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Gastkommentar Manon van Beek: Vom Einstieg in die Wasserstoffstoffwirtschaft hängt auch der Erfolg ab

Die EU-Energieminister bereiten den Start ins Wasserstoffzeitalter vor. Sie sollten klare Anreize setzen, damit das Stromsystem nicht unnötig belastet wird.
05.10.2020 - 04:01 Uhr 1 Kommentar
Die Autorin ist Vorstandsvorsitzende der Tennet Holding. Quelle: Dietmar Gust, Euroforum
Manon van Beek

Die Autorin ist Vorstandsvorsitzende der Tennet Holding.

(Foto: Dietmar Gust, Euroforum)

Wenn sich Anfang der Woche die EU-Energieminister in Berlin treffen, wird Wasserstoff eines ihrer wichtigsten Themen sein. Ein gut organisierter Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft kann helfen, die CO2-Emissionen zu günstigen Kosten zu reduzieren und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Paradoxerweise kann der Einstieg in Wasserstoff auch zum genauen Gegenteil führen: zu höheren Kosten, höheren CO2-Emissionen und weniger Wettbewerbsfähigkeit.

Für einige Industrien ist Wasserstoff angesichts steigender Emissionsreduktionsziele eine Überlebensfrage. Deshalb ist es verführerisch, so zu tun, als wäre Wasserstoff eine einfache Lösung für alle Probleme.

Mit Blick auf das gesamte Energie- und Stromsystem wird es entscheidend sein, wo und wann wir „grünen Wasserstoff“ aus erneuerbarem Strom produzieren werden. Wir brauchen die richtigen örtlichen und zeitlichen Signale für Elektrolyseure, damit sie das Stromsystem unterstützen und nicht für eine zusätzliche Überlastung der Stromnetze sorgen.

Elektrolyseure zur Herstellung von Wasserstoff aus Elektrizität sind große Stromverbraucher: Die niederländische Regierung will bis 2030 Elektrolyseure mit einer Stromaufnahme von 3000 bis 4000 Megawatt bauen, die deutsche Regierung bis 2030 Elektrolyseure mit einer Kapazität von 5000 Megawatt.

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    Allein für diese beiden Länder sprechen wir also in der Summe über zusätzliche 8000 bis 9000 Megawatt. Das entspricht in Ungefähr siebenmal der Spitzenlast von München. Wir werden also in den nächsten Jahren darüber entscheiden, wo wir neuen Stromverbrauch in der Größenordnung von sieben neuen Millionenstädten ansiedeln.

    Herausforderung Elektrolyse

    Wenn wir die Elektrolyseure mit Blick auf das ganze Stromsystem sinnvoll positionieren und betreiben, können sie das Stromsystem entlasten. Wenn nicht, können sie die Herausforderungen im Stromsystem verschärfen. Denn: Wie jede Stromleitung in einem Haus oder in einer Firma haben auch die großen Übertragungsnetze begrenzte Übertragungskapazitäten.

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    Deshalb ist es ein großer Unterschied, ob wir große neue elektrische Lasten nahe bei der erneuerbaren Erzeugung, also vor allem in windreichen meeresnahen Gebieten bauen, wo in Zukunft der Großteil des Stroms erzeugt werden wird, oder weit entfernt von diesen. In diesem Fall müssten zusätzliche Stromautobahnen gebaut werden, um den Strom zu den erzeugungsfernen Elektrolyseuren zu transportieren.

    Wenn wir die Elektrolyseure weit entfernt von den Erneuerbaren-Schwerpunkten errichten, werden sie sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland einen hohen zusätzlichen Stromtransportbedarf hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung schaffen.

    Schon heute sehen wir Netzengpässe vor allem in Nord-Süd-Richtung. Schon heute müssen wir oft die elektrische Erzeugung im Norden herunter- und im Süden herauffahren, um solche Engpässe zu bewältigen.

    Die Experten nennen dies „Redispatch“. Das heißt, wir müssen oft fossile Kraftwerke im Süden anwerfen und erneuerbare Stromproduktion im Norden herunterregeln, um die Stromnetze stabil zu halten. Unter dem Strich bedeutet das: weniger erneuerbarer Strom, mehr Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken, was insgesamt zu höheren Kohlendioxidemissionen führen würde. Statt zu sinken, würden die Emissionen eher steigen, weil wir erneuerbare Stromproduktion häufiger durch fossile Kraftwerke „redispatchen“ und dafür auch noch die entstehenden Kosten bezahlen müssten.

    Wir arbeiten mit Hochdruck und Milliardeninvestitionen daran, die Engpässe im Netz zu beseitigen. Wenn wir jetzt neuen zusätzlichen Stromverbrauch in der Größenordnung von Millionenstädten weit entfernt von der erneuerbaren Erzeugung aufbauen, schaffen wir neuen Stromtransportbedarf, zulasten der Emissionen und zulasten einer sauberen Industrie.

    Es gibt Alternativen: Sowohl die Niederlande als auch Deutschland haben die Möglichkeit, Teile des Erdgasnetzes für Wasserstoff zu nutzen und dieses mit einem neuen Wasserstoffnetz zu verstärken. Mit den zusätzlichen Redispatch-Kosten, die eine falsche Verortung der Elektrolyseure Mitte der 2030er-Jahre in Deutschland und den Niederlanden in nur einem Jahr verursachen würde, könnte man fast das gesamte von den Betreibern der Gasnetze vorgeschlagene Wasserstoff-Startnetz von 1200 Kilometern realisieren.

    Wir haben die Verantwortung, uns für ein System einzusetzen, das nicht nur für Einzelne, sondern für die gesamte Wirtschaft effizient ist. Wenn die Energieminister in Berlin damit beginnen, die Anreize für Wasserstoff richtig zu setzen, können sie von Beginn an dafür sorgen, dass Wasserstoff und das Stromsystem sich gegenseitig ergänzen, die Emissionen sinken und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt.

    Mehr: Lesen Sie hier, warum Deutschland im weltweiten Wettbewerb um Wasserstoff droht den Anschluss zu verlieren.

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    1 Kommentar zu "Gastkommentar: Manon van Beek: Vom Einstieg in die Wasserstoffstoffwirtschaft hängt auch der Erfolg ab"

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    • "Paradoxerweise kann der Einstieg in Wasserstoff auch zum genauen Gegenteil führen: zu höheren Kosten, höheren CO2-Emissionen und weniger Wettbewerbsfähigkeit."Die Planung für diese Energienutzung ist nicht nur unzureichend, sondern auch sehr kostspielig und letztlich nicht die sauberste Sache, solange der Strom zur Herstellung aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe kommt und wieder CO2 Ausstoß produziert wird. Neueste Neutrino Technologien sind besser. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlicht dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Die Deutsche Politik und Medien sollten sich dafür endlich öffnen, russische Medien berichten bereits in Schlagzeilen und die Russen werden vermutlich zuerst auf den Markt kommen damit.

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