“ gelegen. Die wichtigsten Länder sind die USA, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Japan, China und Südkorea.

Bekannt für: Hochwertige mechanische Uhren, Swiss Made, viele mit transparenten Öffnungen auf Zifferblatt oder Rückseite, die den Blick aufs Uhrwerk freigeben. Frederique Constant brachte 2015 noch vor Apple die erste Smartwatch auf den Markt – allerdings im klassischen Uhrenlook.

Schon jetzt machen smarte Uhren rund 15 Prozent des Umsatzes aus. Zur Gruppe gehört auch die sportliche Marke Alpina sowie das Luxuslabel Ateliers de Monaco, bei dem die Preise schnell fünfstellig werden.

Die Kundschaft: Männer und Frauen, die Wert auf Handarbeit legen, aber auch auf den Preis achten. Alle Uhren werden in der Genfer Manufaktur gefertigt. Auch Schauspielpromis tragen die Uhren, etwa Mark Ruffalo und Gwyneth Paltrow, mit der die Marke eine Partnerschaft hat.

Philosophie: „Luxus soll erschwinglich sein“: Bei Wettbewerbern sind vergleichbar komplexe Uhren oft deutlich teurer.

Die Realität: Volles Wachstum! Neben der Zentrale entsteht derzeit ein Neubau samt Museum, in fünf Jahren soll der Output bei 250.000 Uhren liegen.

Dieser Text ist entnommen aus dem Handelsblatt Magazin N°2/2019. Das komplette Handelsblatt Magazin als PDF downloaden – oder gedruckt mit dem Handelsblatt vom 22. März 2019 am Kiosk erwerben.

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