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Kapitalismus-Debatte Die D-Mark für Europa

Nicht mehr Autos, Chemie und Maschinen sind das Beste, was Deutschland dem Ausland zu bieten hat – sondern seine besondere Form von Kapitalismus. Der Euro hat das Land dynamisch und erfolgreich gemacht.
  • David Marsh
10 Kommentare
2002 wurde der Euro als Bargeld eingeführt. Der Euro sollte, so wünschte es sich der ehemalige Finanzminister Theo Waigel, den Rheinland-Kapitalismus zurückbringen. Quelle: dpa

2002 wurde der Euro als Bargeld eingeführt. Der Euro sollte, so wünschte es sich der ehemalige Finanzminister Theo Waigel, den Rheinland-Kapitalismus zurückbringen.

(Foto: dpa)

Wir bringen die D-Mark nach Europa: Mit diesem Motto wollte Theo Waigel 1991 als Bundesfinanzminister unter Helmut Kohl den Deutschen den Euro schmackhaft machen. Eine wahrheitsnähere Formulierung wäre gewesen: „Mit der Abschaffung der D-Mark bringen wir in Deutschland den Rheinland-Kapitalismus wieder zurück.“

Die Vorteile der neuen Währung ergaben sich vor allem für Deutschland und die damit eng verflochtenen Nachbarländer. Der Euro hat sich dort für den Konsens zwischen Regierung, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Banken als ideal erwiesen. Die anfänglichen hohen Realzinsen in Deutschland sowie eine tendenzielle Unterbewertung der neuen Währung spornten die Export-, Technologie- sowie Produktivitätsorientierung der deutschen Industrie an.

Die politische Zielsetzung in Europa war eine andere: einer Hegemonie des wiedervereinigten Deutschlands entgegenzutreten. Das Gegenteil ist eingetreten. Der damalige Bundesbankpräsident Axel Weber beschrieb bereits 2007 die Lage so: „In der Europäischen Union könnte es eine Tendenz zu einer Spezialisierung geben, bei der Deutschland sich auf die verarbeitende Industrie konzentriert und sich die anderen mehr in Richtung Dienstleistungen entwickeln.“

Die Ergebnisse erleben wir jetzt: Deutschland hat sich zur Job-Maschine entwickelt. Für an die „deutsche Krankheit“ gewöhnte Beobachter ein fast schockierender Befund. In den zwei Jahren seit dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 hat in Deutschland die Beschäftigung um 1,8 Millionen zugenommen, während in Großbritannien, den USA , Frankreich, Italien und Spanien sieben Millionen Arbeitsplätze verlorengegangen sind.

Ermutigende Zahlen
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10 Kommentare zu "Kapitalismus-Debatte: Die D-Mark für Europa"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hier sind klar zu viele negativ eingestellte Trolls unterwegs.

    Die Eurokrise und die Rettungskosten sind bekannt. Kein Grund für überzogenen Negativismus.

    Grüße von Great Britain

  • Fakten sind schon was ekliges, wenn sie den eigenen Schmus vom nahenden Untergang pulverisieren. :-))))

  • au Weia! Was hat denn diesen Mann zu diesem Artikel gatrieben. Selten so einen naiven Schwachsinn in einem Wirtschaftsblatt gelesen. Der Artikel gehört in die Bäckerblume, in Fisch und Wurm oder sonst ein Blatt.

  • Weiß dieser Mensch eigentlich was er da für einen Schwachsinn verzapft .Der Euro bringt ganz Europa u.der Welt den finanziellen Blackout u.dann natürlich Kriege .

    Laut den Medien sind die Rechten durch dieses Eurochaos
    derart stark geworden , daß sie bei der Wahl 2013 in den Bundestag einziehen werden .

    Das ist das Ergebnis einer Politik die gegen das Volk arbeitet .

    Die Menschen haben immer die Blockparteien gewählt , aber
    immer wurde u. wird gegen sie regiert .

    Siehe Kohl ,Schröder u. Merkel .Wo ist hier noch die
    parlamentarische Demokratie.

    Ständig wird geltendes Recht gebrochen ,das BVerfG muß
    einschreiten um Merkel u. Schäuble in die Schranken zuweisen .

  • Mein Gott wie naiv. Die leuchtende Vorderseite des Mondes hat ja Herr Marsh ganz nett beschrieben, die dunkle Rückseite, nämlich den Niedergang großer Teile der anderen Euroländer durch in Grund und Boden-Konkurrieren hingegen völlig unter den Tisch fallen lassen. Was nutzen die größten Exporterfolge wenn die Abnemerländer nicht mehr in der Lage sind soviel zu erwirtschaften, um die importierten Güter auch zu bezahlen? Von der Target2 Problematik scheint Herr Marsh noch nie etwas gehört zu haben. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass er bewußt nicht hinter die Kulissen dieser "Erfolge" schaut, weil es ihm nicht in den Kram passt.

  • Ich habe keine Ahnung was Marsch sich eingeworfen hat, aber es sollte verboten werden.

  • Wundert mich das Mr. D. Marsh in die Rolle der Euro Jubelperser schlüpft.

    Der scheinbare Erfolg der deutschen Wirtschaft seit der Lehmann Br. Krise ist aber ein Pyrrhussieg.

    Den deutsche Exportüberschuss kann man zum grossen Teil auch als Unterkonsum der Deutschen interpretieren. D.h. die Deutschen verzichten auf einen Konsum der ihrer Produktivität und der Wertschöpfung angemessen wäre.
    Die Ursache könnte ein zu billiger Euro Wechselkurs sein.

    Die Leistungsbilanz Überschüsse der letzten Jahre sind ausserdem durch Target2 gegen wertlose Zentralbank Forderungen eingetauscht worden. Der grösste Raubzug der Geschichte zu Friedenszeiten.

  • Das ist mir zuviel der Lobhudelei. Und wieder einmal wird die Enteignungspolitik durch die Hartz-IV-Gesetze als Erfolg gefeiert. Aber warten wir mal ab. Nach jeder Feierei kommt der Kater.

  • Was für ein Unfug! Deutschland hat in den ersten Jahren des Euro nicht profitiert (sehr hohe Kapitalexporte, die Exportüberschüsse wurden alle finanziert und werden letztlich verschenkt) und Deutschland profitiert jetzt nicht vom Euro (Rettung der Krisenländer).

    Aber bei gigantischen Arbeitslosenraten in den Krisenländern profitiert dort auch niemand mehr. Der Euro droht zum größten anzunehmenden Fehlschlag für ganz Europa zu werden

  • Herr Marsch ist ein reiner, knallharter Finanzbranchenlobbyist, der hier Propaganda verbreitet. Zum Euro gibt es wesentlich bessere Aussagen, z.B. "Taxpayers Association of Europe fordert Stopp des ESM" oder "Taxpayers Association of Europe: Target2 - Die Verharmlosung einer finanziellen Atombombe".
    Wir werden von den amok-laufenden Politkadern geradewegs in die finanzielle Katastrophe gesteuert, DAS ist die Wahrheit!

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