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Erstmals ist eine offen EU-feindliche Regierung in einem Gründungstaat der Union Macht. Was in Italien passiert, könnte ein Vorbote für die Union sein.

Kommentare

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  • Sehr geehrte Frau Reichlin,

    Sie kennen doch sicher die Geschichte von der Bahnhofsuhr: Wenn man links von ihr steht, ist es 5 Minuten vor 12.00 Uhr. Steht man hingegen rechts von ihr, ist es 5 Minuten nach 12.00 Uhr. Was man zu sehen glaubt, ist somit eine Frage des eigenen Standpunktes.

    An der Spitze einer Bewegung, die letzten Endes die Vereinigten Staaten von Europa anstrebt, steht Monsieur Macron. Ihm schwebt ein Europa vor, in dem er als roi du soleil zusammen mit Madame Merkel über 500 Millionen Europäer herrscht. Macron will einen Zentralstaat, der für alle Politikbereiche zuständig und verantwortlich ist. Ein Staat, der nach Abstimmung mit Frau Merkel alles ganz herrlich regiert und selbst die Größe der Bananen bestimmt. Dann endlich ist es so weit: Der machtbesessene und machtversessene Macron kann auf Augenhöhe mit dem amerikanischen und chinesischen Präsidenten agieren.

    Sie haben es sicher gemerkt. Es gibt sie noch die Großmachtträume. Sie heißen heute vielleicht nicht mehr Vive La France, sondern Vive LÈurope.

    Dessen ungeachtet gibt es natürlich auch einen Gegenentwurf. Er heißt Föderalismus und bedeutet, dass sich nicht alle Mitgliedsländer in allen Fragen zu einer gemeinsamen Haltung und Regelung durchringen müssen.

    Dieser Gegententwurf scheint ihnen völlig fremd zu sein. Anscheinend ist ihnen entgangen, dass die Briten aus der EU ausgetreten sind und in fast allen Mitgliedsländern europakritische Parteien auf hohe Stimmanteile kommen.

    Deshalb erlaube ich mir richtig ketzerische Fragen: Was wäre, wenn Frau Merkel und Herr Orban sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen dauerhaft völlig konträr verhalten? Geht dann die Welt unter? Und müssen unbedingt die meisten EU-Länder eine gemeinsame Währung haben? Müssen ganz allgemein gesprochen wirklich alle im Gleichschritt und im Kolonnenmarsch marschieren? Ist ein solcher Zwang wirklich ein Beitrag zur Überwindung des Nationionalismus und der Völkerverständigung?


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