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Gastkommentar Aufsichtsräte müssen zwingend fit in Sachen Digitalisierung werden

Aufsichtsräte sollten sich bewusst werden, dass auch sie die Digitalisierung treffen wird. Die Führungsriege muss dazulernen.
  • Manuel R. Theisen
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Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in den meisten Fällen keine „Digital Natives“, behauptet der Autor. Sie müssen auch digital fit werden. Quelle: dpa
Digitalisierung

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind in den meisten Fällen keine „Digital Natives“, behauptet der Autor. Sie müssen auch digital fit werden.

(Foto: dpa)

„Aufsichtsrat goes digital“: Die mit dem Pauschalbegriff der „Digitalisierung“ bezeichnete Herausforderung kann als Funktion, als Prozess, als Entwicklungsstufe oder auch nur als abstraktes Phänomen verstanden werden. Dessen ungeachtet hat das Schlagwort von der „Digitalisierung“ zwischenzeitlich wohl jeden erreicht.

Nicht wenige mögen spontan geneigt sein, bei Nennung des Begriffs sofort abzuschalten. Allerdings gibt zu denken, was der Bestsellerautor N. Harari jüngst so plakativ wie aufrüttelnd zusammengefasst hat: „Nicht Künstliche Intelligenz ist die größte Gefahr für die Menschheit, sondern natürliche Dummheit.“ Ein Weckruf, den ich den engagierten Aufsichtsräten nicht vorenthalten will.

Die jährliche Panel-Befragung der Fachinformation „Der Aufsichtsrat“ hat sich aktuell dem Thema „Digitalisierung und Aufsichtsratsarbeit“ verschrieben. Die bei 69 Teilnehmern, die 218 Aufsichtsratsmandate repräsentieren, erhobenen Erkenntnisse sind aufschlussreich. Denn die Digitalisierung spaltet schon als Schlagwort auch die Überwachungsträger der Nation.

Dabei ist es, trotz anonym erhobener Daten, kein Geheimnis, dass naturgemäß die Anzahl von „Digital Natives“ in den erfassten Gremien noch kaum prozentual ausgeworfen werden kann. Zumindest einige Befragungsergebnisse lassen vermuten, dass – solche Kenntnisträger als im Panel vorhanden unterstellt – diese sich in ihrer Expertise zumindest sehr stark zurückgehalten haben müssten.

Die Einzelergebnisse können an dieser Stelle nicht aufbereitet werden. Der angegebene Stand der digitalen Fitness der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder aber kann zweifelsohne noch viele Übungsstunden vertragen. Doch darf verraten werden, dass sich der Eindruck aufdrängt, dass die selbst eingeschätzte Digital-Expertise eine sehr starke Dichotomisierung, also Zweiteilung, in den realen Aufsichtsräten unserer Zeit bedingt.

Darüber hinaus aber wird sehr deutlich, dass die Mehrheit der befragten Aufsichtsratspraktiker erkennbar unterscheidet zwischen ihrer digitalen Betroffenheit und Einbeziehung als Subjekt einerseits und als Objekt andererseits: Die zweite Involviertheit erscheint noch weitgehend ausgeblendet.

„Robots in the boardroom“, wie es ein Aktienrechtsexperte formuliert, sind zumindest bei den Befragten noch nicht einmal mental angekommen. Einige erkennen, dass die Digitalisierung die von ihnen zu überwachenden Geschäftsprozesse mehr oder weniger stark beeinflussen werde. Die eigenen aber bleiben fast ausnahmslos unerwähnt: My home is my castle?

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