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Kommentar Internet-Plattformen haben zu wenig dazugelernt

Die Internetportale müssen fairer mit ihren Kunden umgehen, sonst drohen mehr Kontrolle und mehr Regeln.
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Kritische Verhaltensweisen im Wettbewerb. Quelle: Reuters
Expedia-Messestand

Kritische Verhaltensweisen im Wettbewerb.

(Foto: Reuters)

Erneut hat eine Untersuchung gezeigt, dass manch eine Internetplattform gerne mal trickst, um die Konkurrenz zu verdrängen. Laut einer Studie werden Hotelbetreiber in den Suchergebnissen von Buchungsportalen heruntergestuft, wenn sie ihre Zimmer irgendwo anders, zum Beispiel auf ihrer eigenen Homepage oder bei anderen Buchungsportalen, billiger anbieten. Der Verbraucher merkt davon nichts.

Es ist nicht das erste Mal, dass Plattformen solche fragwürdigen Methoden vorgeworfen werden. Verbraucher müssen ja nicht über die Buchungsportale ein Hotel suchen, Hotelanbieter ihre Zimmer nicht über Buchungsportale anbieten, kann man jetzt sagen. Doch das ist der falsche Ansatz.

Es wird in den kommenden Jahrzehnten immer mehr Plattformen geben, für alle Bereiche des Lebens. Wenn diese Seiten fair und transparent betrieben werden, bedeutet das einen immensen Gewinn für alle Beteiligten.

Kleine Firmen können ihre Angebote viel bekannter machen, als sie es aus eigener Kraft geschafft hätten. Verbraucher können sich einen besseren Überblick verschaffen, was es auf dem Markt gibt. Und die Betreiber der Plattformen bekommen ihren Anteil, wenn das Geschäft zustande kommt.

Damit dieses Szenario aber zu einer echten Win-win-win-Situation wird, müssen die Internetfirmen fair mit ihren Kunden und Geschäftspartnern umgehen. Bislang haben die Unternehmen meist erst dann ihre fragwürdigen Geschäftspraktiken geändert, wenn sie erwischt wurden und vom Gesetzgeber oder von Wettbewerbsbehörden dazu gezwungen worden sind.

Den immer stärkeren Ausbau des Bundeskartellamts, die härteren Regeln bei der Wettbewerbskontrolle, die schärferen Urteile der Kartellbehörden haben sich die Plattformen deshalb selbst zuzuschreiben. Kein Unternehmen will gerne kontrolliert werden. Doch wenn die Plattformen nicht noch stärker reguliert werden wollen, müssen sie endlich aufwachen.

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