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Expertenrat – Holger Schmidt Die größten Plattformen des Jahres – und was sie so erfolgreich macht

Plattformen sind das dominante Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie. Der Wert der 100 größten wächst in diesem Jahr auf fast neun Billionen Dollar.
23.12.2019 - 09:00 Uhr Kommentieren
Gewinner im bisherigen Jahresverlauf ist Apple mit einem Zuwachs von knapp 500 Milliarden Dollar Börsenwert. Quelle: Reuters
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Gewinner im bisherigen Jahresverlauf ist Apple mit einem Zuwachs von knapp 500 Milliarden Dollar Börsenwert.

(Foto: Reuters)

Der Wert der weltweit 100 größten Plattformen ist – nach vorläufigen Berechnungen – in diesem Jahr auf rund 8,8 Billionen Dollar gestiegen, das sind rund 2,5 Billionen Dollar mehr als zu Jahresbeginn.

Gewinner im bisherigen Jahresverlauf ist Apple mit einem Zuwachs von knapp 500 Milliarden Dollar Börsenwert. Danach folgen Microsoft (395 Milliarden Dollar) und Alibaba (214 Milliarden Dollar). Und auch Facebook, Amazon und Tencent haben ihre Börsenwerte um dreistellige Milliardenbeträge erhöht.

Plattformen sind das dominante Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie. Die Unternehmen konzentrieren sich nicht auf die Produktion von Gütern, sondern ermöglichen primär die Interaktionen zwischen externen Anbietern und Nachfragern.

Zum Beispiel ist Amazon einst als Onlinehändler gestartet, aber inzwischen entfällt der Großteil des Handelsvolumens auf Dritthändler. Amazon verdient mit den Transaktionsgebühren der Händler, die zudem Logistikdienste benötigen und auf dem Amazon-Marketplace Werbung schalten, deutlich mehr Geld als mit dem eigenen Handel.

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    Diese höhere Profitabilität ist ein wesentlicher Grund für die hohen und weiter steigenden Bewertungen. Davon haben in der zweiten Reihe auch Snap, MercadoLibre, Delivery Hero, Pinduoduo und Meituan mit Kursgewinnen von mehr als 50 Prozent in diesem Jahr profitiert.

    Ein Zehntel des Welt-Bruttosozialprodukts ist bereits in die Plattformmärkte verschoben worden. Dieser Wert wird in den kommenden Jahren weiter zulegen, da immer mehr B2B-Plattformen entstehen.

    Amazon Business, Alibaba, Made-in-China oder Mercateo, Crowdfox und Visable in Deutschland arbeiten nach ähnlichen Modellen. Auch Industrie-Plattformen wie Siemens Mindsphere oder Adamos sind hierzulande am Start, um in dieser zweiten Plattformwelle mehr Wertschöpfung in Deutschland zu halten.

    Denn in der ersten Welle, die vorwiegend in Konsumentenmärkten wie Einzelhandel, Reisen oder Kommunikation stattfand, gehörte Europa zu den großen Verlierern. Nur drei Prozent dieser 8,8 Billionen Dollar entfallen auf Europa, während zwei Drittel in Amerika und 28 Prozent in Asien entstanden sind.

    Zwar sind Plattformen den klassischen linearen Geschäftsmodellen überlegen, doch eine Garantie für Erfolg ist das nicht. Denn das Jahr 2019 hat einigen Unternehmen wie WeWork, Uber, Lyft, TripAdvisor, Etsy, Pinterest, Weibo und Wirecard herbe Wertverluste gebracht.

    Die Gründe unterscheiden sich. Aber allzu blauäugige Investitionen, ein veraltetes Plattformmodell, kaum vorhandene Netzwerkeffekte oder schlicht die naive Gleichsetzung von Plattformen mit klassischen Marktplätzen gehören zu den häufigsten Fehlerquellen. 2020 wird das Jahr, in dem sich auch unter den Plattformen die Spreu vom Weizen trennt.

    Mehr: Die größte Handelsplattform der Welt ist Amazon noch lange nicht, meint Holger Schmidt.

    Dr. Holger Schmidt ist Digital Economist, Buchautor, Speaker und lehrt „Digitale Transformation“ an der TU Darmstadt. Für die Ecodynamics GmbH beschäftigt er sich mit Plattformökonomie.

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