Gastkommentar Die Autobranche muss die Vergangenheit hinter sich lassen
Roland Hipp ist Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.
Auf seinem persönlichen Erfolgsgraphen klettert Herbert Diess gerade hinab in den Grand Canyon. Dem VW-Chef fällt ein rassistischer Werbespot auf die Füße; ausgerechnet das Flaggschiff seiner Elektro-Strategie, den ID3, plagen Softwareprobleme; die Bundesregierung verweigert der Branche die auch von Diess forsch geforderte Kaufprämie; schließlich raubt der Aufsichtsrat ihm auch noch die Verantwortung für die Kernmarke.
Doch die Pechsträhne könnte bald ein Ende haben. Die Wolfsburger Turbulenzen können Diess’ Strategie den nötigen Schub geben – und den Konzern dabei zu einem Vorreiter des ökologischen Wandels machen.
Allüberall heißt es, die Coronakrise beschleunige laufende Veränderungen: Digitalisierung, Onlineshopping, Homeoffice – das Virus treibt Trends. Und es hinterlässt massive wirtschaftliche Schäden. Die Folgen kratzen längst an der Tür, auch in Wolfsburg. Um den Absatzeinbruch aufzufangen, müsse Volkswagen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben „deutlich kappen“, kündigte Herbert Diess laut „Automobilwoche“ kürzlich vor dem Management an. Sparen heißt weglassen, heißt fokussieren.
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