Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nina Chrustschowa Russland rennt im Hamsterrad der Geschichte

Seite 2 von 3:
Putins Anti-Extremismus-Gesetz
Putin taucht ab
Russia's President Vladimir Putin is seen through the glass of C-Explorer 5 submersible after a dive in the Baltic Sea
1 von 21

„Russland liefert niemals niemanden nirgendwohin aus und plant dies auch nicht.“

Kremlchef Wladimir Putin über den Fall des von den USA gejagten Informanten Edward Snowden, der im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo festsitzt. Auf dem Bild taucht er allerdings gerade ab - und zwar im Mini-U-Boot. Über seine Fahrt im Tauchboot ließ der sportliche Präsident wie üblich bei solchen Unternehmungen das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichten.

(Foto: Reuters)
Vladimir Putin
2 von 21

„Wenn er hierbleiben möchte, gibt es eine Bedingung: Er sollte mit seiner Arbeit aufhören, die dagegen gerichtet ist, unseren amerikanischen Partnern Schaden zuzufügen - so merkwürdig sich das aus meinem Mund auch anhören mag.“

Wladimir Putin am Montag über den Fall des von den USA gejagten Informanten Edward Snowden.

(Foto: ap)
Auf hoher See
3 von 21

Und hier lässt er sich auf eine Fahrt in einem Mini-U-Boot ein. Eine besonders spektakuläre Expedition lieferte einmal Bilder Putins, wie er im Pazifik Wale mit einer Armbrust jagte. Allerdings nur mit dem Ziel, ihnen Peilsender zu verpassen.

(Foto: dpa)
Treffsicher
4 von 21

Auch eine Waffe nimmt der Kremlchef zu Hand bei seinen Show-Streifzügen durch die sibirische Wildnis.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 5787514 Russian President Vladimir
5 von 21

„Ich habe vielleicht in der Universität nicht das allermeiste gelernt, weil ich in der Freizeit viel Bier getrunken habe. Aber einiges habe ich doch behalten, weil wir sehr gute Dozenten hatten.“

Mai 2005 über sein Studium. Das mit dem Bier gilt wohl immer noch...

(Foto: ap)
Russia's Prime Minister Putin plays the piano at a charity concert for children suffering from eye diseases and cancer in St. Petersburg
6 von 21

„Wenn ihr den ganzen Tag Scheiße über mir ausschüttet, bin ich nicht beleidigt. Aber Sie sind beleidigt, dabei habe ich nur zwei Worte gesagt.“

Putin im Januar 2012 zu dem Journalisten Alexej Wenediktow, nach dem er seinem Radiosender Moskauer Echo „Gequassel“ vorgeworfen hatte. Der Tag war wohl ganz gut. Denn hier spielt er auf einem Charity-Konzert für Kinder.

(Foto: Reuters)
G8-Gipfel - Merkel, Bush und Putin im Strandkorb
7 von 21

„Niemand will, dass die G8 zu einer Ansammlung fetter Kater wird.“

Januar 2006 über die Rolle Russlands in der Gruppe der führenden Industrienationen. Nach fetten Katern sehen Merkel, Putin (links) und der damalige US-Präsidenten Bush aber gar nicht aus, oder?

(Foto: dpa)

In einem noch unheilvolleren, an die Stalin-Zeit erinnernden Schritt, initiierte Putin ein Anti-Extremismus-Gesetz, wonach jeder wegen Terrorismus, Spionage, der Verbreitung von Hass oder als ausländischer Agent angeklagt werden kann.

Das Gesetz hat sich als starke Waffe zur Unterdrückung von Widerspruch erwiesen, zu dem auch Massenproteste gegen Wahlbetrug, Korruptionsaufklärung durch Journalisten oder die Erfüllung eines Kundenwunsches durch einen sibirischen Bibliothekar zählen, der ein verbotenes Buch auftreibt. 

Ebenso bleibt auch Putins Außenpolitik in alten russischen Obsessionen verstrickt, angefangen bei der Intention, das Imperium in irgendeiner möglichen Form wiederherzustellen. In seinem Bestreben, zu beweisen, dass der Verlust des imperialen Status, Russlands globale Rolle nicht beeinträchtigt, mischt sich Putin unablässig in internationale Entscheidungen ein, lehnt Sanktionen gegen den Iran ab und unterstützt das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, obwohl es die eigenen Bürger abschlachtet. 

Obwohl Russland schließlich Mitglied der Welthandelsorganisation wurde, bestehen weiterhin Zweifel an der Menschenrechtsbilanz des Landes. Im Jahr 2009 beispielsweise wurde der Rechtsanwalt Sergei Magnitski wegen Untreue angeklagt, nachdem er ein von russischen Beamten betriebenes betrügerisches System der Steuerrückerstattung aufgedeckt hatte. Er starb im Gefängnis, nachdem man ihn misshandelt und ihm die medizinische Behandlung verweigert hatte.  

Als Reaktion darauf hat der US-Kongress soeben das Sergei Magnitski-Gesetz über Rechenschaftspflicht im Rechtsstaat verabschiedet, das jeder Person, die in die Inhaftierung und und den Tod Magnitskis verstrickt ist – sowie auch anderen Menschen, denen schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt werden – die Einreise in die USA sowie die Nutzung ihres Bankensystems verbietet.

Ähnliche Gesetze wurden auch in Kanada und Westeuropa verabschiedet. Aber statt das Verbrechen einzuräumen und die Täter vor Gericht zu bringen, schlägt die russische Führung zurück und erklärt, dass man gewissen Europäern und Amerikanern im Gegenzug auch die Einreise nach Russland verwehren werde. 

Mit seinem Widerwillen, auf die öffentliche Unzufriedenheit zu reagieren und seinem Versagen, während seiner 12-jährigen Amtszeit Beziehungen zum Westen aufzubauen,  hat sich Putin in die Ecke manövriert – und nun gehen ihm die Ideen aus. In seinem jüngsten Versuch zur Wiederherstellung des russischen Imperiums kündigte er die Schaffung einer Eurasischen Union mit Weißrussland und Kasachstan an. (Putin hofiert auch andere ex-sowjetische Länder Zentralsasiens sowie die Ukraine und Georgien).

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Zurück im Hamsterrad der Geschichte
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Nina Chrustschowa - Russland rennt im Hamsterrad der Geschichte

20 Kommentare zu "Nina Chrustschowa: Russland rennt im Hamsterrad der Geschichte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Vicario
    Uhu, da kam ja jemand aus dem kurzen Weihnachtsurlaub und hat sich gleich an die Arbeit getan: In den Internetforen Propaganda verbreiten - ist es das, was Sie tun müssen, wenn Sie gerade nicht im " Außendienst" sind? (Ich soll doch direkt fragen)
    ...habe Ihre werte Antwort jetzt erst durch Zufall entdeckt. Und danke für den Patrioten, allerdings bin ich weder Russe noch habe ich dort niemals gelebt. Ich mag nur dieses Land und sein Volk, insofern unterscheiden wir uns wie Tag und Nacht...

  • "Bekannte deutschsprachige Professoren an dieser Universität waren Emil Lederer, Hanns Eisler, Wilhelm Reich, Alfred Schütz, Albert Salomon, Karen Horney, Erich Fromm, Karl Löwith, Max Wertheimer, Rudolf Arnheim, Marie Jahoda, Arnold Brecht, Hannah Arendt, Hans José Rehfisch, Eduard Heimann, Adolph Lowe und Hans Jonas. Bekannte Studenten waren beispielsweise Dan Flavin und John Weakland. In Anerkennung der Verdienste, die sich die New School nach 1933 durch die Aufnahme der durch die Nationalsozialisten ins Exil gezwungenen Wissenschaftler erworben hatte, wurde 1962 aus finanziellen Mittel der Bundesrepublik Deutschland die Theodor-Heuss-Professur eingerichtet, die jedes Jahr mit einem prominenten Ethnologen, Philosophen, Psychologen, Soziologen oder Wirtschaftswissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum besetzt wird. Erster Inhaber der Theodor-Heuss-Professur war 1962/63 der Philosoph Helmuth Plessner."

    Muß man dazu noch was sagen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette


  • @ iskun

    Zitat : Sie haben sich doch selbst entlarvt

    Wobei habe ich mich den entlarvt, sie Komiker ?

    Zitat : Man kann sich schon denken mit welchen „Strukturen“ in Russland Sie „beruflich“ zu tun haben.

    Hier sind ihren Fantasien keine Grenzen gesetzt : sie können sich entfalten nach Lust und Laune...! Oder sie gehen den einfachen Weg und fragen einfach nach...?

    Zitat : Russland wird seinen Weg machen

    Mit Sicherheit wird Russland seinen Weg machen, es ist ja auch ein tausendjähriges Reich. Und Russland wird mit Sicherheit den korrumpierten Blender und Ausbeuter des eigenen Volkes "Zar Putin" überleben, genauso wie es Lenin, Stalin, Brezhnev und Jelzin überlebt hat.

    Zitat : Er wird schon dafür Sorge tragen, dass das Land nicht vor die Hunde geht.

    Das tut er mit aller Gewalt : sobald der Dollarpreis wieder unter 50 $ für Barrel Öl ist, ist das Land wieder dort, wo es 1990 war, im A......und solche Pseudo-Patrioten wie sie werden sich wieder freuen, wenn Päckchen aus dem Westen kommen und das Volk euch nicht den Hals umdreht.....

  • Die Äußerungen/Kommentare hier sind ganz typisch für den aktuellen Tiefstand des Diskussionsniveaus in diesem Land. Man beschäftigt sich nicht mit den Argumenten des Verfassers , man beschäftigt sich mit dem Verfasser selbst, unterstellt ihm negative Intentionen, Steuerungen aus dem Hintergrund u.a. Verschwörungstheorien. Auch die angebliche jüdisch-amerikanische Verschwörung fehlt natürlich nicht. Für alle Hasser des Westens hier und Bewunderern von starken Männern ist bestimmt noch eine hübsche Plattenbauwohnung am Rande Moskaus frei. +++
    Zum Thema: Unzweifelhaft ist Rußland kein demokratisches Land. Es war es auch nie. Im Gegensatz zu Gorbatschow hat Putin erkannt, daß die "Revolution von oben" durch Überzeugung zum Scheitern verurteilt ist. Als Machtmensch weiß er auch, daß die Russen noch nie echte Demokratie hatten und bedient sich daher der üblichen Stereotypien der Machtsicherung (Patriotismus, Großmacht,Subversion aus dem Ausland oder durch MInderheiten). Das Putin dem wilden Treiben der Oligarchen unter Jelzin ein Ende setzte, möchte man ihm fast als Verdienst anrechnen, würde er nicht die Oligarchen durch Leute seines Systems ersetzen. Bedauerlicherweise hat er wirklich wenig Zukunftsvisionen, er hat auch keine Antworten auf die Überalterung der Gesellschaft, der Landflucht aus dem immer menschenleerer werdenden Sibirien ins russische Kernland und auf den Umstand, daß Rußlands wirtschaftliche Position im wesentlichen aus dem Verkauf von Rohstoffen beruhtund nicht auf Nachhaltigkeit, geschweige denn Innovation (von wenigen Sparten abgesehen,die dem militärischen Komplex nahestehen).
    Dem Westen mag man wirklich den Rat geben, von dem "Export der Demokratie" Abstand zu nehmen, ebenso von dem Drang , überall die Gestaltungshoheit haben zu wollen.

  • Ja, man vieles in Russland kritisieren und auch Vladimir Putin.
    Es stört mich nur dass mal wieder (!) eine amerikanische Organisation dahinter steht.
    Es waren und sind doch vor allem die USA die immer noch mit aller Macht versuchen Russland einzudämmen und auszugrenzen, was natürlich eine autoritäre Regierung im Land fördert.

    Und die neuen Uniformen kommen nicht von Schoigu sondern noch von Serdjukow ; -)

  • Zitat: "Ich habe beruflich mit Russischen Strukturen zu tun, in deren Nähe sie nicht mal einen Hauch eines Zuganges haben..."
    Sie haben sich doch selbst entlarvt. Man kann sich schon denken mit welchen „Strukturen“ in Russland Sie „beruflich“ zu tun haben. Dieselben Strukturen organisieren rund um die Welt Staatsstreiche und stürzen ganze Regionen in Bürgerkriege. Das nennt sich dann „demokratischer Wandel“ (orangene Revolution, arabischer Frühling u.s.w.) Hier in Internet-Foren mit Dreck nach Putin zu werfen, gehört sicherlich auch zu Ihrem Aufgabenbereich. Sie machen nur Ihren Job… Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie als Klempner weniger Schaden anrichten würden, die Geschichte umzugestalten wird Ihnen und Ihren Auftraggebern trotzdem nicht gelingen. Russland wird seinen Weg machen und um das mit den Worten dieser Urenkelin auszudrücken: Das Rad der Geschichte wird seine Manipulierer in den Straßendreck hineinquetschen und ihre Handlager in die Bedeutungslosigkeit schicken. Retten Sie sich, lernen Sie einen richtigen Beruf!
    Russland könnt ihr vergessen, der Zug ist abgefahren! Da hättet ihr zu Jelzin`s Zeit besser aufpassen sollen, dass kein Putin an die Macht kommt. Er wird schon dafür Sorge tragen, dass das Land nicht vor die Hunde geht. Oder wie es in einem beliebten alten russischen Film hieß: „Дырку вам от бублика, а не Россию!“ :-)

  • Tja, der Westen -

    wenn Putin doch wie der besoffene Jelzin wäre und Rußland zur ökonomischen Verwurstung durch die Kombinate des Internationalsozialismus freigeben würde.
    Aber Putin ist nicht so; er schützt schlichtweg die nationalen Interessen Rußlands vor den Macht- und Geldmagiern des Westens, die ihre Ministranten in der City of London und der US-Ostküste haben.
    Das der Westen mit seinen ganzen dunkel glänzenden Nichtregierungsorganisation auf die Dunkle Seite der Macht abgedriftet ist, - das mögen immer mehr Menschen erkennen.
    Erbärmlich diese Urenkelin eines Roten, - im Dienste der internationalsozialistischen Roten!
    Putin gehört zu den bürgerlichen Weißen (Zarentreuen).

  • @aleschua - Gebe dir völlig Recht. Mein Vorfahren waren im Krieg gegen die Osmanen Anfang des letzten Jahrhundert als Griechen und Offiziere in der russischen Armee. Schon damals hat der Westen sein verlogenes Gesicht gezeigt.

  • Immer witzig, wenn der Westen und seine Marionetten Russland 'kritisieren' und die Welt mit ihrer jämmerlichen Propaganda beglücken.

    Nina L. Chruschtschowa ist die Urenkelin von Nikita Chruschtschow -

    ....und ich bin der Ururururururenkel von Platon, Aristotelis, Alexander, Pyrrhos, Alkibiades, Herodot, Thukydides, Aristofanis, Anaxagoras, Sokratis, Anaximenis, Demokrit, Heraklit, Parmenides, Pythagoras, Thales.

    Vorsicht !!! Dmitri Anatoljewitsch Medwedews Mutter ist jüdischen Glaubens. Nicht dass sich Frau Nina L. Chruschtschowa mit ihren ausschweifenden Gedanken des praktizierten Antisemitimus verdächtig macht!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%