Gastkommentar Der Westen muss China die Stirn bieten
Der Autor ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Magdeburg und Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Wenn es um die Verteidigung der liberalen Demokratie geht, gilt hierzulande seit dem Scheitern der Weimarer Republik ein klares Prinzip: Politik muss wehrhaft sein. Wenn es um die Verteidigung der liberalen Marktwirtschaft geht, herrscht dagegen allzu oft Ratlosigkeit: Wie soll man mit Wettbewerbern im Weltmarkt umgehen, die sich nicht an die Regeln von Ordnungsrecht und -politik halten?
Über Jahrzehnte war die Frage fast nur akademisch, weil es gerade mal vier kleinere Nationen gab, die wirklich dynamisch in die Weltwirtschaft hineinwuchsen: die sogenannten asiatischen Tiger.
Dass unter ihnen lediglich Hongkong eine fast lupenreine Politik der Offenheit betrieb, während Singapur, Südkorea und Taiwan massiv industriepolitische Instrumente einsetzten, um globale Märkte zu erobern, konnte man großzügig übersehen – bei der schieren Dimension des Weltmarktes im Vergleich zu den weniger als 0,1 Milliarden Einwohnern der betreffenden Länder, wenn man sie zusammenrechnet.
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