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Live-Diskussion in der Arena Sollen Reiche per Zwangsabgabe zur Kasse gebeten werden?

Mit der Idee einer Sonderabgabe für Vermögende hat DIW-Ökonom Stefan Bach für Aufregung gesorgt. Am Mittwoch ab 14 Uhr verteidigt er seine Idee live im Duell mit Thilo Schaefer vom IW Köln. Diskutieren Sie mit!
18.07.2012 - 12:00 Uhr 27 Kommentare

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    27 Kommentare zu "Live-Diskussion in der Arena: Sollen Reiche per Zwangsabgabe zur Kasse gebeten werden?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @peter.weissbach
      Gut geschrieben und als ex DDR-Insasse kann ich das sehr wohl nachvollziehen.

      Aber wir marschieren stramm auf die UDSSR 2.0 zu.

      Erst wird den Menschen das Eigentum und damit ihre Selbständigkeit genommen, dann werden sie per Zwangskollektivierung und Gesinnungsterror gefügig gemacht.

    • "Stammen sie aus der DDR?"
      was spielt das für eine Rolle, ob ich aus der DDR komme, oder aus einer bayrischen Unternehmerfamilie:
      ich spreche hier die Problematik und die Ursache des Problems an, beschreibe den Wirtschaftskreislauf sowie den IST-Zustand, und liefere einen Lösungsansatz.

      "Nach ihrer Meinung müssten wir dann eine Planwirtschaft einführen?"

      Wie kommen Sie denn auf diese Schnapsidee?
      Was haben denn die Eigentumsverhältnisse des Produktivkapitals mit Planwirtschaft zu tun?

      "Sie wissen schon das im Kommunismus die Menschen auch nicht besser gelebt haben."
      Dann müssen Sie mir erstmal erklären, von welchem "Kommunismus" Sie da überhaupt sprechen.
      Und mit einer Aussage wie "die Menschen" kann ich auch wenig anfangen - nicht alle Menschen sind gleich.
      Anscheind ist es aber wohl so, daß die Menschen in Ländern mit den geringsten Wohlstandsgefällen innerhalb der Bevölkerung am glücklichsten sind: Große Unterschiede erzeugen Spannungen, erzeugen Stress, und belasten die Menschen insgesamt.

      "Anderes Beispiel: Der Präsident von Frankreich möchte die Reichen und Unternehmer mit 75 % besteuern. Finden sie das i.O."

      keine Ahnung, ich weiß nicht, wie genau der Präsident wen genau und auf welcher Basis besteuern will.

      Insgesamt muß am Ende eben ein Umverteilungsmechanismus eingerichtet werden,
      welcher aus dem "Monopoly-mit-Anschreibenlassen" (mit dem nun allseits bekanntem Resultat der Überschuldung) ein System mit nachhaltigem Wirtschaftskreislauf generiert.

      "Die Anfragen in der Schweiz für Übersiedlungen sind um 80 % gestiegen. Am Ende sitzten sie dann als Bürger alleine und veramt in Deutschland."

      Wen interessiert das, wo die reichen Ausbeuter von gestern hingehen?

      - Ich bleibe weiterhin hier, zusammen mit der Belegschaft, und produziere mit den vergemeinschafteten Produktionsmitteln weiterhin und wie gehabt;
      anstatt eines privaten Ausbeuters landen die Dividenden über Staat und BGE beim Endverbraucher...

    • Stammen sie aus der DDR? Nach ihrer Meinung müssten wir dann eine Planwirtschaft einführen? Sie wissen schon das im Kommunismus die Menschen auch nicht besser gelebt haben. Anderes Beispiel: Der Präsident von Frankreich möchte die Reichen und Unternehmer mit 75 % besteuern. Finden sie das i.O. Die Anfragen in der Schweiz für Übersiedlungen sind um 80 % gestiegen. Am Ende sitzten sie dann als Bürger alleine und veramt in Deutschland.

    • wenn die Erbringer der Leistung (nein, das sind nicht die Eigner des Produktivkapitals) das land verlassen, dann liegt es vielleicht ja genau daran: die Leistungserbringer zahlen Steuern - und die produktivkapitalbesitzer kaufen sich mit den Kapitalerträgen ein paar Immobilien, mehren ihren Besitz und ihre Einkommensbasis, und schreiben alles ab, rechnen sich arm, und bezahlen keine Steuern.

      Die Leistungserbringer halten der besitzenden Klasse mit ihren Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen den Rücken frei - und müssen selbst ständig aufpassen, daß sie nicht nach unten hin abrutschen.

      Und die "oben" kassieren nur ab. Generationenübergreifend.

      Es wird immer von einer "Leistungsgesellschaft" schwandoniert;
      aber de facto hängt der Status, hängt die Position in der Gesellschaft höchstens und im besten Falle sekundär von der eigenen Leistung ab.

      Nein: wir leben in einer Eigentumsgesellschaft.
      Und dieser Zustand gehört radikal geändert.

      Je ungerechter, desto weniger Leistungsmotivation.

      Des weiteren erzeugt diese Ungleichverteilung ein systemimanentes Problem der Nachfragefinanzierung:
      Das System läuft aus diesem Grunde ja gerade gegen die Wand.

      Die schuld liegt ja nicht beim Schuldner:
      Hätte sich jene nicht verschuldet und auf Pump finanziert, hätten wir schon seit 20 Jahren Rezession und Depression. (in einer Demokratie kaum realisierbar - und die ganze Globalisierung, der Aufstieg der BRICS und der "Siegeszug" der Marktwirtschaft wäre mangels Nachfrage in der Armut ersoffen).
      Erbschaftsmasse deckeln - den stetigen Zugewinn an sozialisiertem Produktivkapital über ein BGE verteilen und nachfragewirksam werden lassen.

      Den Arbeitern, den Managern, dem Werte schaffenden und Werte entwickelndem Teil der Bevölkerung kanns nur Recht sein: es steht und fällt eben alles mit der Finanzierung der Nachfrage.

    • Ich komme aus Spanien und habe niemals ein Kredit genommen. Jetzt besitze ich ein Haus und Spargeld. Alles zusammen über 250.000€ wert. Wenn ich 10% von mein Vermögen abgeben muss, dann muss ich mich verschulden. Warum und wofür?
      Warum brauchen wir ein Kollektiv zu erfinden, das die Schulden bezahlt?
      Wäre nicht logischer, die Verantwortlicher für diese Schulden zu belasten und Maßnahmen zu setzen, damit es nicht wieder passiert?

    • Es ist der Plan der globalen Elite, die Welt zu beherrschen und ihre "eine Welt" oder ihre "Welt AG" zu etablieren. Sie wollen die Welt nicht unbedingt regieren, sondern sie total kontrollieren und besitzen. Sie wollen die weltumspannende Konzerndiktatur, wo sie dann den Vorstand bilden.

    • Sorry, aber was ist das denn für eine volkswirtschaftliche Katastrophe international einen einheitlichen Steuersatz zu implementieren? Länder haben unterschiedliches Entwicklungspotenzial, die Steuerquote ist essentiell für Binnennachfrage und Lohnstückkosten...übrigens genau so ist die Schuldenkrise enstanden, durch die Einführung einer zu starken einheitlichen Währung. Die nicht kompetitiven Länder gehen daran zu Grunde!

    • Ich sehe das Konzept sehr kritisch.
      Es gibt doch relative Steuern eben damit der "Reiche" mehr bezahlt als der "Arme". Ansonsten könnte man pro Kopf Pauschalabgaben erheben.
      somit sind die Wohlhabenden doch schon mehr belastet. Hinzu kommt, dass sie bei jeder Ausgabe vom dicken Auto bis hin zur Villa oder der Luxusyacht den Staat weiter unterstützen. Grundsteuer, MwSt, Kraftfahrzeugsteuer usw sind alles Steuern bei denen man als "Reicher" automatisch schon Unmengen mehr bezahlt.
      Der "Arme" ohne Auto und Co bringt diese Steuern nicht auf.
      Wenn die Staaten ihre Finanzen nicht im Griff haben und verschwenderisch mit Geldern haushalten, so finde ich es ein Unding dies auf diejenigen abzuwälzen, die gut wirtschaften, investieren, etwas leisten, Arbeitsplätze schaffen etc.
      Ich bin klar gegen die Abgabe.

    • Danke Herr Weissbach,

      was für ein unglaublich guter und mit Herzblut geschriebener Text. Ich werde mir das ausdrucken!

    • Ich bin (leider nicht) superreich, trotzdem fehlt mir so langsam jedes Verständnis. Das Kapital, das hier durch die Hintertür quasi besteuert wird, ist doch angsammeltes Einkommen, das schon versteuert war, als Einkommensteuer, Gewinnsteuer oder Erbschaftssteuer. Wie weit soll denn die Schraube gedreht werden. Der Bevölkerung wird weisgemacht, dass sie persönlich Kapital ansparen soll, weil die staatliche Rentenversicherung versagt und im nächsten Schritt wird das Geld wieder eingesackt. Das ist Strassenräubermentalität. Aber leider leben wir in Deutschland in dieser Neidgesellschaft. Und Herr Bach hat wohl gerade mal nachgezählt und festgestellt, dass er nicht darunterfällt.

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