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Gastkommentar Ein Verbot von Negativzinsen wäre höchst riskant

Die Forderung nach einem Verbot von Negativzinsen auf Sparanlagen ist abwegig. Helfen kann nur Wachstums- und Steuerpolitik. Andernfalls droht eine Finanzkrise.
  • Karl-Heinz Paqué
23.08.2019 - 09:23 Uhr
Söder will Strafzinsen verbieten lassen, Scholz das prüfen. Quelle: dpa
Geldscheine

Söder will Strafzinsen verbieten lassen, Scholz das prüfen.

(Foto: dpa)

Die Große Koalition tut sich schwer mit den Realitäten der Finanz- und Kapitalmärkte. So fordert Markus Söder (CSU) ein Verbot von sogenannten Strafzinsen auf Bankeinlagen für Kleinsparer. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) findet die Idee wohl gut und verspricht, sie in seinem Hause zu prüfen.

Es war Kurt Schumacher, ein Sozialdemokrat, der einst treffend formulierte: „Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit“. Die Große Koalition ignoriert diesen Grundsatz, zumindest mit Blick auf die Finanz- und Kapitalmärkte. Denn würde sie die dortige Realität zur Kenntnis nehmen, würde ihr nicht entgehen, dass für (annähernd) risikolose Anlagen längst Renditen vorherrschen, die negativ sind - und zwar in vielen Nationen mit hoher Bonität des Staates.

Der Gastautor ist Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaft an der Universität Magdeburg. Quelle: Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft
Karl-Heinz Paqué

Der Gastautor ist Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaft an der Universität Magdeburg.

(Foto: Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft)

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