Gastkommentar Ein Verbot von Negativzinsen wäre höchst riskant
Söder will Strafzinsen verbieten lassen, Scholz das prüfen.
Die Große Koalition tut sich schwer mit den Realitäten der Finanz- und Kapitalmärkte. So fordert Markus Söder (CSU) ein Verbot von sogenannten Strafzinsen auf Bankeinlagen für Kleinsparer. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) findet die Idee wohl gut und verspricht, sie in seinem Hause zu prüfen.
Es war Kurt Schumacher, ein Sozialdemokrat, der einst treffend formulierte: „Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit“. Die Große Koalition ignoriert diesen Grundsatz, zumindest mit Blick auf die Finanz- und Kapitalmärkte. Denn würde sie die dortige Realität zur Kenntnis nehmen, würde ihr nicht entgehen, dass für (annähernd) risikolose Anlagen längst Renditen vorherrschen, die negativ sind - und zwar in vielen Nationen mit hoher Bonität des Staates.
Der Gastautor ist Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaft an der Universität Magdeburg.
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen





