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Gastkommentar Über Asien braut sich ein Sturm zusammen

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Geht das rasante Wachstum der Wirtschaft in Asien so weiter? Eine Gretchenfrage. Quelle: dpa

Geht das rasante Wachstum der Wirtschaft in Asien so weiter? Eine Gretchenfrage.

(Foto: dpa)

Manche der kleineren asiatischen Volkswirtschaften - Taiwan, Thailand, Singapur und sogar Südkorea - werden allerdings selbst mit massiver Unterstützung der Politik nicht in der Lage sein, im gleichen Maß wie China externe durch interne Nachfrage zu ersetzen. Deshalb ist die Neuausrichtung Chinas nicht nur für seine eigene Wirtschaft so wichtig, sondern für ganz Asien. Auf die globale Abschwächung 2009 hat China mit dem Einsatz erheblicher fiskalischer und monetärer Stimulation reagiert, was eine schnelle investitionsgetriebene Erholung zur Folge hatte.

Angesichts eines weiteren globalen Wachstumseinbruchs muss das Land jetzt wieder den Konsum ankurbeln, auch wenn das auf Kosten der Investitionen geht. Und dies muss ohne exzessive Kreditausweitung stattfinden. Der 2012 in Kraft tretende zwölfte chinesische Fünfjahresplan berücksichtigt diese politischen Notwendigkeiten und enthält einige Maßnahmen zu ihrer Umsetzung, darunter Lohnerhöhungen für städtische Arbeiter, Einkommenszuschüsse für Haushalte auf dem Land, verbesserten Kapitalzugang für kleine Unternehmen, insbesondere im unterentwickelten Dienstleistungssektor, und großzügigere soziale Wohlfahrtsprogramme.

All diese Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht, und die chinesischen Politiker scheinen zu einer neuen Wachstumsstrategie entschlossen, die China und ganz Asien zugute kommt. Kurzfristig sollten die asiatischen Volkswirtschaften zwar nicht davon ausgehen, sich von den wirtschaftlichen Nöten Europas und der USA abkoppeln zu können. Langfristig aber gibt es vielversprechende Anzeichen dafür, dass die Schwierigkeiten der Industrieländer eine zwar späte, aber gesunde Verschiebung in Asiens Entwicklungsstrategie auslösen könnten, bei der China den Weg bereitet.

Die Autorin war Vorsitzende des wirtschaftlichen Beraterstabes des US-Präsidenten und lehrt an der University of California.

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