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Gastbeitrag Wir brauchen große Investitionen in nachhaltige Energie – jetzt!

Autohersteller müssen Teil der Lösung des Klimawandels sein, sagt Volvo-Chef Hakan Samuelsson. Zugleich braucht es aber mehr Investitionen – vor allem in grüne Energien.
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Hakan Samuelsson ist CEO des Autoherstellers Volvo. Quelle: Bloomberg
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Hakan Samuelsson ist CEO des Autoherstellers Volvo.

(Foto: Bloomberg)

Der Klimawandel gilt heute allgemein als Bedrohung für unsere Zukunft. Doch politische Ambitionen und Zielsetzungen allein reichen nicht aus, um ihn zu bekämpfen.

Denn obwohl seit Jahrzehnten ein Klimagipfel nach dem anderen stattfindet, steigt der CO2-Gehalt in der Atmosphäre immer weiter an. Das ist enttäuschend, und wir stellen fest, dass Autos Teil des Problems sind und wir als Automobilhersteller Teil der Lösung sein sollten.

Den Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden oder ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken, kann allerdings nicht der richtige Weg sein, um Fortschritte zu erzielen. Denn wenn wir uns treffen und miteinander ins Geschäft kommen, erzeugen wir kulturelles Verständnis und verbessern unsere Lebensqualität.

Wir brauchen daher einen Nachhaltigkeitsansatz, der positiver und widerstandsfähiger ist. Aus diesem Grund haben wir einen grundlegenden Transformationsplan für unser Unternehmen gestartet. Dieser basiert auf Technologie und Elektrifizierung und wird unseren CO2-Fußabdruck radikal reduzieren.

Bis 2025 werden wir unsere CO2-Emissionen pro Auto über den gesamten Lebenszyklus um 40 Prozent senken, und unsere Vision ist es, bis 2040 ein klimaneutrales Unternehmen zu sein. Um diese Ziele zu erreichen, befassen wir uns mit den Dingen, die wir steuern und beeinflussen können: die Lebenszyklus-Emissionen unserer Fahrzeuge, unserer Aktivitäten und unserer Lieferkette.

Es gibt aber auch einen wichtigen Bereich, den wir nicht kontrollieren: die Erzeugung von Primärenergie. Damit Elektroautos klimaneutral sind, müssen sie mit Strom aus nicht-fossilen Quellen aufgeladen werden.

Langfristig wird es nicht genügend grüne Energie geben, um das Problem durch den Kauf von Zertifikaten für den Emissionsausgleich zu lösen. Niemand sonst wird bereit sein, unseren Job zu übernehmen. Daher brauchen wir echte Investitionen in die Erzeugung und Verteilung erneuerbarer Energien.

Diese Investitionen dürften in einer Größenordnung liegen, die der Markt allein nicht bewältigen kann. Wir brauchen einen Ansatz wie bei früheren gemeinsamen Infrastrukturprojekten.

Gerade jetzt, wo die Zinsen auf einem historischen Tiefststand sind, wäre ein solches Bemühen um klimaneutrale Energieinvestitionen geboten. Das Geld sucht nach langfristigen, profitablen Investitionen – ein deutlicheres Signal dafür werden wir nicht erhalten.

Mehr: Der klimafreundliche Umbau der Weltwirtschaft geht zu langsam voran. Besonders problematisch ist die fehlende Dynamik in den G20-Staaten. Die Schäden sind bereits enorm.

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1 Kommentar zu "Gastbeitrag : Wir brauchen große Investitionen in nachhaltige Energie – jetzt!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nicht wieder Panik verbreiten.
    E-Mobilty ist sicher nicht die Lösung für Deutschland oder Europa und schon gar nicht für das globale Klima bzw. den Klimawandel.
    Die großindustrielle Produktion von Green Fuels braucht sicher Investitionen, aber wir können weitestgehend unsere jetzige Infrastruktur nutzen und müssen nicht sehr viel Geld in Technologien stecken, die im Ergebnis nicht viel bringen,.
    Dann brauchen wir nur noch in den Wüstengegenden klimaneutralen Wasserstoff produzieren und schon sind wir einen großen Schritt weiter. Gut für uns und die Menschen dort in den Ländern.

    Es muss nicht alles so hysterisch und kompliziert sein. Ich finde gesunder Menschenverstand hat die Menschheit immer weiter gebracht und wird es auch in Zukunft. Panik verbreiten war noch nie ein guter Ratgeber.
    Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, unsere Länder auf den Klimawandel einzustellen und zu schützen.

    Allen eine gute Zukunft.