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Gastbeitrag Wie sich Glück planen lässt

Von glücklichen Menschen profitiert die Gesellschaft als Ganzes. Und es geht ganz einfach. Gestalten wir unsere Umgebung richtig, können alle glücklicher werden, ohne sich allzu viele Gedanken darüber machen zu müssen.
  • Paul Dolan
01.11.2013 - 19:10 Uhr Kommentieren
Was macht Menschen wirklich glücklich? Einkommen, Gesundheit und Sex nicht, wenn wir es nicht bewusst genießen, meint der Londoner Verhaltensökonom Dolan.

Was macht Menschen wirklich glücklich? Einkommen, Gesundheit und Sex nicht, wenn wir es nicht bewusst genießen, meint der Londoner Verhaltensökonom Dolan.

Meine frühe Arbeit hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Bewertung von Medikamenten und Therapien vor ihrer Einführung in das britische Gesundheitssystem.  Heute wünsche ich mir, sie hätte weniger politische Wirkung gehabt. Denn erst jetzt wird mir klar, wie problematisch es ist, Prognosen anhand von hypothetischen Szenarien aufzustellen. Sie taugen nicht besonders für Voraussagen darüber, wie stark uns bestimmte Umstände treffen, denen wir im Alltag tatsächlich ausgesetzt sind.

Menschen in den USA geben an, dass sie auf 15 Prozent ihrer Lebenserwartung verzichten würden, wenn sie damit Gehprobleme vermeiden könnten, und ungefähr genauso viele, um mittelschwere Angst und Depressionen zu vermeiden – obwohl meine jüngsten Forschungen zeigen, dass Letzteres unser Glücksempfinden ungefähr zehnmal mehr beeinträchtigt.

Stellen Sie sich vor, morgen früh etwas deprimiert aufzuwachen, und auch den nächsten Tag und vielleicht sogar ein ganzes Jahr lang. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie sich an die Depression gewöhnen werden. Sie ist belastend und sie bleibt belastend. Ein Gehproblem dagegen wäre anders.

Es wäre anfangs unangenehm, mit der Zeit aber würden Sie sich darauf einstellen. Wenn also das Gesundheitssystem darüber entscheidet, ob ein neues Medikament zugelassen werden soll, sollte auch daran gedacht werden, dass die positive Wirkung von verbesserter Mobilität kurzlebiger ist als eine Verbesserung der psychischen Gesundheit insgesamt.

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    Unser Glücksempfinden macht sich in erster Linie am langfristigen Erleben von Genuss, Vergnügen und Sinnhaftigkeit fest. Diese neuartige Definition findet Anklang bei den Menschen. Außerdem macht sie Glück messbar, was ganz wichtig ist für die Politikgestaltung, aber auch dafür, unser Glücksverständnis voranzubringen. Anhand dieser Definition werde ich während der Queen’s Lecture am 4. November in Berlin neue Daten vorstellen, bei deren Erhebung Menschen gefragt wurden, wie glücklich sie bei der Verrichtung alltäglicher Dinge sind.

    Die Daten untermauern die Vermutung, dass ein Unterschied besteht zwischen Aktivitäten, die uns Genuss oder Vergnügen bereiten (wie beispielsweise Fernsehen) und Aktivitäten, die uns Sinn geben (wie Arbeit). ,Inputs‘ wie Einkommen, Gesundheit und Sex sind keine direkte Ursache für Glück. Entscheidend ist allerdings die Aufmerksamkeit, die wir einer Sache schenken. Denn sie bestimmt das Verständnis, wie Glücks-Inputs in Glück umgemünzt werden. Und besitzen wir dieses Verständnis, lässt sich unser Glück auf bestimmte Weise planen.

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