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Gastbeitrag Transatlantische Werte neu justieren

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Wirtschaftswachstum durch das Freihandelsabkommen

Große Visionen wird Obamas Visite wohl nicht hervorbringen, dafür ist die Zeit zu knapp. Das Thema des transatlantischen Freihandelsabkommens könnte aber frischen Wind in die deutsch-amerikanischen Beziehungen bringen.

Denn die Zeit ist reif für den Atlantischen Binnenmarkt. Ein neugeschaffener atlantischer Raum würde alle anderen Wirtschaftsregionen der Welt in den Schatten stellen, Europa und die USA stehen zusammen für nahezu die Hälfte der Weltsozialprodukts, Europa und Amerika sind wechselseitig die wichtigsten Handelspartner.

Mehr als die Hälfte aller US-Auslandsinvestitionen fließen nach Europa. Ein transatlantischer Wirtschaftsraum stünde für 60 Prozent der weltweiten Forschungsausgaben, für 75 Prozent aller Finanzdienstleistungen auf der Welt – weitere Superlative gefällig?

Die EU-Kommission schwärmt bereits, das europäische Bruttoinlandsprodukt werde durch TTIP um ein halbes Prozent zulegen, was Balsam für die rezessionsgeplagte europäische Seele wäre. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hält das Abkommen sogar für ein kostenloses Konjunkturprogramm. Auch wenn manches durch die rosarote Brille gesehen wird, so sind die wirtschaftlichen Vorzüge des TTIP unstrittig.

Genauso wichtig aber auch: Ein Freihandelsabkommen wäre ein starkes politisches Signal für die Gestaltungskraft des Westens, würde Maßstäbe setzen für eine offene Wirtschaftsordnung und für die Sicherheitspartnerschaft in der NATO.

Erstaunlich ist freilich, dass eine zentrale Frage noch ungeklärt ist: Wie soll mit der Mobilität von Arbeitskräften im Rahmen des Freihandelsabkommens umgegangen werden? Darauf hat der renommierte Ökonom Klaus F. Zimmermann, Direktor des Instituts Zukunft der Arbeit in Bonn, kürzlich hingewiesen.

Denn der Abbau von Barrieren bei der Arbeitsmobilität erhöht die gesellschaftliche Wohlfahrt weit stärker als die Reduzierung von Handelshemmnissen – freie Arbeitsmobilität schafft Jobs, stärkt den Handel und den Austausch von Dienstleistungen. Dies gilt vor allem in der Ära des Informationskapitalismus, Menschen sind die Träger des wichtigen Faktors Wissen. Arbeitsmobilität fördert so Innovation und Wachstum.

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„Green-Card“ für Europäer ist nicht in Sicht
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2 Kommentare zu "Gastbeitrag: Transatlantische Werte neu justieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Weeerttteee???

    Das ist ja wohl Sarkasmus pur.

    Welche Werte denn? Der Westen hat alle wirklichen Werte verloren.

  • Ich traue unseren Eliten nicht zu, das sie es schaffen nicht von den Amis über tisch gezogen zu werden..... die reibungshitze verkauft man uns eher noch als Nestwärme

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