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Kommentar Rentner müssen an den wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise beteiligt werden

Bisher orientiert sich die Entwicklung der Renten an den Durchschnittslöhnen. Jetzt rächen sich rentenpolitische Fehler der jüngsten Vergangenheit.
01.05.2020 - 09:14 Uhr 31 Kommentare
Rentner müssen an den wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise beteiligt werden Quelle: dpa
Älteres Paar im Kurpark

Wegen der Lohnentwicklungen der vergangenen Jahre werden die Renten steigen.

(Foto: dpa)

Die weltweiten Maßnahmen zur Begrenzung der Corona-Pandemie lassen die deutsche Volkswirtschaft gegenwärtig in eine tiefe Rezession stürzen. Zudem reißen die Rettungsschirme und Ausgabenprogramme der Bundesregierung gigantische Löcher in die Staatskasse.

Auch wenn es heute noch kein Politiker zu sagen wagt: Diese Krise wird für alle Deutschen sehr teuer. Der absehbare Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung von bis zu zehn Prozent wird im Schnitt jeden Einwohner Deutschlands um die 4.000 Euro ärmer machen.

Sobald die deutsche Wirtschaft wieder Tritt gefasst hat und zurück auf einem Wachstumspfad ist, wird es sicher zu Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen kommen. Je nach Konstellation der nächsten Bundesregierung dürften lediglich die Schwerpunkte der zwingend gebotenen Konsolidierung ein Stück weit variieren.

Die Zeit der sich aus einem hohen und stabilen Wirtschaftswachstum scheinbar von selbst finanzierenden Wahlgeschenke wird auf eine längere Frist vorbei sein.

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    Dieser haushaltswirtschaftliche Kurswechsel betrifft auch die jetzigen und zukünftigen Rentner, die von der amtierenden und vorherigen Großen Koalition mit klientelspezifischen Wohltaten beglückt wurden.

    Dank des äußerst beschäftigungsintensiven Aufschwungs im vergangenen Jahrzehnt schienen „Mütterrente“, „Rente ab 63“, „doppelte Haltelinien“ und die „Grundrente“ leicht finanzierbar. Es genügte scheinbar, auf sonst mögliche Beitragssenkungen zu verzichten.

    Tatsächlich stellen diese Leistungsverbesserungen jedoch eine teure Hypothek dar, deren Bedienung durch die Folgen der Corona-Rezession deutlich erschwert wird. So verursachen die Festschreibung der Beitragssatzobergrenze bei 20 Prozent und des Mindestsicherungsniveaus bei 48 Prozent bis zur Mitte dieses Jahrzehnts gravierende verteilungspolitische Verwerfungen.

    Grundsätzlich folgen die Renten der Lohnentwicklung. Weil sie aber per Gesetz nicht sinken dürfen, sind auch bei sinkenden Löhnen nur dauerhafte Erhöhungen des Rentenniveaus möglich. Genau dies ist jetzt der Fall.

    Denn in diesem Jahr werden die Pro-Kopf-Löhne in Folge weit verbreiteter Kurzarbeit sinken, während die Renten als Folge der kräftigen Lohnerhöhung im vergangenen Jahr deutlich angehoben werden. Dies zeigt, dass es 2018 ein Fehler war, ausgefallene Rentenkürzungen bei vorangegangenen Lohnsenkungen nicht mehr in Form abgeflachter Rentenerhöhungen nachholen zu müssen.

    Das Zusammenwirken von Beitragsobergrenze und Mindestsicherungsniveau mit einer abgeschwächten Wirtschaftsdynamik wird unweigerlich zu einem höheren Bundeszuschuss an die Rentenversicherung führen und im Konflikt zu den Konsolidierungszwängen stehen, die aus den kreditfinanzierten Rettungspaketen resultieren.

    Den Blick nach Österreich richten

    Wenn ein immer größerer Anteil des Steueraufkommens für die Rente reserviert ist und gleichzeitig die Corona-Schulden zurückgeführt werden sollen, bleibt nur noch ein geringer Anteil des Budgets für Zukunftsaufgaben übrig. Investitionen in Digitalisierung, Umweltschutz und Zukunftstechnologien werden zurückstehen müssen – eine fatale Entwicklung!

    Nun besteht Rentenpolitik stets im Nachjustieren von Reglungen an sich ändernde Rahmenbedingungen und Gerechtigkeitsvorstellungen. Daher hat sie sich in den Dekaden als recht anpassungsfähig erwiesen; einige Fehler konnten ausgebessert werden.

    Es steht dem Gesetzgeber also auch heute frei, eine mutmaßlich ungewollte Begünstigung der Rentner ebenso zu korrigieren, wie Schwächen bei der in Sache überfälligen Grundrente zu beseitigen.

    Zudem könnte ein Blick nach Österreich zeigen, wie das Rentenniveau für Neurentner spürbar angehoben und vor allem Geringverdiener, die oft eine unterdurchschnittliche Lebenserwartung haben, begünstigt werden könnten – ohne dass damit insgesamt höhere Kosten verbunden sein müssen. In Österreich orientieren sich die Rentenanpassungen nicht an der Entwicklung der Löhne, sondern an der der Verbraucherpreise.

    Diese Inflationsindexierung sichert die Kaufkraft jeder Rente auf Dauer, beteiligt die Bezieher aber nicht an Reallohnsteigerungen als Folge des Produktivitätswachstums. Dieses geringere Ausgabenwachstum schafft Spielraum, um das Rentenniveau anzuheben, die Staatskassen zu entlasten und damit auch mehr Geld zur Verbesserung des Wachstumspotenzials bereitzustellen.

    Eins ist nämlich klar: Die rasche Erholung von der Rezession 2009 und der sich anschließende lange Aufschwung waren nicht zuletzt auch deshalb möglich, weil Deutschland von einer demografischen Pause profitierte.

    Diese geht nun zu Ende; schon bald setzt ein zwei Dekaden andauernder Alterungsschub ein, der das Wachstumspotenzial nahe Null drücken wird. Umso wichtiger wird es für die Politik, alsbald für wachstumsfreundlichere Rahmenbedingungen zu sorgen.

    Mehr: Verfolgen Sie alle Entwicklungen in der Coronakrise in unserem Newsblog

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    31 Kommentare zu "Kommentar: Rentner müssen an den wirtschaftlichen Kosten der Coronakrise beteiligt werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sehr geehrter Autor,
      ich finde es immer bemerkenswert, wenn man andere Länder und dass was man benötigt für seine Vergleiche heranzieht. Wie in der Politik und dann wundert man sich über Politikverdrossenheit oder Wahlverweigerer oder noch schlimmer.
      In Österreich geht man früher in Rente, hat ein höheres Rentenniveau und bekommt 13 x Rente und nicht nur 12 Monatsrenten. Kommentieren Sie das auch. Ich bin noch kein Rentner und möchte auch die Zukunft meiner Kinder sichern. Aber ich bin es Leid immer wieder solche Vergleiche zu lesen oder von irgendwelchen Politikern oder Meinungsbildnern so Halbwahrheiten zu hören. Ich finde auch ein Kommentar sollte Neutral berichtet werden und darf auch gerne seine persönlich seine Meinung spiegeln, aber dann mit allen Fakten

    • Betr.Rentenkürzungen
      Sehr geehrter Herr Prof. Dr Rürup,
      vermutlich haben Sie den Begriff Rentenleistungen mit Pensionsleistungen verwechselt.
      Ja es ist richtig, dass die Erhöhungen der Pensionsleistungen in den letzten 12 Jahren um rund 17 % höher ausgefallen sind als die Rentenerhöhungen. Dieses aber bei einer Pensionsleistung von rund 72% vom letzten Einkommen, zuzüglich Weihnachtsgeld. .- Sie sind sicher auch Pensionsbezieher? Für Sie ist es offensichtlich kein Problem, dass der durchschnittliche Rentenbertrag ist in der letzten 10 Jahren auch von € 1040 auf € 940,00 gefallen ist. Das 85 % der Rentner unter € 1500,00 monatlicher Rente, abzüglich der Beiträge zur PKV und Pflege erhalten. Die Inflation ist nicht berücksichtigt!!! Die Altersarmut steigt ständig und wird ignoriert! Ist es richtig, dass staatliche Sozialleistungen weitgehenst von den Sozialversicherten bezahlt werden? ( Inkl. der gesetzlichen Krankenkassen?)Kann es richtig sein, dass der Staat jährich rund 80 Mrd. Euro für Pensionsleistungen an Beamte und Politiker bezahlt. ( bei rd. 2 Mio Bezieher? ) Stimmt hier noch die Verhältnismässigkeit? Politiker können nach 2 Jahren einen Pesionsanspruch in der Höhe von rd. 1 Mio erreichen. Ist das noch Demokratie?
      Ich denke, es wäre sinvoller von Ihnen ein Konzept zuerstellen, indem das gesamte Paket der Sozialleistungen ( auch Krankenkasse ) auf die Bevölkerung in gerechter Form verteilt wird. Andere Länder in Europa haben weniger Geld aber eine gerechtere Politik. In Verbindung mit der Angleichung der Pensionsleistungen zu den Renten wird gerne das Grundgesetz zitiert. Meine Frage: Bewertet das Grundgesetz die Menschen in Deutschland unterschiedlich? Ich denke die gleichheit der Menschen und der Menschenwürde ist im Grundgesetz verankert. Es wird höchste Zeit, dass die Sozialreform in Deutschland auf ein modernes, im Volk übergreifeneds Model erstellt wird. Dazu werden aber vermutlich die Pensionbezieher nicht bereit sein.

    • "Dieser haushaltswirtschaftliche Kurswechsel betrifft auch die jetzigen und zukünftigen Rentner, die von der amtierenden und vorherigen Großen Koalition mit klientelspezifischen Wohltaten beglückt wurden." - So haben sich die GroKo - genauer: Frau Merkel und ihre CDU - Stimmen gekauft. So einfach ist das. Das heißt "pragmatisch" regieren.

    • Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rürup,

      schade, dass es in Deutschland niemanden gibt, der andere, bessere und gerechtere Möglichkeiten
      der Finanzierung ins Auge fast.
      Diese berechnet und feststellt, dass dadurch die gesamte Volkswirtschaft gestärkt, Sozialleistungen und Steuern sinken und anstehende Kosten der Systeme flexibel und gerecht erzielt werd
      Korona hat uns gezeigt, alles ist machbar nur zahlen sollen immer die Kleinen.
      Warum geht der Staat nicht hin und ändert die Abgabenverordnungen für jeden und alles nachvollziehbar
      auf alle?
      Die Zahl der Erwerbstätigen und später Rentner ist endlich. Kosten, Sozial- und Steuerabgaben immer nur auf Personen, hier dann immer nur der gemeine Steuerzahler , ist falsch und ungerecht.
      Volkswirtschaft kommt wie das Wort schon sagt, aus oder von dem Volke. Konsumieren werden asuch zukünftig nur Menschen.
      Die Wirtschaft geht aber hin und schafft durch neue Maschinen etc. eine immer höhere Leistung, bei Abbau
      von Human-Sources, ein immer besseres Kosten Nutzenverhältnis. Der Schaden für die Allgemeinheit ist aber immens.
      Folgende Rechnung:
      100 Personen produzieren 1000 Artikel, erhalten Lohn und zahlen davon Sozialabgaben und Steuern,
      da der Kostendruck zu hoch wird, kauft Unternehmer eine Maschine, die 99 Personen ersetzt.
      Produktion wieder 1000 Artikel, aber nur noch 1 Person die Sozialabgaben und Steuern zahlt.
      Die Investitionskosten kann der Unternehmer steuerlich geltend machen. Und verdient dabei sehr gut.
      Leider aber nur sich, denn die Allgemeinheit bleibt auf der Strecke, keine Einnahmen aus der Sozialversicherung und ebenfalls keine Einnahmen aus Lost.
      Wird jetzt die Maschinenleistung mit Sozialabg. und Lohnsteuer für 99 Personen belastet, gewinnt die Allgemeinheit.
      Vermögensst. etc. entfallen, ist ja bereits geschehen und di Einnahmen werden immer unmittelbar fällig, genau wie bei Lohn.
      Es sollte bei allem Geschäftssinn immer daran gedacht werden, das nur Menschen Güter und Dienstleistungen kaufen. Sonst Prod. sinnlos.

    • Mir geht es doch gut! Ich bin Pensionär, die Pension wurde schon immer versteuert. Eine zusätzliche Rente von ca. € 300,- wird nun auch versteuert, aber seit einer Reform unter einer SPD-Regierung auch von der an sich möglichen Pension abgezogen. Also, wenn diese Luxusrente gekürzt wird, bekomme ich ein paar Cent mehr aus der mir eigentlich zustehenden Pension. Also alles bleibt beim Alten und zwar- ja nicht zu üppig.

      Die sog. Corona Krise bietet allerdings die Chance, die gesetzliche Rente generell zu reformieren, auf die ursprüngliche Form, dass Beiträge verzinst werden und für jeden Beitragszahler durch Zins und Zinseszins ein Fonds gebildet wird, aus dem seine Rente gezahlt wird. In Zeiten von "0" Zinsen, zahlt der Staat einen Garantiezins - das ist alles immer noch viel billiger als die heute nötigen Zahlungen aus dem Haushalt. Wenn der Staat dann noch soziale Notwendigkeiten sieht, stehen natürlich alle Türen offen. Und eine Coronapandemie würde nicht stören.

    • Es ist schon traurig, wie das argumantative Niveau bei Herrn Prof. Rürup leidet .
      "Grundsätzlich folgen die Renten der Lohnentwicklung. Weil sie aber per Gesetz nicht sinken dürfen, sind auch bei sinkenden Löhnen nur dauerhafte Erhöhungen des Rentenniveaus möglich." Und um diese allgemein formulierte These zu zementieren, folgt dann eine Einzelfall, nämlich das augenblickliche Jahr.
      Erstens: Wenn die Renten "grundsätzlich" der Lohnentwicklung folgen, dann ist dies eben nicht immer der Fall!
      Rentenerhöhungen müssen grundsätzlich durch den Deutschen Bundestag genehmigt werden, weshalb Herr Rürup meint, das der Bundestag auch bei sinkenden Löhnen "nur eine dauerhafte erhöhung des Rentenniveaus möglich machen muß, erschließt sich nur Herrn Rürup selbst - es sei denn er ist im Besitz der Weissagung des delphischen Orakels bezüglich des Verhaltens der Parlamentarier.
      Zu seinem Vergleich mit der Situation in Österreich: Deutschland - der Exportweltmeister hat eines der niedrigsten Rentenniveaus aller 27 EU-Länder (siehe: Pensions at a Glance 2017).
      Durchschnittsrentner in D. 1.040 € - dagegen in Österreich 1.820 € -in der Schweiz 2.010 €!
      Eine ernsthafte Diskussion warum die Pensionen der Beamten und Politiker ein Vielfaches dessen betragen und wie man in Großstädten mit 1040 € zur echt kommt, sucht man vergebens - sowohl in der Presse als auch bei den Talkshows - geschweige denn im Bundestag.
      Dadurch das Politiker ihre Rente nicht aus dem allgemeinen gesetzlichen Rentensystem erhalten, findet auch eine Entsolidarisierung mit den 17 Millionen Rentnern statt. Der Bezug zu denen die die Politiker vertreten sollten geht noch mehr verloren.
      Es ist auch völlig hanebüchen weshalb die SPD unter Schröder zusammen mit CDUCSU und Grünen die gesetzliche Rente dermaßen beschnitt, die Beamten und Politiker-Pensionen und Diäten jedoch in immer neue Höhen trieb.

    • An den Kosten müssen vor allem die beteiligt werden, die von den Steuerzahlern leben bzw. keinen produktiven Mehrwert für die Gesellschaft leisten und zwar die hälfte des Gehaltes für ein Jahr verzichten.
      z.B.:
      Bundespolitiker, Landespolitiker, Landkreispolitiker, Kommunalpolitiker, Finanzamt ab Abteilungsleiter aufwärts, Kommunale Ämter ab Abteilungsleiter aufwärts, die Chefetagen von Sparkassen - Volksbanken und alle anderen Banken - DRK - alle Gesundheitskassen - Rentenkasse - Jobcenter - ARD - ZDF - usw..

      Perspektivisch weiter:
      Abrüstung des Bundestages auf die hälfte, Entrümplung aller Kommunalämter, Digitalisierung aller Behörden usw..

      Ausgenommen:
      Polizei, Justiz, Feuerwehr, Bundeswehr, THW und einige andere

      Wie kann es seien das Millionen Kurzarbeitergeld beziehen müssen und diese Herrschaften weiter ihr immenses Gehalt weiter beziehen dürfen?
      Das steht in keinem Verhältnis zum prognostizierten Wirtschaftseinbruch!

      Mit Besten Grüßen

    • Sind wir nicht alle ein bißchen Corona? Diese Frage soll nicht bösartig oder diskriminierend wirken - etwas Sarkasmus liegt aber schon darin. A: Allgemein: Jeder in der BRD und im übrigen Ausland hat wohl bereits verstanden - Infos und Spekulationen dazu gab es ja genug und wird es noch Monate geben. Habe als Kleinrentner jede Menge Verständnis sowohl für die notwendigen Schutzmaßnahmen wie auch für die Ängste und Sorgen eines jeden Arbeitgebers aber auch Arbeitnehmers; jeder, der kann jammert ja auf höchstem Niveau nach Unterstützung - der Kampf um die " Töpfe " sowie die Diskussion nach dem Überleben danach haben schon längst begonnen.
      Daß der Autor allerdings mit seinen " Rettungsmaßnahmen " auf die Rentner im allgemeinen abzielt, halte ich für unerträglich. Begründung: Leider ist es ( in der Politik ) ja so, daß hochverantwortliche Personen in guten Zeiten sich gern im Chefsessel zurücklehnen und den Aufschwung geradezu genießen. Jetzt aber bitte einmal zurück an den Anfang: Habe selbst drei komplett abgeschlossene Berufsausbildungen; in der Verwaltungsschule z.B. lernten wir das Grundgesetz kennen (...auch das Sozial- u. Beamtenrecht...). Ein Artikel definiert unser Land als Sozialstaat. In einem Satz gebe ich sogar dem Autor Zustimmung, nämlich, daß die Politik sich ständigen Veränderungen durch Gesetzesänderungen und Maßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen anpassen sollte...Aber bitteschön, einige meiner Vorredner beklagten schon zu Recht die Besteuerung von Renten. Bedeutet, jeder AN wird doppelt besteuert = das gehört wieder vom Tisch. Woher die dann benötigten Gelder herkommen werden, kann nicht mein Problem sein. Die Tatsache ist nicht o.k. und bei einer Altersarmutsziffer von 5-6 Mio Deutschen absolut nicht sozial. Dies ist m.E. auch ein Grund für die schlechten Umfragewerte der SPD ( Soziale Partei? Hartz IV? Agenda 2010? Riester-Rente? ).Beamtentum - mit Ausnahmen - nicht mehr zeitgemäß = alle zahlen Rentenbeiträge + 48% v.Br.ehe nicht adäquat s.Miet

    • Sollten die Renten nicht eigentlich um eben über 5 % steigen?!!Diese wurden doch schon von der Politik auf eben über 3 % in 2020 gekürzt.

    • Renten werden besteuert, je nach Renteneintrittsjahr steigt der Prozentsatz immer weiter an. Damit wird quasi doppelt abgezogen, erst Steuern auf Arbeiteinkommen und Rentenbeiträge und dann noch Steuern auf die beitragsfinanzierte Rente. Dazu kommen noch fette Mieten für altersgerechte Wohnung und bei Pflege und Altenheim wird trotz Pflegeversicherung nochmals kassiert. Meine 82jährige Mutter finanziert ihre Miete für eine altersgerechte 2-Raumwohnung (860 Euro warm) vollständig aus einer Witwenrente, ohne hätte sie keine Chance. Und da geht es ihr überdurchschnittlich gut. Zukunft Alten--oder Pflegeheim kann auch heißen: das 2-Bettzimmer mit einer dementen oder anders schwer erkrankten Mitbewohnerin zu teilen. Aber diesen gierigen Alten geht es einfach zu gut (Achtung Ironie).
      Übrigens: auch Pensionen werden besteuert. Und davon dürfen in der Regel Beamte auch weiterhin für die mit dem Beihilfesystem zwangsweise verordnete teure private Krankenversicherung zahlen - erst seit wenigen Jahren gibt es da einen etwas günstigeren Grundtarif für Rentner.
      Man sollte nicht immer die verschiedenen Gruppen der Steuerzahler gegeneinander ausspielen - Steuerflüchtlinge und Großunternehmen "gefällt das"..

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